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Mit der neuen S-Klasse will Mercedes-Benz wieder im Luxussegment punkten können und vor allem gegenüber chinesischen Konkurrenten aufholen

Kann Mercedes-Benz noch S-Klasse?

NTG24 - Mit der neuen S-Klasse will Mercedes-Benz wieder im Luxussegment punkten können und vor allem gegenüber chinesischen Konkurrenten aufholen

 

Die S-Klasse gilt als Vorzeigemodell von Mercedes-Benz. Zwar können sich nur wenige eine solche Luxuskarosse überhaupt leisten. Als Sehnsuchtsmodell spielt das Fahrzeug aber für die gesamte Kundschaft eine gewisse Rolle. Im vergangenen Jahr konnten gerade noch 11.430 Einheiten abgesetzt werden. Vor einigen Jahren noch verkaufte der Hersteller gut und gerne das Dreifache des margenstarken Modells.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeAb heute kann nun die neueste Variante der S-Klasse vorbestellt werden. Das Facelift wird intern als W223 bezeichnet und stellt die erste Generalüberholung seit 2020 dar. Zwar hat sich Mercedes-Benz (DE0007100000) von seiner Luxusstrategie mittlerweile verabschiedet. Die S-Klasse bleibt aber dennoch ein wichtiges Modell. Einerseits, wie bereits erwähnt, als Flaggschiff und Sehnsuchtsobjekt. Andererseits aber auch als Margenbringer in dunklen Zeiten.

 

 

 

Das „Handelsblatt“ geht sogar so weit und bezeichnet die neue S-Klasse als den „entscheidenden Test“ für Mercedes-Benz. Es handele sich um die aufwendigste Modellüberarbeitung des Herstellers in der bisherigen Geschichte. Vom Erfolg der S-Klasse hänge auch das Vertrauen sowohl der Aktionäre als auch der Belegschaft ab.

 

Alles neu bei Mercedes-Benz

 

Über 2.700 Teile hat Mercedes-Benz bei der neuen S-Klasse nach eigenen Angaben ausgetauscht. Große Änderungen gibt es zudem unter der Haube. Mit der neuen Softwarearchitektur MB.OS soll Rucklern in der Bedienung endlich ein Ende bereitet werden. Das System kommt mit Cockpit-füllenden Bildschirmen daher, welche dem Fahrer Informationen liefern und einem Beifahrer die Nutzung von diversen Apps sowie das Ansehen von Videos und dergleichen mehr erlauben. Das Navigationssystem steigt auf eine Basis von Google Maps in einem angepassten Design um.

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Werbebanner EMH PM TradeNicht fehlen dürfen in einem aktuellen Luxusmodell Funktionen für das autonome Fahren. Die neue S-Klasse kümmert sich auf Wunsch in Städten selbständig um das Anfahren, bremsen, abbiegen und mehr. Weggefallen ist das vollständig autonome Fahren auf Autobahnen. Dies Funktion soll nachgeliefert werden, sobald es für höhere Geschwindigkeiten eine Zulassung gibt. In Europa gibt es eine solche auch für den Stadtmodus noch nicht, was sich im kommenden Jahr ändern könnte. Eine sehr wichtige Käufergruppe für Mercedes-Benz sind aber ohnehin chinesische Autofahrer.

Vor allem im Luxussegment hat Mercedes-Benz im Reich der Mitte in den letzten Jahren an Boden verloren. Dort sind heimische Hersteller immer gefragter, die sich Stück für Stück auch bei hochpreisigen Karossen mausern konnten. Die S-Klasse aus 2020 wirkte regelrecht veraltet, insbesondere bei der für chinesische Kunden wichtigen Software. Für den Gesamtkonzern sind die Verkaufszahlen mit Blick auf die Marge wichtig, welche bei Mercedes-Benz in der jüngeren Vergangenheit immer weiter abgerutscht ist.

 

Geduld ist gefragt

 

Eine neue S-Klasse rettete dem ehemaligen Mercedes-Benz-Chef Dieter Zetsche einst seinen CEO-Posten. Entsprechend groß ist die Hoffnung, dass auch heuer die große Wende gelingen könnte. Experten stellen sich allerdings darauf ein, dass die Absätze sich erst nach einer Weile in der Bilanz bemerkbar machen werden. Zudem könnten geringere Verkaufszahlen des bisherigen Modells die Margen zunächst weiter drücken. Nach dieser Lesart wird es für Mercedes-Benz also wohl erst etwas schlechter laufen, ehe sich Besserung einstellen kann.

Spannend werden zunächst die ersten Reaktionen auf die neue S-Klasse sein. Kann Mercedes-Benz überzeugen und damit ein Stück weit das eigene Renommée wieder auf Vordermann bringen, wäre es nicht die schlechteste Voraussetzung, um mittelfristig ein kleines Comeback anzusteuern. Ob das für den Gesamtkonzern wirklich spielentscheidend sein mag, sei dahingestellt. Schaden kann es aber in keinem Fall, sollte das Top-Modell und das nach dem Verständnis von Mercedes-Benz selbst beste Serienauto auf dem Planeten wieder gefragter sein. Vielleicht könnte das auch der Aktie neuen Schwung verleihen, die nach Korrekturen in den letzten Wochen wieder deutlich unter der 60-Euro-Marke vor sich hindümpelt.

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30.01.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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