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Netflix gibt seine Übernahmeavancen für Warner Bros auf und sorgt damit für große Erleichterung bei den Aktionären

Auf einen endlosen Bieterkrieg will sich Netflix nicht einlassen

NTG24 - Netflix gibt seine Übernahmeavancen für Warner Bros auf und sorgt damit für große Erleichterung bei den Aktionären

 

Seit Monaten schon tobt die Übernahmeschlacht um Warner Bros. Eigentlich hatte sich das Studio bereits auf eine Übernahme von Netflix geeinigt, wofür knapp 83 Milliarden US-Dollar fließen sollten. Doch Paramount ließ nicht locker und erhöhte seinerseits munter den Kaufpreis bis auf zuletzt 111 Milliarden Dollar. Bei diesem Spielchen will Netflix aber nicht länger mitmachen.

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Am Donnerstag teilte der Streaming-Gigant mit, sein Übernahmeangebot für Warner Bros zurückzuziehen. Das Management sagte dazu, dass Warner Bros von Beginn an ein „nice to have“ gewesen sei. Man wolle aber nicht den Preis immer weiter in die Höhe treiben. Laut einem Bericht von CNBC war Ted Sarandos, seines Zeichens Co-CEO von Netflix (US64110L1061), im Vorfeld im Weißen Haus zu Besuch. Dort heißt es aber, dass er dort nicht Donald Trump getroffen habe.

Was auch immer die Beweggründe gewesen sein mögen: Netflix wirft das Handtuch und macht damit grundsätzlich den Weg für eine Übernahme von Warner Bros durch Paramount frei. Das sorgt an der Börse nicht für Bestürzung. Die Anleger scheinen es stattdessen sehr zu begrüßen, dass Netflix sich für das Vorhaben nicht in Unkosten zu stürzen gedenkt. Die Aktie legte am Donnerstag nachbörslich um rund neun Prozent zu.

 

Bleibt noch eine Chance für Netflix?

 

Ganz über die Bühne ist die Angelegenheit allerdings noch nicht. Bevor es zum Closing kommt, werden noch die Aufsichtsbehörden dem Merger von Warner Bros und Paramount zustimmen müssen. Nachdem Paramount sich bereits Skydance einverleibt hat, ist eine Zustimmung noch lange nicht in Stein gemeißelt. Die Wettbewerbshüter könnten durchaus zu dem Schluss kommen, dass Paramount dadurch zu viel Marktmacht auf sich konzentriert.

Sollte es dazu kommen, würde sich auch die Tür für Netflix wieder öffnen. Das ist zwar ein sehr spekulatives Szenario, aber eben keine Unmöglichkeit. Erhält Paramount hingegen den Segen der Behörden, so steht Netflix eine Milliardenzahlung aufgrund des geplatzten Deals mit Warner Bros zu. Unter dem Strich dürfte der Konzern also so oder so mit einem Gewinn aus der Angelegenheit hervorgehen.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeNicht leichter wird es allerdings in Zukunft beim Konkurrenzkampf. Bei den letzten Zahlen von Warner Bros zeigte sich ein ansehnliches Wachstum im Streaming-Geschäft. Bündeln Paramount und Warner Bros hier ihre Marktmacht, so entsteht ein Konkurrent, der Marktführer Netflix durchaus das Fürchten lehren könnte. Da dort nun auch Marken wie „Harry Potter“ nicht ins Portfolio finden, ist der Anbieter vielleicht noch mehr auf überzeugende Eigenproduktionen angewiesen.

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28.02.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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