
Tagesbericht Gold vom 16.05.2025: Goldpreis bleibt strategisch relevant - Zentralbanken bauen Positionen weiter aus
Eine starke US-Währung setzt den Goldpreis kurzfristig unter Abwärtsdruck
Der Goldpreis notiert zum Wochenbeginn gegen 8 Uhr bei 3220 US-Dollar und liegt damit um 0,67 % über dem Schlusskurs der Vorwoche (3199 US-Dollar). Innerhalb der letzten fünf Handelstage ergibt sich dennoch ein Minus von 1,8 %. Diese Bewegung zeigt die derzeit hohe Volatilität des Edelmetalls. Besonders politische Entwicklungen wie der jüngste Zollkompromiss zwischen den USA und China haben zuletzt für Druck gesorgt. Dennoch bleibt die mittel- bis langfristige strukturelle Nachfrage stabil – institutionelle Anleger und Zentralbanken spielen dabei eine zunehmend wichtige Rolle.
Die Einigung zwischen den USA und China auf eine 90-tägige Zollpause hat die Aktienmärkte beflügelt und den US-Dollar gestärkt. Beides Faktoren, die traditionell den Goldpreis belasten. Der Rückgang auf ein Mehrwochentief zeigt, wie schnell der Markt auf geopolitische Signale reagiert. Markus Blaschzok, Autor auf Goldseiten, verweist jedoch darauf, dass die strukturelle Stärke des Goldmarkts ungebrochen sei. Viele Zentralbanken setzen weiterhin auf Gold (TVC:GOLD) als strategischen Wertspeicher und reduzieren schrittweise ihre Abhängigkeit vom US-Dollar.
Basel III und stabile Nachfrage: Institutionelle Käufer im Fokus
Ein zusätzlicher Impuls für den Goldmarkt könnte aus der regulatorischen Entwicklung kommen. Die Basel-III-Vorgaben, die ab Juli in den USA und Großbritannien gelten sollen, könnten Gold institutionell noch attraktiver machen. Die Gleichstellung mit Bargeld bei der bilanziellen Bewertung stärkt seine Funktion als sicherer Vermögenswert. Dies dürfte in der gegenwärtigen Konsolidierungsphase neue antizyklische Käufer anlocken. Auch technische Marktindikatoren wie die COT-Daten deuten darauf hin, dass eine Stabilisierung möglich ist.
Technische Analyse: Unterstützung und Widerstand klar definiert
Technisch betrachtet zeigt sich kurzfristig ein negatives Bild: Der Kurs liegt unter dem fallenden GD-10, was für kurzfristige Schwäche spricht. Die Unterstützung bei 3121 US-Dollar ist entscheidend. Sollte diese Zone brechen, drohen weitere Rückgänge. Auf der Oberseite fungiert der Bereich um 3438 US-Dollar als starker Widerstand. Der GD200 steigt weiter, und der aktuelle Kurs liegt darüber – ein positives Signal aus langfristiger Sicht.
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19.05.2025 - Andreas Opitz
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