Nvidia dementiert Gerüchte über einen Rückzieher bei OpenAI und will auch weiterhin mit dem ChatGPT-Entwickler eng zusammenarbeiten
Zumindest bei der Investitionssumme rudert Nvidia dezent zurück
Im Herbst 2025 kündigte Nvidia öffentlichkeitswirksam an, mehr als 100 Milliarden US-Dollar in den ChatGPT-Entwickler OpenAI stecken zu wollen. Belohnt werden sollte der Chiphersteller mit Unternehmensanteilen sowie Verpflichtungen des Partners, neue KI-Chips bei Nvidia zu kaufen. Kritiker sprachen auch davon, dass Nvidia seinen eigenen Großkunden finanziere.
Bisher scheint aber noch nichts passiert zu sein. Kürzlich berichtete das „Wall Street Journal“ dann auch noch, dass der Deal zwischen Nvidia (US67066G1040) und OpenAI auf Eis liege. CEO Jensen Huang habe intern starke Zweifel am Geschäftsmodell geäußert, ließen Insider wissen.
Dem stellte sich Huang nun aber am Wochenende in Taipeh entschieden entgegen. Der Nvidia-Chef machte deutlich, eine „riesige Investition“ in OpenAI tätigen zu wollen. Auch an der anstehenden Finanzierungsrunde möchte man sich wohl beteiligen. Interessanterweise wollte Huang allerdings nicht bestätigen, dass die Summe oberhalb von 100 Milliarden Dollar liegen wird. Zumindest bei der Summe scheint man also etwas kleinere Töne anschlagen zu wollen.
Was genau dahinterstecken mag, bleibt für den Moment das Geheimnis von Nvidia. Selbst wenn es dort Zweifel am bisher schwer defizitären Geschäftsmodell von OpenAI geben sollte, so hätte der Konzern kein Interesse daran, dies öffentlich mitzuteilen. Denn das würde Zweifel am KI-Markt insgesamt schüren und könnte damit auch den Aktienkurs von Nvidia unter Druck setzen.
Nvidia bleibt überzeugt
Ob Nvidia nur deshalb weiterhin nach eigenem Bekunden von OpenAI überzeugt ist, das sei dahingestellt. Die Zweifel am KI-Boom werden jedoch größer, auch nachdem Microsoft zuletzt im Cloud-Segment unter den Wachstumserwartungen der Märkte geblieben ist. Die Nvidia-Aktie startete heute mit roten Vorzeichen in den Handel an den hiesigen Börsen. Kurz nach Handelsbeginn waren Abschläge von 2,2 Prozent zu verzeichnen. Das ist noch lange kein Einbruch, doch die grenzenlosen Wachstumsfantasien im Segment haben feine Risse erhalten.
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02.02.2026 - Matthias Eilenbrock

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