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Meta sichert sich das KI-Netzwerk Moltbook und will damit wohl seine Kompetenzen bei KI-Agenten ausbauen

Meta bleibt weiterhin in Einkaufslaune

NTG24 - Meta sichert sich das KI-Netzwerk Moltbook und will damit wohl seine Kompetenzen bei KI-Agenten ausbauen

 

Wenn es um das Thema Künstliche Intelligenz geht, scheut Meta schon seit Längerem keinerlei Kosten oder Mühen. Etliche Milliarden nimmt die Facebook-Mutter in die Hand, um neue Rechenzentren zu bauen und Entwickler einzustellen. Auch vor Übernahmen schreckt man nicht zurück und greift nun zum erst im Januar gegründeten Netzwerk Moltbook.

Letzteres richtete der Tech-Investor Matt Schlicht erst im Januar ein und verließ sich für die Erstellung nach eigenen Angaben auf von KI erstelltem Code. Bei Moltbook soll es sich um ein soziales Netzwerk für KI-Agenten handeln, die dort weitgehend eigenständig Aufgaben erledigen und auf diverse Webseiten, Apps und Dienste zurückgreifen können. Für Aufsehen sorgte das Portal anfangs besonders aufgrund einiger Äußerungen der KI-Agenten.

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Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Special 4 kleinOffenbar diskutierten die KI-Agenten bei Moltbook munter über philosophische Fragen oder sprachen teils abfällig über menschliche Nutzer. Allerdings ist bis heute ungeklärt, ob solche Äußerungen tatsächlich von der KI selbst stammen, oder nicht doch ein menschlicher Nutzer etwas nachgeholfen hat. Auf der Plattform Reddit lassen sich manche Hinweise dafür finden, dass vielleicht bewusst für vermeintliche Sensationen gesorgt werden sollte. Dementsprechend gehen auch die Meinungen darüber auseinander, welchen Mehrwert Moltbook tatsächlich bieten mag.

 

Meta scheint überzeugt zu sein

 

Für Meta (US30303M1027) scheint das Ganze aber sehr interessant zu sein und wie unter anderem die „New York Times“ berichtet, übernimmt der Tech-Gigant die Plattform mitsamt CEO Schlicht und Organisationschef Benn Parr. Letztere sollen in Zukunft bei Metas Superintelligence-Sparte aktiv werden. Moltbook soll dem Konzern derweil wohl dabei helfen, neue Möglichkeiten dafür zu finden, wie KI-Agenten für die eigenen Nutzer in Zukunft noch mehr Aufgaben erledigen können. Über einen Kaufpreis wurden keinerlei Angaben gemacht.

 

 

 

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Während Meta weiterhin vor allem Chancen erkennt und im Bereich KI immer weiter zu wachsen gedenkt, erkennen Kritiker in Moltbook vor allem ein Warnsignal. Der KI-Forscher Nate Soares sprach in einem Interview mit dem „Handelsblatt“ im Februar davon, dass Moltbook zeige, wie unberechenbar sich KIs verhalten, wenn sie frei schalten und walten können. In solchen Fällen würde sie lauter Dinge tun, die nie jemand von ihnen verlangt hätte. Meta scheint das aber nicht weiter zu stören.

Das Ganze passt sogar ein wenig zu Metas großem Ziel, möglichst als erstes eine sogenannte Allgemeine Künstliche Intelligenz zu erschaffen. Darunter wird ein System verstanden, welches dem menschlichen Verstand in mindestens einer, vorzugsweise aber allen Angelegenheiten klar überlegen ist, tatsächlich zu denken imstande ist und auch über eine Art Bewusstsein verfügt. Allerdings bestehen unter Experten auch Zweifel daran, ob sich so etwas mit den bisherigen Ansätzen überhaupt erreichen lässt. Immer mehr Rechenleistung führte bisher nicht zum Ziel.

 

Meta kann nicht mehr begeistern

 

Meta lässt sich von kritischen Stimmen weiterhin nicht stören und setzt die massiven Investitionen im KI-Bereich fort. Das wurde an der Börse eine ganze Weile lang durchaus mit Vorfreude verfolgt. Die Stimmung hat sich aber schon seit einer Weile eingetrübt. Umsätze und Gewinne können sich nicht im gleichen Tempo entwickeln wie die Ausgabenseite, was zunehmen für Skepsis sorgt. Am Donnerstag gab die Meta-Aktie um 2,6 Prozent auf 638,18 US-Dollar nach und weitere den Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei knapp 800 Dollar aus.

Der Bilanz wird der Zukauf von Moltbook sehr wahrscheinlich nicht weiterhelfen. Gesetzt wird vor allem auf Erkenntnisgewinne und das Personal der Plattform. Das mag in der Zukunft vielleicht tatsächlich für neue Durchbrüche sorgen. Doch sind die Aussichten darauf viel zu vage, als dass die Bullen sich schon zu Aktienkäufen hinreißen lassen würden. Wie genau mit KI in Zukunft die Bilanzen in einem ähnlichen Maßstab anschwellen sollen, wie es auf der Ausgabenseite bereits passiert ist, darüber können Anleger und vermutlich auch Meta selbst weiterhin nur mutmaßen.

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13.03.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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