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Netflix sorgt für gute Stimmung, Entlassungswelle bei Alphabet, Amazon investiert in die Cloud und Apple anscheinend mit Problemen bei AR-Brille

Hält der Aufwärtstrend weiter an?

NTG24 - Netflix sorgt für gute Stimmung, Entlassungswelle bei Alphabet, Amazon investiert in die Cloud und Apple anscheinend mit Problemen bei AR-Brille

 

Rezessionssorgen führten zu einem deutlichen Dämpfer in der recht eindrucksvolle Aufwärtsbewegung an den Märkten zu Jahresbeginn und der DAX musste in dieser Woche wieder rote Vorzeichen hinnehmen. Zum Wochenende zeigten die Anleger sich aber einigermaßen versöhnlich, was zu weiten Teilen Vorgaben aus den USA und besonders der dortigen Tech-Konzerne zu verdanken ist.

Besonders gefreut haben sich die Börsianer über gute Zahlen von Netflix (US64110L1061). Dort ging es mit den Abonenntenzahlen im vierten Quartal 2022 steil nach oben und das in einem größeren Ausmaß, als es Analysten oder das Unternehmen selbst zuvor prognostiziert hatten. Der Streaming-Anbieter freut sich auch über schwarze Zahlen im Gesamtjahr, was in der Branche alles andere als selbstverständlich ist.

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Angetrieben davon konnte nicht nur die Netflix-Aktie am Freitag um rund fünf Prozent zulegen. Quer durch die Bank zeigten sich im Tech-Segment grüne Vorzeichen und nach Ansicht vieler Beobachter war das mit einer der Gründe dafür, dass die Kurse sich wieder etwas erholen konnten. Damit bleibt die Aussicht auf eine Fortsetzung der Erholung erst einmal vorhanden.

 

Alphabet schnallt den Gürtel enger

 

Alphabet (US02079K3059) blickte gestern auf Kursgewinne von 5,07 Prozent, was auf eine neuerliche Entlassungswelle zurückzuführen ist. Nachdem viele Konkurrenten eine solche bereits ankündigten, folgt nun auch die Google-Mutter diesem Beispiel. Rund 12.000 Stellen wollen wohl wegrationalisiert ist, was ein nicht unwesentlicher Anteil der Belegschaft ist. Die Anleger reagierten darauf recht erfreut, was nicht an bösem Willen gegenüber den Betroffenen liegt.

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Werbebanner ClaudemusStattdessen wird das Ganze als logischer Schritt angesehen, nachdem Alphabet während der Pandemie im großen Stil Mitarbeitert anwarb, von denen nach einer sinkenden Nachfrage viele schlicht nicht mehr gebraucht werden. Mit Blick auf die noch immer drohende Rezession wird es dem Konzern von den Anteilseignern auch angerechnet, dass die laufenden Kosten zunächst reduziert werden. Das spricht zwar nicht unbedingt für weitere Wachstumsaussichten in der nahen Zukunft, was an den Märkten aber in dieser Phase offensichtlich auch gar nicht zwingend erwartet wird.

 

Amazon setzt auf die Cloud

 

Auch bei Amazon (US0231351067) wurde bereits vor einer Weile eine größere Entlassungswelle angekündigt, doch der Online-Gigant hat längst nicht überall den Sparstrumpf übergestülpt. Für das wichtige Cloud-Geschäft sind massive Investitionen vorgesehen, die sich bis zum Jahr 2040 auf schwindelerregende 35 Milliarden USD belaufen sollen. Damit sollen unter anderem 1.000 neue Arbeitsplätze entstehen, ansonsten dürfte auch ein breit angelegter Ausbau der Server-Infrastruktur anstehen.

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Werbebanner EMH PM TradeNatürlich ist das Ganze ein teurer Spaß, für Amazon ist der Schritt aber sinnvoll. Das Cloud-Geschäft hat sich längst zu einem der wichtigsten Standbeine gemausert und war kürzlich eines der wenigen Felder, welches trotz unzähliger Krisen ein verlässliches Wachstum vorweisen konnte. Auch die Anleger stehen den Investitionen positiv gegenüber. Die Amazon-Aktie konnte am Freitag um 2,54 Prozent zulegen und sich an den hiesigen Märkten bis auf 88,34 Euro steigern.

 

Keine AR-Brille von Apple?

 

Bei Apple (US0378331005) mussten die Anleger sich hingegen mit Zugewinnen in Höhe von 0,5 Prozent begnügen. Dass die Kursgewinne hier sehr überschaubar ausfielen, dürfte auch an neuerlichen Gerüchten rund um die noch immer nicht offiziell vorgestellte AR-Brille des Unternehmens liegen. Jene liegt Insidern zufolge derzeit auf Eis, da Apple es bisher wohl nicht geschafft hat, sein angestrebtes Designziel einer kleinen und leichten Brille in die Tat umzusetzen.

Fest gerechnet wird noch immer damit, dass Apple im Laufe des Jahres eine Mixed-Reality-Brille nach dem Vorbild der Oculus Quest vorstellen wird. Für jene rechnen sich an den Märkten aber nur wenige Chancen auf den nächsten ganz großen Durchbruch aus. Denn zum einen blieb ein solcher bei anderen Geräten bisher weitgehend aus und zum anderen wird das Gerät von Apple laut für gewöhnlich gut informierten Personen in den sozialen Netzwerken nicht ganz billig. Die Preise für die Brille könnten sich zwischen 1.500 und 3.000 USD bewegen.

 

Nervöse Anleger

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeWas der Handel am Freitag mal wieder eindrucksvoll gezeigt hat, ist die hohe Nervosität der Anleger. Selbst auf eher kleine Meldungen und Gerüchte gibt es teils massive Reaktionen und in dieser Hinsicht schlägt die Furcht vor einem wirtschaftlichen Abschwung noch immer voll durch. Auch wenn der DAX sich letztlich noch über 15.000 Punkten halten konnte und es allgemein Hoffnungen auf ein freundliches Jahr 2023 an den Börsen gibt, so ist weiterhin zur Vorsicht zu raten. Der nächste Kursrutsch könnte nur eine Meldung weit entfernt sein.

 

21.01.2023 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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