Die deutsche Bundesregierung bringt Pläne für eine Digitalsteuer voran, welche unter anderem auf Streaming-Anbieter wie Netflix abzielt
Wird es für Netflix bald teurer in Deutschland?
Bereits im Koalitionsvertrag haben CDU/CSU und SPD festgehalten, eine Digitalsteuer für internationale Großkonzerne zu prüfen. Nun schein es bei dem Vorhaben voranzugehen. Das Präsidium der SPD beschloss am gestrigen Montag eine medienpolitische Grundsatzvorlage und bekam dafür auch bereits Zustimmung einiger Vertreter des Koalitionspartners signalisiert.
Vorgesehen ist in dem Papier unter anderem, zusätzliche Einnahmen aus einer Digitalsteuer für die Stärkung lokaler und regionaler Medienangebote zu nutzen. Vizekanzler und SPD-Vorsitzender Lars Klingbeil sprach sich dafür aus, unabhängigen Qualitätsjournalismus zu finanzieren, der für die Demokratie und Meinungs- sowie Medienvielfalt von großer Bedeutung sei. Tatsächlich ließ sich in den letzten Jahren beobachten, wie zahlreiche kleinere Lokalzeitungen und TV-Sender die weiße Flagge hissten.
Speziell Anbieter wie Netflix (US64110L1061) werden mit dem Vorhaben ins Visier genommen. Jene sollen in Zukunft einen festen Anteil der in Deutschland erzielten Umsätze in die Produktion heimischer Inhalte stecken müssen. Das entspricht weitgehend der gängigen Praxis anderer europäischer Länder. Für Netflix wäre es dennoch eine Belastung in einem der größten und wichtigsten Märkte Europas.
Widerstand könnte es gegen das Vorhaben noch aus dem Weißen Haus geben. US-Präsident Donald Trump drohte in der Vergangenheit bereits mit Zöllen gegen all jene Staaten, die es wagten, eine Digitalsteuer gegen US-Unternehmen zu erheben. Auf das jüngste Papier der SPD gibt es aus Washington bisher noch keine Reaktion.
Netflix: Kein Grund zur Panik
Angesichts des Tempos der Bundesregierung aus dem vergangenen Jahr müssen sich Anleger von Netflix wohl keine Gedanken darum machen, dass die Digitalsteuer über Nacht kommt. Zudem würde der Konzern auch damit noch gute Geschäfte in Deutschland machen. Das Ganze wäre im Fall der Fälle mehr ein kleines Ärgernis als eine tatsächlich große Bedrohung. Eben so wird das Ganze auch an der Börse behandelt, wo die Blicke sich weiterhin auf die anvisierte Übernahme von Warner Bros. richten.
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27.01.2026 - Matthias Eilenbrock

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