Trotz Wachstums- und Expansionskurs plant Novartis mit massiven Stellenabbauten in der Schweiz
Die Anleger scheinen es Novartis nicht übel zu nehmen
Im Frühjahr kündigte der Schweizer Pharmakonzern Novartis an, in den nächsten fünf Jahren 23 Milliarden US-Dollar in neue Forschungs- sowie Produktionskapazitäten in den USA investieren zu wollen. In der Schweizer Heimat hingegen setzt das Unternehmen nun den Rotstift an und will im Zuge einer Neuausrichtung der Produktion 550 Stellen abbauen.
Betroffen ist davon ein Werk in Stein in der Nähe von Basel, wo bis Ende 2027 die Herstellungen von Tabletten, Kapseln und Verpackungen für sterile Arzneimittel eingestellt werden soll. Novartis (CH0012005267) betont, dass dies nicht mit den US-Investitionen im Zusammenhang stehe. Vielmehr sei es notwendig, in innovative Produktionstechnologien und einen hohen Grad an Automatisierung zu investieren. Mit diesen Worten zitierte das „Handelsblatt“ Produktionschef Steffen Lang.
Tatsächlich kündigte Novartis gleichzeitig auch neue Investitionen in der Schweiz an. Mit 80 Millionen Dollar soll der Ausbau der siRNA-Produktion vorangetrieben werden. Weitere 26 Millionen Dollar sind für den Ausbau der Produktion steriler Darreichungsformen in Stein vorgesehen. Unter dem Strich wird die Anzahl der Beschäftigen in der Schweiz aber voraussichtlich dennoch deutlich sinken.
Den Betroffenen sicherte Novartis Unterstützung zu und stellte einen Sozialplan sowie Frühpensionierungen in Aussicht. Die kürzliche angekündigten Anpassungen sollen noch mit Arbeitnehmervertretern erörtert werden. Die Börse reagierte derweil nicht weiter und die Novartis-Aktie tappte am Donnerstag auf der Stelle. Damit blieb es aber auch erst einmal beim Aufwärtstrend, der den Kurs seit Jahresbeginn um knappe zwölf Prozent in die Höhe hob.
Novartis investiert gezielt
Wahrscheinlich sind die Arbeitnehmer von den neuerlichen Plänen nur wenig begeistert. Anleger nehmen jedoch mit, dass Novartis ein Auge auf die Kosten hat, während der Expansionskurs grundsätzlich fortgesetzt werden soll. Das sind nicht die schlechtesten Voraussetzungen, um der Aktie in den kommenden Jahren noch etwas mehr Rückenwind verleihen zu können.
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28.11.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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