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Mercedes-Benz ordnet seine Aufstellung beim autonomen Fahren neu, um damit den Ansprüchen der Kunden besser gerecht zu werden und Kosten einzusparen.

Es kommt bei Mercedes-Benz nicht nur auf das Level an

NTG24 - Mercedes-Benz ordnet seine Aufstellung beim autonomen Fahren neu, um damit den Ansprüchen der Kunden besser gerecht zu werden und Kosten einzusparen.

 

Bereits im Jahr 2021 konnte Mercedes-Benz sich in Deutschland eine Zulassung für autonomes Fahren nach Level 3 sichern. Damit werden Systeme bezeichnet, die unter bestimmten Voraussetzungen vollständig alleine fahren können. Der Fahrer wird zum Passagier und muss die Straße nicht länger im Auge behalten. Bis vor Kurzem war noch geplant, auf dieser Basis weiter aufzubauen.

So sollten künftige Systeme bei Mercedes-Benz (DE0007100000) dem Fahrer etwas das Anschauen von Videos während der Fahrt ermöglichen. Doch wie in einem Artikel des „Handelsblatt“ zu lesen ist, rudert der Stuttgarter Autobauer nun wohl zunächst etwas zurück. Die angedachten Neuerungen werden zunächst gestrichen und Level 3 kommt in der Entwicklung keine Priorität mehr zu.

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Konzentrieren möchte der Konzern sich stattdessen auf Assistenzsysteme, bei denen die Aufmerksamkeit der Fahrer weiterhin gefragt bleibt. Auf der Technologiemesse CES stellte Mercedes-Benz ein System vor, welches in US-Städten selbständig Bremsen, abbiegen und auf Kreuzungen zurechtkommen kann. Der Hersteller klassifiziert das Ganze als Level 2++ und damit nur knapp unter Level 3. Das bringt einige Vorteile mit sich, welche vor allem die Kundschaft wohl zu schätzen weiß.

 

Mercedes-Benz: Hohe Kosten, geringe Nachfrage

 

Als Mercedes-Benz im Jahr 2021 in Deutschland eine Zulassung für Level-3-System erhielt, war dies beschränkt auf Fahrten auf der rechten Spur auf Autobahnen bei gutem Wetter mit einem Fahrzeug voraus und maximal 60 km/h. Später konnte die Geschwindigkeitsgrenze auf 95 km/h gesteigert werden, wo sie bis heute liegt. Allzu rasant ist das allerdings nicht und es bleibt ein gutes Stück entfernt von der Richtgeschwindigkeit auf hiesigen Autobahnen. Zudem bleiben andere Einschränkungen erhalten.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDie Kundschaft tat sich angesichts dessen bislang wohl eher schwer damit, Aufpreise von bis zu 9.000 Euro zu zahlen. Dementsprechend zieht Mercedes-Benz nun die Konsequenzen und konzentriert sich zunächst auf Fahrsysteme, die von den Kunden auch angenommen werden. Das soll gleichzeitig dabei helfen, die Kosten für Forschung und Entwicklung zu drücken, was angesichts mauer Absatzzahlen auch notwendig sein dürfte. Die Entwicklung vollautonomer Systeme ist um ein Vielfaches teurer als es bei Level 2 der Fall wäre.

Aufgegeben hat Mercedes-Benz die nächsten Schritte bei der Technologie freilich nicht. Man lässt sich lediglich etwas mehr Zeit und konzentriert sich bei Level 3 und 4 zunächst auf Robotaxis. Solche sind aufgrund zusätzlicher Sensoren und etlicher Redundanzen zwar nochmal ein gutes Stück teurer als Autos für Privatkunden. Die Flottenkunden zahlen entsprechende Aufpreise aber tendenziell schmerzfreier in der Hoffnung, sich den größten Kostenfaktor in Form der Fahrer künftig sparen zu können. Unter dem Strich ordnet Mercedes-Benz seine Prioritäten neu und stellt sich damit auf die Realität am Markt ein.

 

Auf dem richtigen Weg?

 

Mercedes-Benz spricht recht offen darüber, dass die Nachfrage nach Level-3-Systemen noch längst nicht dort ist, wo der Konzern sie gerne sehen würde. Fast vier Jahre nach der ersten Zulassung klingt das im ersten Moment etwas enttäuschend. Erfreulich für Anleger ist jedoch, dass der Konzern solche Entwicklungen wahrnimmt und darauf entsprechend zu reagieren weiß. Das lässt darauf hoffen, dass Chancen in Zukunft genutzt werden, ohne dafür das Budget über Gebühr zu beanspruchen.

Gleichzeitig blicken die Anleger hoffnungsvoll auf das Jahr 2026 und anstehende Modelle, die endlich für etwas mehr Begeisterung sorgen könnten. An den Aktienmärkten sorgte der frische Optimismus für Kursgewinne von rund 16 Prozent in den vergangenen sechs Monaten. Noch befindet sich die Branche klar im Krisenmodus und Mercedes-Benz bildet da keine Ausnahme. Doch der Abschied von der reinen Luxusstrategie und die Anerkennung von Realitäten am Markt lässt darauf hoffen, dass es von hier aus nur noch bergauf gehen könnte.

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12.01.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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