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Peloton Interactive – lohnt sich ein Investment in den Sportgerätehersteller?

Nur Corona-Hype oder langfristig relevant?

NTG24 - Peloton Interactive – lohnt sich ein Investment in den Sportgerätehersteller?

 

Die Aktie von Peloton Interactive gehört ohne Zweifel zu den Gewinnern der Corona-Pandemie. Der Aktienkurs ist in den vergangenen Monaten jedoch stark eingebrochen. Lohnt sich ein Investment in den Sportgerätehersteller noch, oder ist der Hype um die Hometrainer nach der Pandemie schon wieder vorbei?

Nachdem in weiten Teilen der Welt die Fitnessstudios vorübergehend ihre Türen dichtmachen mussten, schauten sich die Menschen nach alternativen Möglichkeiten zur Bewegung von zu Hause um. Großer Profiteur dieser Entwicklungen war die Fitness- und Lifestyle-Marke aus den USA, welche neben Home-Fitnessbikes auch Laufbänder anbieten. Der Aktienkurs von Peloton (US70614W1009) schoss seit März 2020 um über 350 % ins Plus. Zwischenzeitlich notierte das Wertpapier sogar über 500 % in den grünen Zahlen. Seit Mitte Februar läuft es jedoch nicht mehr für die Peloton-Aktie.

 

Warum brach der Aktienkurs zuletzt ein?

 

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Werbebanner Trading SeminarEine Kombination aus schlechten Nachrichten für das Unternehmen und der Aussicht auf ein baldiges Ende der Pandemie ließen das Papier zwischenzeitlich um knapp 50 Prozent einbrechen. Besonders die Meldung, dass ein Kind bei der Benutzung eines Peloton-Laufbandes ums Leben kam, setzte dem Sportgerätehersteller zu. Die Folge ist eine freiwillige Rückrufaktion der Premium-Laufbandangebote Tread und Tread+.

Darüber hinaus zeichnet sich eine negative Korrelation zwischen der voranschreitenden Impfkampagne in den USA und anderen Industrieländern und den Kurs der Peloton-Aktie ab. Investoren scheinen der Meinung zu sein, dass sich der Aufschwung des Sportgeräteherstellers ohne Corona-Pandemie nicht weiter fortsetzen lasse.

 

Erfolgversprechendes Geschäftsmodell auch ohne Pandemie?

 

Die Sportbranche ist ein immer noch schnell-wachsender Sektor und erfreut sich höchster Beliebtheit. Der Jahresumsatz im Fitness-Segment beläuft sich 2021 nach aktuellen Schätzungen auf über 160 Milliarden Euro. Bis zum Jahr 2050 könnte dieser noch einmal auf bis zu 210 Milliarden Euro ansteigen.

Darüber hinaus ist die pessimistische Sicht, dass der Erfolg von Peloton von der Pandemie abhänge, größtenteils unbegründet. In den Jahren vor Corona konnte das Unternehmen seinen Umsatz konstant jährlich verdoppeln und so ein enormes Wachstum vorweisen.

Darüber hinaus betonte der Peloton-Finanzchef Jill Woodworth zuletzt, dass sich die Kosten des flächendeckenden Rückrufs der Laufbänder auf gerade einmal 165 Millionen Dollar belaufen werden. Bei einem jährlichen Umsatz von 3,7 Milliarden Dollar scheint dies gut zu verkraften.

Auch wenn ein Ende der Pandemie in Sicht ist und die Fitnessstudios nach und nach zu ihrem Normalbetrieb zurückkehren können, bietet Peloton für viele Nutzer ein vielversprechendes Konzept in den eigenen vier Wänden Sport zu treiben.

Zu dem Geschäftsmodell der Amerikaner gehören neben dem Verkauf von hochpreisigen Fitness-Geräten und einer Fitness-Modelinie auch monatliche Abos, bei denen die Nutzer von Trainern live bei ihrem Workout unterstützt und angefeuert werden.

Das Unternehmen konnte in der Corona-Pandemie ihre Kundschaft ausbauen und die Anzahl ihrer Fitness-Abonnements enorm steigern. Eine kürzlich erschienene Umfrage der Firma Wedbush zeigt, dass der Großteil der Nutzer zufrieden ist und nur knapp vier Prozent der Peloton-Laufbandbesitzer ihr Abonnement beenden wollen.

 

Das Fazit

 

Der amerikanische Sportgerätehersteller hatte in den vergangenen Monaten mit viel Gegenwind zu kämpfen. Dies bekamen auch die Anleger zu spüren, denn die Aktie gab zwischenzeitlich um mehr als 50 % nach. Zurzeit notiert der Aktienkurs deutlich unter dem Allzeithoch. Man kann jedoch noch immer nicht davon sprechen, dass das Papier momentan erschwinglich sei. Mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) von 7,8 ist die Aktie nicht billig. Bei einem mittleren Kursziel von 128,92 Dollar sehen Analysten jedoch noch knapp 14 Prozent Luft nach oben. Darüber hinaus haben jüngste Umfragen gezeigt, dass die Kundschaft zufrieden ist und die Angst vor einem Umsatzeinbruch nach der Corona-Pandemie unbegründet erscheint.

 

14.06.2021 - Tim Gerstenberg - tg@ntg24.de

 









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