Das Rüstungsgeschäft rückt bei Heidelberger Druck weiter in den Fokus und soll für kräftiges Wachstum sorgen
Bei den Anlegern kommen die Pläne von Heidelberger Druck gut an
Das Geschäft mit Druckmaschinen läuft bei Heidelberger Druck noch immer schleppend. Geopolitische Unsicherheiten belasten den Ausblick und der Irankrieg ließ die Nachfrage aufgrund gestörter Lieferketten weiter einbrechen. Dennoch blickt der Konzern positiv in die Zukunft und setzt für Wachstum auf neue Bereiche.
Bereits etablieren konnte Heidelberger Druck (DE0007314007) sich als Anbieter für Ladetechnik bei der Elektromobilität. Seit einer Weile ist der Konzern auch im Rüstungssegment unterwegs. Genau dort sollen die Anstrengungen ausgeweitet werden, wie einer neuerlichen Mitteilung zu entnehmen ist. Das Rüstungsgeschäft soll nicht nur ein kurzer Ausflug werden, sondern sich zu einem weiteren Standbein entwickelt. Innerhalb der kommenden drei Jahre wird ein Umsatz von 300 Millionen Euro mit neuer Militärtechnik angepeilt.
Dazu kommt dann noch die bereits angekündigte Zusammenarbeit mit Onberg. Heidelberger Druck will Drohnenabwehrsysteme des US-israelischen Joint-Ventures in Zukunft vertreiben und in Brandenburg in Serie produzieren. Wann es damit losgehen könnte, ist noch offen. Vorstandschef Otto gab als groben Zeitrahmen sechs Monate bis anderthalb Jahre aus. Im Vergleich mit der Konkurrenz, die häufig aufwendige Genehmigungsverfahren durchlaufen müsse, wähnt sich Heidelberger Druck aber klar im Vorteil.
Heidelberger Druck investiert kräftig
Für den Ausbau von Rüstungsaktivitäten nimmt Heidelberger Druck viel Geld in die Hand. Das trug mit dazu bei, dass die Marge sich zuletzt rückläufig entwickelte. Um die Sorgen der Anteilseigner etwas abzumildern, kündigte das Unternehmen daher auch weitere Fortschritte bei Effizienzmaßnahmen an. Der Abbau von Personal schreitet voran. 550 Aufhebungsverträge wurden laut Unternehmensangaben bereits unterschrieben. In Deutschland sank der Personalbestand von 6.148 auf nun noch 5.928 Angestellte.
An der Börse kommen die Aussichten von Heidelberger Druck durchaus gut an. Die Anleger erkennen wieder Wachstumsmöglichkeiten und der Aktienkurs verbesserte sich am Mittwoch um rund fünf Prozent. Allerdings gab es auch schon bessere Zeiten für einen derartigen Move. Denn momentan werden Rüstungsaktien an den Märkten längst nicht mehr so euphorisch wie noch in den vergangenen Jahren behandelt.
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12.06.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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