Nemetschek mit starkem drittem Quartal – Hugo Boss enttäuscht auf voller Linie
Schwache konjunkturelle Entwicklung macht Konzernen weiter zu schaffen
Nemetschek steigert Gewinn im dritten Quartal deutlich. Aktie kann Erholungsbewegung fortsetzen. Hugo Boss vermeldet Umsatzrückgang für das dritte Quartal.
Der deutsche Softwarekonzern Nemetschek (DE0006452907) konnte im dritten Quartal die Investoren mit einer deutlichen Steigerung der Profitabilität überzeugen. Nemetschek hat sich auf Lösungen für die Branchen Architektur, Ingenieurwesen und Bau sowie Betrieb von Immobilien und Infrastrukturen spezialisiert. Dabei umfasst das Serviceportfolio des Unternehmens Softwareprodukte, Services und Tools entlang des gesamten Lebenszyklus der Projekte von Planung über Bau zum Betrieb und Instandhaltung. In den letzten Jahren hat Nemetschek das eigene Produktportfolio durch Akquisitionen stetig weiterentwickelt.
Im dritten Quartal konnten besonders die beiden Unternehmenssegmente Design und Build mit einer starken operativen Entwicklung überzeugen. Währungsbereinigt konnte Nemetschek den Umsatz im dritten Quartal um rund 20 % auf 293,1 Millionen Euro steigern und damit auch leicht die Marktprognosen übertreffen können. Dabei überzeugte Nemetschek vor allem mit einer starken EBITDA-Marge von 32,5 %. So konnte das Unternehmen den Quartalsgewinn um starke 40,7 % auf 55,3 Millionen Euro steigern.
Aufgrund des starken Quartals bestätigte der CEO Yves Padrines die Ziele für das Gesamtjahr. So soll der Umsatz im Geschäftsjahr 2025 weiterhin 20 bis 22 % über dem Vorjahreswert liegen und die EBITDA-Marge mit 31 % leicht über dem Vorjahreswert. Nemetschek hatte bereits im Juli die Prognose für das Gesamtjahr aufgrund der positiven ersten Jahreshälfte angehoben.
Seit dem Zwischenhochs im September hat die Aktie von Nemetschek bisher rund 30 % eingebüßt. Durch die positiven Bilanznachrichten könnte jetzt die Stabilisierung des Papieres bei Kursen rund um die 100 € pro Aktie erfolgen.
Hugo Boss leidet unter Marktbedingungen
Der deutsche Modehändler Hugo Boss (DE000A1PHFF7) schaut nach einem Umsatzrückgang im dritten Quartal pessimistisch auf das Gesamtjahr 2025 und rechnet sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn damit, nur noch das untere Ende der jeweiligen Spannen zu erreichen. Dies würde ebenfalls einen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr bedeuten.
Laut Hugo Boss spiegelt das schwache dritte Quartal die anhaltende makroökonomische Volatilität sowohl deutliche negative Währungseffekte wider. Diese negativen Währungseffekte würden im Gesamtjahr den Umsatz um rund 100 Millionen Euro drücken. Das kündigte der Konzern an, dass die Investitionen für das Jahr ebenfalls die untere Spanne des Korridors erreichen werden.
Der Umsatz lag im dritten Quartal bei 989 Millionen Euro und damit 1% unter dem Vorjahreswert. Nach Steuern lag der Quartalsüberschuss dennoch bei starken 59 Millionen Euro und damit rund 5 Millionen Euro über dem Vorjahresniveau.
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11.11.2025 - Christian Teitscheid

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