Mit einer weiteren Partnerschaft weitet Heidelberger Druck seine Tätigkeit im Rüstungssegment aus
Heidelberger Druck sieht im Geschäft mit Drohenabwehr einen klaren Wachstumsmarkt
Bereits im Sommer kündigte Heidelberger Druck eine strategische Partnerschaft mit Vincorion und damit den Einstieg des eigenen Unternehmens ins Rüstungssegment an. In Zusammenarbeit sollen Systeme für die Regelung und Verteilung von Energie entstehen, die dann beispielsweise in Kampfjets zum Einsatz kommen können. Nun steht die nächste Kooperation an, die sich dieses Mal mit Drohnenabwehr beschäftigt.
Am Mittwoch wurde bekannt, dass Heidelberger Druck (DE0007314007) eine Zusammenarbeit mit dem israelischen Unternehmen Ondas eingegangen ist. Ondas hat sich auf den Bereich der Drohnenabwehr spezialisiert. Unterzeichnet wurde eine Absichtserklärung der Tochterunternehmen Ondas Autonomous Systems und Heidelberg Technology. Dies geschah während eines Besuchs von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche in Tel Aviv.
Ondas verspricht den Aufbau einer europäischen Plattform, was den Zugang zum Markt mit Nato-Mitgliedstaaten erheblich erweitern soll. Auf diesem Wege will der israelische Konzern von einem „generationenübergreifenden Investitionszyklus“ profitieren. Gemeint ist damit die aktuelle Hochrüstung in Europa als Reaktion auf die zunehmende Aggression Russlands. Obschon unter Hochdruck an einem Frieden in der Ukraine gearbeitet wird, trauen die meisten Nato-Staaten in Europa Russland nicht länger über den Weg. Der dänische Geheimdienst warnte erst kürzlich sogar vor einem möglichen offenen Konflikt zwischen Russland und Nato, der im Jahr 2031 ausbrechen könnte.
Heidelberger Druck auf neuen Wegen
Heidelberger Druck will ebenfalls von steigenden Verteidigungsausgaben profitieren und bringt dafür nach eigenem Bekunden Expertise in Bereichen wie Serienfertigung, Präzisionstechnik und industrieller Automatisierung mit. Dass das Unternehmen sich von seinem namensgebenden Kernsegment damit weiter entfernt, wird an der Börse als erfreuliche Entwicklung interpretiert. Denn das Geschäft mit Druckmaschinen ist seit Längerem rückläufig.
Es sind vor allem Vorstöße in neue Bereiche, welche die Anleger bei Laune halten und Wachstumsfantasien schüren können. Bis auf 2,06 Euro konnte die Aktie von Heidelberger Druck zu Handelsschluss am Mittwoch zulegen. Dort angekommen blickt das Papier auf ein Kursplus von fast 120 Prozent seit Jahresbeginn. In Sachen Performance steht man damit Rüstungstiteln bereits in nichts nach.
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19.12.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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