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Münchner Rück: Gelingt der Ausbruch?

Sind weitere Corona-Rückstellungen nötig?

 

In der Berichtssaison zum zweiten Quartal, dem wohl schlimmsten Quartal unter dem Einfluss der Corona-Pandemie, geht es derzeit Schlag auf Schlag. Morgen wird ein weiteres Schwergewicht aus dem DAX seine Zahlen präsentieren. Denn der Versicherungskonzern Münchener Rück wird berichten, wobei es hier eigentlich nur noch um die Details geht.

Denn schon vor gut zwei Wochen hatte der Konzern vorläufige Gewinnzahlen mitgeteilt. Damals stellte das Unternehmen einen Gewinn von rund 600 Millionen Euro in Aussicht. Was schon eine sehr positive Überraschung darstellte, da der Analystenkonsens bislang nur bei 450 Millionen Euro lag. Allerdings sind auch diese Zahlen, und soweit zu Corona, rund 40 % unter dem Vorjahresniveau.

 

Was die Anleger interessieren dürfte

 

Entsprechend dürften zwei Aspekte bei der Berichtsvorlage eine Rolle spielen. Einerseits natürlich die Frage nach den weiteren Schaden-Rückstellungen. Im zweiten Quartal hatte Münchner Rück rund 700 Millionen Euro für versicherte Pandemie-Folgen zurückgestellt und damit für das gesamte erste Halbjahr rund 1,5 Milliarden Euro. Entsprechend wird der Markt daran interessiert sein, ob der Versicherungskonzern hier weitere Rückstellungen darüber hinaus für nötig hält.

Und dann wäre natürlich noch die Frage des Ausblicks. Ende März hatte der Konzern wie viele andere Unternehmen auch seine Prognose, die von einem Jahresgewinn von 2,8 Milliarden Euro ausging, gestrichen. Bislang gab es aber die Sprachregelung, dass man nicht damit rechnet, im Gesamtjahr in die roten Zahlen zu rutschen. Das will der Markt sicher nun bestätigt wissen. Zumal die Analysten im Schnitt damit rechnen, dass die Münchner Rück trotz Corona und der anstehenden Hurrikan-Saison einen Gewinn von 1,7 Milliarden Euro erwirtschaften kann.

 

Schafft die Aktie den Break?

 

Fazit: Die Aktie konnte bislang ihre 50-Tage-Linie bestätigen und ist jetzt dabei, die 200-Tage-Linie zu testen. Entsprechend dürfte sich morgen entscheiden, ob ihr der Break gelingt. Dann wäre als nächstes die Widerstandszone bei rund 242 Euro im Visier. Ein Ausbruch darüber wurde dann entsprechend ein starkes Kaufsignal senden. Das gilt es zu beobachten.

 

Chart Münchner Rück

 

05.08.2020 - Carsten Müller - cm@zuercher-boersenbriefe.ch

 









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