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Lufthansa fehlt es am nötigen Wachstum

Umsatz steigt nicht stark genug, für Kurse im zweistelligen Bereich

NTG24 - Lufthansa fehlt es am nötigen Wachstum

 

Der Lufthansa fehlt es an echtem Wachstum. Und das genau ist es, was der Kurs braucht, um in den zweistelligen Bereich zu springen. Doch es gibt durchaus gute Gründe für die Zurückhaltung der Airline. 

Das am schnellsten wachsende Geschäftsfeld der Lufthansa (DE0008232125) ist die Technik. Das sagt alles über den derzeitigen Zustand der Airline aus. Wenn Reparaturen, Wartungen und Überholungen mehr gefragt sind als das eigentliche Kerngeschäft, dann signalisiert das vor allem ein Problem im Passagiergeschäft. Und das liegt in der Ausweitung der Kapazitäten. Man kann nicht schnell genug die Kapazitäten dort ausweiten, wo sie benötigt werden, fliegt insgesamt mit zu vielen leeren Sitzen (Auslastung 83 %) und der Vorstand sorgt sich auch darüber, dass Überkapazitäten im nächsten Branchenabschwung die Airline in die roten Zahlen schicken würden. Man sucht also eine Balance aus Chancen und Risiken, weswegen die Kapazitäten 2026 nur um 4 % ausgeweitet werden. Und zwar auf der Langstrecke, wo man am meisten verdient. 

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Deutsche Lufthansa AG

 

Die Lufthansa legte für 2025 einen Rekordumsatz von 39,6 % vor. Aber man wuchs insgesamt nur um 5 % (Verkehrserlöse nur +3 %), was das grösste Problem der Börse im Hinblick auf die Bewertung der Aktien ist. Um den Kurs in den zweistelligen Bereich zu heben, braucht die Lufthansa ein Umsatzwachstum im mindestens hohen einstelligen Prozentbereich. Die Profitabilität war hingegen im vergangenen Jahr gut und soll sich 2026 „deutlich“ verbessern. Das operative Ergebnis konnte man im letzten Jahr um ordentliche 15 % auf 1,77 Mrd. Euro steigern. Dank einer Vervierfachung des Finanzergebnisses stieg der Vorsteuergewinn aus dem fortgeführten Geschäft sogar um 22 % auf 1,92 Mrd. Euro. Allerdings schlug das Finanzamt zu. Die Steuerlast kletterte erheblich von 11,2 % auf 29,4 %, wodurch für die Aktionäre das Ergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter sank (!) um -3 % auf nur noch 1,34 Mrd. Euro bzw. 1,12 Euro je Aktie. 

 

Lufthansa fehlt es am nötigen Wachstum

 

Treibstoff ist ein elementarer Kostenfaktor für die Lufthansa. Die positive Entwicklung der operativen Profitabilität im vergangenen Jahr ging zu einem wichtigen Teil darauf zurück, dass die Kerosinpreise sehr niedrig waren. Es wäre voreilig, von den aktuellen Preissteigerungen für Treibstoff auf das Gesamtjahr zu schliessen, aber sicher ist, dass die Treibstoffkosten im 1. Quartal steigen werden. Wie lange der Krieg im Iran anhält, ist schwer abzusehen, aber er wird mindestens Wochen dauern, wenn nicht gar Monate. Die entscheidende Frage für die mittelfristige Entwicklung des Ölmarktes ist aber, ob letztendlich das Regime fällt und durch eine demokratische Regierung ersetzt wird. Ist diese kooperativ, kann sich der Ölhahn im Iran wesentlich schneller öffnen und ab der 2. Jahreshälfte mehr Angebot liefern, als viele bisher annehmen. Das Beispiel Venezuela ist eine erste Indikation: Die Öl-Exporte im Februar haben sich verdoppelt. 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDie Lufthansa wird bei den Treibstoffkosten im Verlauf des Jahres viel herausholen können. Ich bin mir sicher, dass die Preise sich relativ schnell beruhigen werden. Eine Verbesserung der Profitabilität bei der Lufthansa sehe ich daher in jedem Fall, auch aufgrund der Ausweitung der Kapazitäten auf der Langstrecke. Zudem hat der Vorstand als letztes Mittel noch eine direkte Umlegung der gestiegenen Treibstoffkosten auf die Ticketpreise. Die Steigerung der Dividende um 10 % ist sehr erfreulich. Für die Leser des Zürcher Finanzbriefs entspricht das einer Bruttodividendenrendite von 5,5 % p. a. Und das zusätzlich zu den starken Kursgewinnen seit Sommer 2024.

Eine konkrete Empfehlung zu dieser Analyse ist den Lesern des Zürcher Finanzbriefes vorbehalten. Den Zürcher Finanzbrief und die zugehörigen Empfehlungen können Sie im Rahmen eines kostenlosen Probe-Abonnements ausgiebig testen.

 

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07.03.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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