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Eine der jüngsten Razzien der US-Einwanderungsbehörden bei Hyundai sorgt in der Politik für weitere Unstimmigkeiten

Hyundai muss die Produktion für den Moment einstellen

NTG24 - Eine der jüngsten Razzien der US-Einwanderungsbehörden bei Hyundai sorgt in der Politik für weitere Unstimmigkeiten

 

Bei der bisher größten Razzia des US-Heimatschutzministeriums geriet ein Werk ins Visier, welches die südkoreanischen Konzerne Hyundai und LG Energy Solution in Zusammenarbeit in Georgia betreiben. Festgenommen wurden dabei 475 Menschen. 300 davon sollen laut dem Außenministerium in Seoul die südkoreanische Staatsbürgerschaft haben.

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Laut den US-Behörden seien die Arbeiter illegal eingereist oder hätten ihre Arbeitsvisa überschritten. Was nun mit ihnen passieren mag, scheint offen zu sein. Hyundai (KR7005380001) bestätigte das Ganze und teilte mit, dass die Produktion von E-Auto-Batterien vor Ort eingestellt werden musste. Gleichwohl seien die festgenommenen Mitarbeiter nicht direkt bei Hyundai angestellt gewesen.

Während der Konzern sich eher zurückhält, reagiert die Regierung von Südkorea alarmiert. Mit den USA streitet man sich ohnehin schon um ein Handelsabkommen. Der jüngste Vorfall könnte die Lage noch weiter verschärfen. Seoul hat nach eigenen Angaben ein eigenes Team für die Angelegenheit eingerichtet und Außenminister Cho Hyun zeigte sich bereit, für die Klärung der Angelegenheit nach Washington zu reisen.

Die direkten Auswirkungen auf Hyundai bleiben überschaubar. Allerdings steigt die Unsicherheit noch weiter an. US-Präsident Donald Trump fordert ausländische Unternehmen immer wieder auf, ihre Produktion ins Ausland zu verlagern. Beseht dort allerdings das Risiko, dass die Belegschaft jederzeit willkürlich festgenommen werden kann, sinkt der Anreiz, diesem Aufruf Folge zu leisten. Gerade im Bereich der Produktion finden sich zudem gar nicht genügend US-Amerikaner, die der Wunschvorstellung von Trump und den Republikanern entsprechen und mit Begeisterung die schwere und häufig nicht eben fürstlich entlohnte Arbeit in der Produktion übernehmen wollen.

 

Gefahr für Hyundai?

 

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Werbebanner DegussaHyundai betreibt noch einige weitere Standorte in den USA und Anleger stellen sich nun natürlich die Frage, ob es auch dort zu Razzien mit Betriebsausfällen als Folge kommen könnte. Konkret angekündigt wurde in dieser Hinsicht freilich nichts und Hyundai selbst ist sichtlich bemüht darum, keine Panik entstehen zu lassen. Das scheint zu funktionieren und der Aktienkurs hielt sich zuletzt auf hohem Niveau. Doch zeigen die Entwicklungen in den USA, dass dort vor den Einwanderungsbehörden niemand sicher ist und wie diverse Beispiele zeigen, schützen auch Visa oder gar US-Staatsbürgerschaft nicht immer vor Festnahmen. Anleger bewahren die Ruhe, behalten die Angelegenheit aber im Blick.

 

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08.09.2025 - Matthias Eilenbrock

Unterschrift - Matthias Eilenbrock

 

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