Tagesbericht Gold vom 22.08.2025: Goldpreis testet Unterstützungen - Anleger blicken auf Powell und mögliche Wendepunkte im Kursverlauf
Schweizer Goldexporte zeigen Stärke trotz weltweiter handelspolitischer Störungen
Gold zählt zu den klassischen Krisenwährungen und bleibt für viele Anleger ein sicherer Hafen. Doch in der laufenden Woche zeigt sich das Edelmetall von seiner schwächeren Seite. Der Goldpreis verzeichnet auf Wochensicht ein leichtes Minus von -0,19 %, belastet vor allem durch einen festeren US-Dollar und geldpolitische Unsicherheiten rund um die US-Notenbank.
Der Goldpreis steht derzeit unter dem Einfluss eines stärkeren Greenbacks, was Gold (TVC:GOLD) außerhalb der USA verteuert und die Nachfrage dämpft. Entscheidend für die Stimmung am Markt ist die alljährliche Notenbankkonferenz in Jackson Hole, bei der sich führende Zentralbanker treffen. Im Mittelpunkt steht Fed-Chef Jerome Powell seine Rede heute um 16 Uhr, der sich gegen politischen Druck von Ex-Präsident Donald Trump behaupten muss. Powell bleibt trotz schwächerer US-Arbeitsmarktdaten auf Zinssenkungskurs zurückhaltend – ein Faktor, der den Goldpreis kurzfristig bremst. Sollte seine mit Spannung erwartete Rede jedoch dovishe Töne anschlagen, könnte das Edelmetall wieder Auftrieb erhalten.
Schweizer Goldexporte trotzen Handelshemmnissen
Trotz anhaltender Unsicherheiten auf dem Handelsparkett bleibt Gold eine tragende Säule der Schweizer Exportindustrie. Besonders bemerkenswert war der sprunghafte Anstieg der Goldausfuhren in die USA unmittelbar vor Inkrafttreten neuer Strafzölle – ein Impuls, der den höchsten Exportwert seit Monaten markierte. Während andere Schweizer Branchen wie die Uhrenindustrie unter den neuen Zöllen leiden, bleibt Gold vorerst verschont. Die Schweiz profitiert weiterhin als bedeutender Umschlagplatz für Raffinadegold, auch wenn politische Eingriffe regelmäßig für Irritationen sorgen.
Technische Analyse: Seitwärtstendenz mit kritischen Marken
Aus technischer Sicht bleibt das Bild beim Goldpreis zwiegespalten. Kurzfristig zeigt sich ein negatives Momentum: Der 10-Tage-Durchschnitt (GD10) ist fallend, und der Kurs notiert darunter. Die Zone um 3.311 US-Dollar dient als unmittelbare Unterstützung – ein Bruch dieser Marke könnte weitere Verluste nach sich ziehen. Auf der Oberseite stellt die Region um 3.405 US-Dollar einen entscheidenden Widerstand dar. Hier dürfte sich zeigen, ob der bestehende Abwärtstrend weiter Bestand hat. Positiv wirkt hingegen der steigende 200-Tage-Durchschnitt (GD200), über dem der Kurs aktuell liegt. In Summe ergibt sich daraus eine übergeordnete Seitwärtsbewegung.
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22.08.2025 - Andreas Opitz

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