Die britische Glücksspielbehörde wirft Meta vor, auf Facebook bewusst Werbung von illegalen Glücksspielanbietern zu dulden
Meta selbst sieht wenig Handlungsbedarf
Es ist immer mal wieder Thema, wer auf Facebook eigentlich für was werben darf und welche Pflichten dem Mutterkonzern Meta dabei zukommen. In einem aktuellen Fall fordert die britische Glücksspielbehörde Nachbesserung. Denn offenbar wird bei Facebook munter für teils illegale Angebote geworben.
Wie „Der Aktionär“ berichtet, konnte die Behörde bei einem Blick auf eine frei zugängliche Anzeigenbibliothek gleich mehrere Werbeanzeigen von Anbietern ohne britische Lizenz finden. Solche nutzten das Angebot von Meta (US30303M1027) demnach auch, um mit dem Hinweis „not on Gamestop“ zu werben. Bei Gamestop handelt es sich um eine System in Großbritannien, bei dem sich problematische und potenzielle spielsüchtige Spieler selbst vom Online-Glücksspiel ausschließen können.
Lizenzierte Anbieter sind dazu verpflichtet, eben dieses System zu integrieren. Alle anderen dürfen in Großbritannien kein Online-Glücksspiel betreiben und dementsprechend auch nicht dafür werben. Daher fordern die Behörden, dass Meta selbständig entsprechende Anzeigen entfernen möge. Das Unternehmen hingegen ruft die Behörden auf, mithilfe von KI-Systemen entsprechende Angebote aufzuspüren und Meldungen einzureichen, auf die dann eine Anzeigenentfernung folge.
Das reicht der Glücksspielbehörde allerdings nicht aus. Denn wenn jene die fraglichen Anzeigen bereits recht schmerzfrei ausfindig machen kann, dürfte es für Meta umso einfacher sein. Konsequenzen hat der Konzern aktuell nicht zu befürchten, weshalb das Thema an den Börsen auch kaum weiter Beachtung findet.
Meta: Ist der Ruf erst ruiniert…
Einbringen könnte Meta die lasche Reaktion freilich einen gewissen Imageschaden. Allerdings verfügt der Konzern ohnehin nicht über den besten Ruf und im Vergleich zu Berichten über das bewusste Verstärken negativer Emotionen bei Kindern und Jugendlichen wirkt die Frage um Glücksspielwerbung schon fast harmlos. Eine akute Gefahr für die Aktie ergibt sich nicht. Letztere schwächelt allerdings aus ganz anderen Gründen und gab am Montag nachbörslich um 2,7 Prozent nach. Mit einem Kurs von nur noch etwas mehr als 600 Euro hat der Abstand zum Allzeit-Hoch bei knapp 800 Euro sich deutlich ausgeweitet.
Meta Platforms Inc.-Aktie: Kaufen oder verkaufen?
Die neuesten Meta Platforms Inc.-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Meta Platforms Inc.-Aktionäre. Lohnt sich aktuell ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen?
Konkrete Empfehlungen zu Meta Platforms Inc. - hier weiterlesen...
20.01.2026 - Matthias Eilenbrock

Auf Twitter teilen Auf Facebook teilen
Informiert bleiben - Wenn Sie bei weiteren Nachrichten und Analysen zu einem in diesem Artikel genannten Wert oder Unternehmen informiert werden möchten, können Sie unsere kostenfreie Aktien-Watchlist nutzen.
Folgende Artikel könnten Sie auch interessieren
Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur
Haftungsausschluss - Die EMH News AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Empfehlungen sowie für Produktbeschreibungen, Preisangaben, Druckfehler und technische Änderungen. (Ausführlicher Disclaimer)






09.02.2026
07.02.2026
02.02.2026
30.01.2026