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Weitere miese Woche für TeamViewer, Rock Tech Lithium gibt Gas, Nel ASA fehlt es an Nachdruck und Tesla macht sein Ding

Diese Themen bewegen die Märkte

NTG24 - Weitere miese Woche für TeamViewer, Rock Tech Lithium gibt Gas, Nel ASA fehlt es an Nachdruck und Tesla macht sein Ding

 

Nachdem TeamViewer einen beispiellosen Absturz erlebte, war auch in der vergangenen Woche nichts von einer Erholung zu spüren. Stattdessen ging es mit dem Papier um weitere 12,6 Prozent in die Tiefe und die Bären behalten das Allzeit-Tief fest im Blick. Es wird seine Zeit dauern, das Vertrauen der eigenen Aktionäre wieder herzustellen.

TeamViewer (DE000A2YN900) steht jetzt vor einem ganzen Berg an Problemen und wird sich in Zukunft auf einen Corona-Bonus nicht verlassen können. Entscheiden für die langfristigen Aussichten werden die nächsten Quartalszahlen sein. Die Software-Schmiede muss dringend beweisen, dass sie nicht nur Umsätze, sondern auch Margen weiter steigern kann.

Das komplette Gegenteil von TeamViewer war in der letzten Woche Rock Tech Lithium (CA77273P2017). Die Kanadier sorgten für viel Aufsehen damit, unweit der in Entstehung befindlichen Gigafactory von Tesla in Brandenburg eine neue Raffinerie auf die Beine stellen zu wollen. Die soll etwa 470 Millionen Euro kosten und bis zum Jahr 2024 einsatzbereit sein.

 

Die blanke Euphorie

 

Für ein solch kleines Unternehmen ist das eine geradezu monströse Investition, was an der Börse aber nicht im Ansatz zu Zweifeln zu führen scheint. Geradezu euphorisch reagierten die Börsianer und gönnten Rock Tech Lithium Kursaufschläge von über 60 Prozent in gerade einmal fünf Tagen. Eindrucksvoller konnten die Markakteure kaum zur Schau stellen, was sie dieser Tage von Lithium halten.

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Werbebanner ISIN-WatchlistEine derartige Stimmung würde man sich auch mal wieder bei Nel ASA (NO0010081235) wünschen. Die Norweger freuten sich in den letzten Tagen zwar wieder über etwas Auftrieb, was vor allem Vorgängen bei der Konkurrenz zu verdanken war. Eine Partnerschaft zwischen Airbus und Plug Power brachte wieder Leben in den angeschlagenen Wasserstoff-Sektor. Es reichte aber nicht aus, um Nel ASA einen neuen Durchbruch zu ermöglichen. Stattdessen scheiterten die Käufer einmal mehr an der Linie bei 1,44 Euro und fielen bis zum Wochenende auf 1,39 Euro zurück.

 

Tesla trotz dem Gegenwind

 

Eher wenige gute Meldungen gab es jüngst auch rund um Tesla (US88160R1014) zu hören. Probleme beim Autopilot scheinen mal wieder zu einem Fall für die Behörden zu werden und intern gibt es heftige Vorwürfe rund um Rassismus und ähnliche Vorfälle am Arbeitsplatz. Jedes andere Unternehmen würde durch so etwas wohl ordentlich unter Druck geraten.

Tesla jedoch führt seinen nicht enden wollenden Aufwärtstrend an der Börse seelenruhig fort und verbesserte sich in der vergangenen Woche um respektable 6,2 Prozent. Mit knapp 720 Euro stehen die Bullen nicht mehr weit entfernt vom Allzeit-Hoch bei 743 Euro und die heftigen Korrekturen aus dem Frühjahr sind schon wieder mehr oder weniger in Vergessenheit geraten.

Damit bleibt der US-Hersteller unter Führung von Elon Musk weiterhin die mit Abstand wertvollste Automarke der Welt mit einer Marktkapitalisierung von schwindelerregenden 830 Milliarden USD. Ob das angesichts der fundamentalen Daten noch irgendwie zu vertreten ist, soll jeder für sich selbst entscheiden.

 

Der nächste Megatrend?

 

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Werbebanner ISIN-WatchlistDie jüngsten Entwicklungen weisen klar darauf hin, dass die Märkte sich wieder verstärkt für erneuerbare Energien und E-Autos interessieren. Ganz neu ist das nicht, angetrieben durch politische Entscheidungen und explodierende Preise für fossile Brennstoffe könnte sich hier aber der nächste Hype ankündigen. Im Zuge dessen könnten Aktien aus den Bereichen E-Auto, Lithium und Wasserstoff eine Renaissance, womöglich sogar den Anstieg in ganz neue Höhen erleben. Wer die Börse kennt, weiß aber auch, dass sich ein solcher Boom auch schnell wieder erledigt haben kann. Auch wenn aktuell alles bestens aussieht, sollten Investoren sich also nie zu sicher fühlen.

 

17.10.2021 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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