MiniMax IPO ein voller Erfolg
MiniMax verdoppelt Unternehmenswert am ersten Handelstag
Der AI-IPO-Boom in China geht weiter. Am Freitag ist neu MiniMax an die Börse gekommen, die sich auf die Fahne geschrieben hat, zur Nr. 1 in China zu werden. Ein ambitionierter Plan, aber die vorgelegten Wachstumsraten sprechen eine deutliche Sprache.
Die Burnrate von MiniMax (KYG6181S1093) ist beachtlich. Das neu in Hongkong gelistete AI-Unternehmen wächst dreistellig, aber die Verluste sind bisher auch enorm. Aktuell fährt MiniMax mit einer Burnrate von 10 - für jede Einheit Umsatz macht man 10 Einheiten Verlust. Umgerechnet in US-Dollar hat man in den ersten neun Monaten des letzten Jahres rund 53,44 Mio. US-Dollar erlöst. Ein beachtlicher Umsatzsprung von 175 % im Vergleich zu den 19,45 Mio. US-Dollar, die MiniMax in den ersten neun Monaten 2024 erlöste. Aber:
Der Verlust bis Ende September erreichte -512 Mio. US-Dollar. Dass Start-ups Verluste machen, ist nichts Neues und auch nicht zwingend etwas Negatives. Vor allem, wenn man eine derart hohe Wachstumsrate vorweisen kann und im Zweifel die Erwartung besteht, dass die Wachstumsraten weiter hoch bleiben werden.
MiniMax fällt innerhalb seiner Peer-Group auch nicht negativ auf. Grosse amerikanische Konkurrenten wie Anthropic, OpenAI oder xAI weisen derzeit ähnliche Burnrates aus. xAI, die Mutter von Grok, hat beispielsweise im selben Zeitraum -7,8 Mrd. US-Dollar verbrannt. Keine Papierverluste, sondern echte Ausgaben. Das Geld geht bei xAI im Kern vor allem für den Aufbau von neuen Rechenzentren, die Entwicklung und das Training der Modelle drauf. Die Wachstumsrate bei xAI liegt aktuell bei rund 100 % und man konnte im September-Quartal einen Umsatz von 107 Mio. US-Dollar ausweisen. Gemessen am Verlust für das September-Quartal von -1,46 Mrd. US-Dollar fährt xAI derzeit also eine Burnrate von 13,6 %. So gesehen liegt MiniMax gar nicht schlecht im Rennen.
Wachstumsraten von 175 % ziehen Investoren an
MiniMax bietet sowohl seine LLMs als auch konkrete Applikationen zur Nutzung an. Die LLMs sind multimodal, können also nicht nur mit Textantworten auf Textfragen reagieren, sondern können aus Prompts auch Audio, Bilder, Musik und Videos generieren. Diese Features bietet MiniMax beispielsweise über seine Applikation HailuoAI an. Mit Talkie AI wiederum bietet man die Konversation mit AI-Charakteren an. Das eigentliche LLM dahinter - aktuell MiniMax M2.1 - ist wie üblich per API zu erreichen und wird dann je nach Verbrauch abgerechnet.
Die Performance ist nicht spitze, aber im Spitzenbereich. In Spezialbereichen sticht die AI heraus, aber in breit angelegten Benchmarks kommt M2.1 nicht mit grossen Konkurrenten wie Gemini oder ChatGPT mit. Aber, und darauf legt man besonderen Wert, man kommt besser als der heimische Konkurrent DeepSeek weg. Das Unternehmen gibt 212 Millionen individuelle Benutzer weltweit für die eigenen AI-Modelle und AI-Applikationen an. Man gibt allerdings nicht an, ob es sich dabei um wiederkehrende Benutzer handelt oder um kumulative Zahlen. Im Zweifel ist es letzteres, was auch mit dem bisher erzielten Umsatz zusammenpasst.
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10.01.2026 - Mikey Fritz

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