Die Lufthansa stellt ihren Wunschzettel für 2026 zusammen, der sich aus Anlegersicht verheißungsvoll liest
Bei der Lufthansa stehen die Zeichen weiter auf Wachstum
Heute vor 100 Jahren erlebte die „Luft Hansa“ ihren Gründungsmoment, womit das Unternehmen in ein Jubiläumsjahr startet. Das soll nach dem Willen von Vorstandschef Carsten Spohr möglichst erfolgreich verlaufen und Potenzial für weitere Erfolgsgeschichten erkennt der Manager für 2026 mehr als genug. Rund um den Globus wird Wachstum in Aussicht gestellt.
Für besonders viel Aufmerksamkeit dürften Äußerungen der Lufthansa (DE0008232125) zum Thema Russland sorgen. Gegenüber der „FAZ“ sprach CEO Spohr über Hoffnungen, dass sich der russische Luftraum für die eigenen Flugzeuge wieder öffnen könnte. Seit 2022 muss die Kranich-Airline auf dem Weg von und nach Asien aufgrund von Sanktionen und Gegensanktionen teure Umwege fließen. In dieser Hinsicht steht man noch immer im Nachteil zu anderen Airlines.
Insbesondere chinesische Anbieter durchfliegen weiterhin munter Russland und bieten damit momentan zuweilen sehr viel schnellere internationale Verbindungen an. Die Lufthansa erkennt nun gute Chancen dafür, dass dieser Nachteil im Laufe des neuen Jahres wegfallen könnte. Allerdings komme es auf Fortschritte bei den Friedensverhandlungen um die Ukraine an, worauf das Unternehmen freilich keinen Einfluss hat. Viel mehr als blanke Hoffnung hat man den Anlegern in dieser Hinsicht also nicht zu bieten.
Die Lufthansa strebt weltweit Wachstum an
Auch ohne wegweisende politische Durchbrüche verspricht Carsten Spohr Wachstum für die Lufthansa ein überproportionales Wachstum der Interkontinentalflotten. Jenes soll in etwa dem Faktor zwei des jeweiligen Wirtschaftswachstums entsprechen. Die Luftfahrt soll in der Realwirtschaft 2026 zu den Branchen mit der höchsten Wachstumsdynamik gehören. Einen positiven Trend erkennt die Lufthansa auch bei US-Strecken, obschon viele Experten eher von einem gegenteiligen Effekt sprechen. Die Buchungszahlen sprechen laut Spohr aber eine deutliche Sprache.
Weitere Chancen rechnet sich der Konzern im globalen Süden aus, wo man sich mit der Übernahme von ITA Airways stärker positioniert hat. Unter dem Strich stellt die Lufthansa auf der Langstrecke also ein Jahr von beispiellosem Wachstum in Aussicht. Dazu passt, dass nach jahrelangen Verzögerungen endlich mit einem großen Schwung neuer Flugzeuge gerechnet wird. 50 Neuauslieferungen hat die Lufthansa für 2026 auf dem Plan stehen und damit mehr oder minder eine pro Woche. Heiß erwartet werden Jets des Typs Boeing 787. Die 777X allerdings, welche ursprünglich 2020 schon in die Flotte hätte integriert werden sollen, wird indes frühestens 2027 erwartet.
Mit Verbesserungen plant die Lufthansa im Jahr 2026 nicht nur beim Volumen. Auch die Qualität soll sich weiter verbessern. Die Kernmarke hatte vor wenigen Jahren mit einer katastrophalen Kundenzufriedenheit zu kämpfen, welche weit unter dem Branchendurchschnitt lag. Die Lufthansa konnte bereits nachbessern und will dabei offenbar munter weitermachen. Die namensgebende Marke soll in Zukunft wieder zum Aushängeschild des Gesamtkonzerns werden. Die neuen Flugzeuge sollen zudem dabei helfen, CO2-Emissionen zu senken und Kosten einzusparen.
Das hört sich gut an
Insgesamt stellt die Lufthansa Verbesserungen bei allen wesentlichen Unternehmensentwicklungen in Aussicht und es scheint sich ein Jahr anzukündigen, das kaum besser laufen könnte. Die große Frage lautet nun, ob die eigenen Ziele auch in die Tat umgesetzt werden könnten und dabei Politik, Wirtschaft und die eigenen Kunden auch mitspielen. Zumindest bisher gibt es nur wenig, was gegen eine Fortsetzung des Wachstumstrends sprechen würde.
Dementsprechend zeigen die Anteilseigner sich zuversichtlich. Die Lufthansa-Aktie startete stark ins neue Jahr und legte am Dienstagmorgen weiter bis auf 8,64 Euro kurz nach Handelsbeginn zu. Auf Jahressicht sind Aufschläge in Höhe von 46 Prozent zu bewundern. Vielleicht war das erst der Anfang in einer Entwicklung, die noch immer als eine Phase der Erholung zu betrachten ist. Luft nach oben wäre im Chart noch vorhanden, denn die Beststände aus der Zeit vor der Corona-Pandemie führten die Lufthansa-Aktie zeitweise in Sphären jenseits der 20 Euro.
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06.01.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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