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Mit einem neuen Personalchef scheint Hugo Boss dem Wunsch des CEO nach weniger Homeoffice nachzukommen

Die Kosten bei Hugo Boss sollen sinken, doch Kündigungspläne scheint es keine zu geben

NTG24 - Mit einem neuen Personalchef scheint Hugo Boss dem Wunsch des CEO nach weniger Homeoffice nachzukommen

 

Vor wenigen Jahren noch feierte Hugo Boss Rekordzahlen und das Wachstum schien kein Ende mehr zu kennen. Im Zuge der hohen Inflation und daraus resultierender Effekte auf die Verbraucherstimmung hat die Ausgangslage sich aber um 180 Grad gedreht. Heute kämpft der Modekonzern mit rückläufigen Umsätzen. Das Management hat allerdings bereits Pläne, um zurück auf die Beine finden zu können.

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Letztere betreffen auch das Personal. Zwar teilte Hugo Boss (DE000A1PHFF7) unlängst gegenüber Medienvertretern mit, keine Pläne für Stellenabbauten zu haben, was im aktuellen Marktumfeld schon fast eine Ausnahmeerscheinung ist. Den Angestellten im Konzern wird in Zukunft aber wohl mehr abverlangt werden. Das betrifft vor allem das Thema Homeoffice. CEO Daniel Grieder wünscht sich eine strengere Regelung, bei der statt bisher drei in Zukunft vier Bürotage wöchentlich vorgesehen sind.

Das wollte der bisherige Personalchef Jochen Eckhold aber allem Anschein nach nicht durchsetzen. Die Lösung scheint nun zu sein, jenen aus dem Unternehmen zu befördern. Laut einem Bericht des „manager magazin“ soll bei dieser Entscheidung das Thema Homeoffice eine tragende Rolle gespielt haben. Denn Eckholds Nachfolger Dietmar Knoess soll bei der Verschärfung der Präsenzpflicht wohl weniger Vorbehalte haben.

 

 

 

Hugo Boss schnallt den Gürtel enger

 

Knoess ist für Hugo Boss ein alter Bekannter. Bereits von 2006 bis 2010 war er im Modekonzern tätig, eher er nach Herzogenaurach wechselte und dort die Personalabteilung von Puma leitete. Nun kehrt er wohl zurück und soll bei dieser Gelegenheit laut Insidern dem Vorstandschef wohl den einen oder anderen Wunsch erfüllen. Ob das allein wirklich ausschlaggebend für die Personalie war, das lässt sich aber nicht mit Sicherheit feststellen.

Hugo Boss selbst widerspricht dieser Darstellung und spricht davon, dass es nicht nur einen einzigen Grund für die Trennung vom bisherigen Personalchef gegeben habe. Zudem arbeitete Jochen Eckhold bereits seit 2019 in seiner aktuellen Position beim Konzern und nach einer solchen Zeit sei eine Neubesetzung nichts Ungewöhnliches. Die „FAZ“ fragte gezielt nach den Präferenzen des CEO in Sachen Homeoffice. Als Antwort darauf hieß es lediglich, dass diesbezüglich noch keine feste Entscheidung gefallen sei.

Passen würde es zum gegenwärtigen Kurs von Hugo Boss aber allemal. Um die Ertragsschwäche zu überwinden und zurück in den Wachstumskanal zu finden, soll das Unternehmen in Zukunft straffer geführt werden. Die Kosten sollen sinken und die Effizienz wieder steigen. Zumindest einige Experten vertreten die Ansicht, dass Letzteres sich mit mehr Zeit im Büro durchaus erreichen lässt. Einen vermutlich größeren Einfluss dürften aber Maßnahmen bei der Beschaffung sowie der Bepreisung von Artikeln haben. Hugo Boss will seine Produkte in Zukunft weniger häufig mit Rabatten unter die Leute bringen.

 

Zarte Schritte nach vorn

 

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Werbebanner EMH PM TradeAn der Börse spielt das Thema Homeoffice eine eher untergeordnete Rolle. Denn es bleibt dabei, dass es den allermeisten Anteilseignern herzlich egal ist, wo genau Aufgaben erledigt werden. Wichtig ist nur, dass dies überhaupt passiert. Wer möchte, kann in die jüngsten Entwicklungen vielleicht noch hineininterpretieren, dass der CEO sich durchzusetzen weiß und dafür auch vor harten Entscheidungen und klaren Ansagen nicht zurückschreckt, so die Behauptungen der Insider denn den Tatsachen entsprechen mögen.

Die Aktie von Hugo Boss bleibt angeschlagen, zeigte zuletzt aber den zarten Versuch einer Erholung. Zu Jahresbeginn startete der Titel noch schwach und fiel von gut 36 Euro rapide in Richtung 34 Euro. Davon konnten die Bullen sich mittlerweile wieder erholen. Zu Handelsschluss am Montag standen 36,16 Euro auf der Anzeigetafel. Der große Durchbruch ist damit noch lange nicht gelungen. Die Hoffnung auf einen eben solchen ist aber durchaus vorhanden.

 

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10.02.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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