Auch die Piloten der Lufthansa-Tochter Eurowings stimmen für einen Arbeitskampf und brocken der Aktie damit weiteren Verkaufsdruck ein
Die Lufthansa kommt nicht zur Ruhe
Die imposante Rallye der Lufthansa-Aktie fand im März ein jähes Ende. Der Irankrieg führt zu zahllosen ausgefallenen Flügen und großen Fragezeichen, die bis heute über dem Unternehmen schweben. Dazu kamen dann auch noch Streiks der Piloten bei der Kernmarke, die weiterhin auf Nachbesserungen bei der Altersvorsorge pochen.
Diesem Beispiel folgen nun auch die Piloten der Tochter Eurowings. Wie die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) am Montag mitteilte, sprachen sich bei einer Urabstimmung 94 Prozent der Teilnehmer für einen Arbeitskampf aus. Gewählt hatten 82 Prozent der infrage kommenden Mitglieder. Konkrete Streiktermine wurden noch nicht angekündigt. Es soll aber zeitnah Informationen über das weitere Vorgehen geben.
Der Lufthansa (DE0008232125) setzt dies weiter zu. Denn ohnehin schon müssen aktuell etliche Flüge ausfallen und ein Ende ist nicht in Sicht. Nun droht ein Szenario, in dem weitere Verbindungen ausfallen. Streiks sorgen dabei nicht nur für ausbleibende Umsätze, sondern auch zu teils hohen Ansprüchen auf Kompensationen von Seiten betroffener Kunden.
Die VC begründet ihr Vorgehen vor allem damit, dass das Management zu keinerlei Diskussion bereit gewesen sei. Daher sieht man sich offenbar gezwungen, den Druck zu erhöhen. Beim letzten Streik der Kernmarke fielen in der letzten Woche bereits Hunderte Flüge mit zigtausend Passagieren aus. Darauf hätten vermutlich auch die Anleger gut und gerne verzichten können.
Die Lufthansa bleibt im Sinkflug
Die Lufthansa selbst sieht derzeit nur wenig Spielraum, um die Forderung der Gewerkschaften erfüllen zu können. Die Lage hat sich nun auch nicht unbedingt verbessern. Es ist daher zu befürchten, dass der Arbeitskampf sich noch eine Weile hinziehen könnte. Das gefällt den Anlegern freilich nicht, welche die Lufthansa-Aktie weiter in Richtung Süden befördern. Am Dienstagmorgen ließ der Kurs um 1,5 Prozent auf 7,68 Euro nach; im Monatsvergleich summieren die Abschläge sich auf knapp 17 Prozent.
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17.03.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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