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Heidelberger Druckmaschinen schreibt trotz Umsatzrückgang schwarze Zahlen

Wallboxen eröffnen Zukunftsperspektiven

NTG24 - Heidelberger Druckmaschinen schreibt trotz Umsatzrückgang schwarze Zahlen

 

In den vergangenen Jahren hangelte sich die Heidelberger Druckmaschinen AG (ISIN: DE0007314007; WKN: 731400) etwas überspitzt formuliert eigentlich nur von einer Unternehmenskrise zur nächsten. Mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie im vergangenen Frühjahr verschlechterte sich die Situation bei dem Traditionskonzern noch einmal deutlich, weshalb einige Experten nicht mehr an eine erfolgreiche Trendwende bei dem Druckmaschinenhersteller glaubten. Mit den zuletzt veröffentlichten Q3-Zahlen für das Fiskaljahr 2020/2021 (per Ende März) konnte die Firma nun aber viele Investoren positiv überraschen.

Zwar gingen die Erlöse im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2020 gegenüber der Vorjahresperiode von 567 Millionen auf 484 Millionen Euro zurück, was einem deutlichen Minus von 15 % entspricht. Allerdings legte die Firma beim Nettogewinn zeitgleich von 3 Millionen auf 12 Millionen Euro zu, was angesichts der spürbar niedrigeren Umsätze ein Erfolg ist. Ein wesentlicher Profitabilitätstreiber waren spürbare Kostensenkungsmassnahmen, die seit Beginn des laufenden Geschäftsjahres unter anderem bereits eine Reduktion von über 700 Stellen umfassten.

 

Mittelfristige Aussichten werden von vielen Analysten unterschätzt

 

Sicherlich ist die klassische Druckbranche unverändert massiv unter Druck, weshalb sich viele Betriebe mit der Anschaffung von neuen Druckmaschinen stark zurückhalten. Allerdings sind die mittelfristigen Aussichten für den Verpackungsdruck aber keinesfalls schlecht, da viele Waren immer aufwendiger gestaltet werden, was auch das Design der Schachteln oder Hüllen betrifft, die beispielsweise in den Supermarktregalen präsentiert werden. Mit der weltweit nun anstehenden Konjunkturerholung dürften daher viele Produktionsbetriebe wieder verstärkt Ausgaben für Druckmaschinen tätigen, da zuvor ein Investitionsstau bei vielen Betrieben entstanden ist, welcher sich mit der zunehmenden Besserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nun wieder langsam auflösen sollte.

 

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeBesonders aussichtsreich ist das Geschäft mit Wallboxen, die beim Laden von elektrischen Automobilen zum Einsatz kommen. Nachdem Heidelberger Druckmaschinen schon 35.000 Wallbox-Systeme ausliefern konnte und für diese Sparte seitens des Managements ein jährliches Wachstum von über 20 % erwartet wird, will die Firma ihre Produktionskapazitäten jetzt bis April etwas verdoppeln, womit die Gesellschaft zunehmend Wachstum ausserhalb der klassischen Geschäftsfelder generiert.

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12.02.2021 - Tim Rademacher - tr@zuercher-boersenbriefe.ch

 

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