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BASF steuert auf weiterhin schwierige Zeiten zu, Lanxess warnt schon länger vor einer tiefen Krise und Covestro verabschiedet sich – BÖRSE TO GO

Die deutschen Chemiekonzerne müssen sich auch im Jahr 2026 auf Gegenwind einstellen

NTG24 - BASF steuert auf weiterhin schwierige Zeiten zu, Lanxess warnt schon länger vor einer tiefen Krise und Covestro verabschiedet sich – BÖRSE TO GO

 

Das Ende eines Börsenjahres ist stets verbunden mit dem Blick auf das kommende Jahr. Gerade Titel aus Krisenbereichen rücken häufig in den Fokus der Börsianer, könnte sich dort mit einem neuen Jahr doch auch eine Chance für ein Comeback ergeben. Doch im Falle der Chemiebranche könnte Optimismus momentan in die falsche Richtung führen.

Die kriselnde Branche war im Jahr 2025 kaum daran beteiligt, dass der DAX munter Rekorde schreiben konnte und nun, so der letzte Handelstag heute nicht noch für eine Überraschung sorgt, mit mehr als 24.000 Punkten ins Jahr 2026 übergehen wird. Bei nur wenig Bewegung reichte es gestern für eine Schlusskurs von 24.351 Zählern. Damit bleibt das Allzeit-Hoch in Höhe von 24.771 Punkten in Schlagweite.

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An der Wall Street wurden zu Beginn der letzten Handelswoche vor allem Gewinne mitgenommen. Das schickte den Dow Jones um etwa ein halbes Prozent in die Tiefe und der Nasdaq 100 rutschte um 0,6 Prozent auf 25.480 Punkte im Handel am Nachmittag. herab. Letzteres lässt sich aber sehr gut verkraften, konnten sich erst kürzlich neue Rekorde gemeldet werden.

In Hongkong gab es ähnliche Verluste zu sehen und Rekorde konnte der Hang Seng zuletzt im Oktober aufstellen. Neuerliche Sorgen um den Zustand der Immobilienbranche sowie schwächelnde chinesische Autohersteller drückten in den letzten Wochen etwas auf die Stimmung. Sehen lassen kann sich die Jahresbilanz dennoch. Der Index verbesserte sich um etwas mehr als 30 Prozent bis auf 25.635 Punkte zum gestrigen Handelsschluss.

 

Es wird noch ungemütlicher für BASF

 

China ist mit ein Grund dafür, dass die Aktie von BASF (DE000BASF111) auch im Jahr 2025 keinen Weg aus dem Kurskeller hinaus fand. Zwar hat der Chemiekonzern seine Kosten erfolgreich gesenkt und den Fokus auf lukrative Bereiche gelegt. Dazu war man aufgrund der zunehmenden Konkurrenz aber letztlich auch gezwungen. Denn die Konkurrenz aus Fernost wird noch stärker. Wie eine Analyse des „Handelsblatt“ offenbart, stiegen die Importe in der Chemiebranche aus China weiter an. Bereits im Herbst wurden die Jahreszahlen aus 2024 übertroffen. Die BASF-Aktie konnte sich zuletzt etwas verbessern, doch Zuversicht sieht anders aus.

 

Lanxess blickt vorsichtig in die Zukunft

 

Hoffnungen auf eine große Erholung macht Lanxess (DE0005470405) sich schon länger nicht mehr. Im November warnte das Unternehmen bereits vor einer der schwersten Krise der chemischen Industrie seit 30 Jahren. Daraus lässt sich ableiten, dass Konkurrenz- und Preisdruck auch im kommenden Jahr hoch ausfallen werden. Dafür spricht auch, dass nicht nur China verstärkt Überproduktionen nach Europa umleitet. Auch die Importe aus den USA steigen signifikant an. Unternehmen wie Lanxess können das Spielchen mitspielen und mit Preisreduzierungen ihre Marge schrumpfen lassen, oder aber sie riskieren deutliche Rückgänge bei den Absätzen. Beides bereitet den Anlegern wenig Freude. Dementsprechend überrascht es nicht, dass die Lanxess-Aktie 2025 um rund ein Viertel an Wert verloren hat.

 

Covestro: Der Abschied ist besiegelt

 

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Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Covestro (DE0006062144) konnte sich dem Abwärtstrend im Segment nur dank der Übernahme durch Adnoc erwehren, wodurch fundamentale Entwicklungen vollständig in den Hintergrund rückten. Wie kürzlich bekannt wurde, konnte die neue Eignerin sich bereits über 95 Prozent der Anteilsscheine sichern. Damit wurde die notwendige Schwelle für einen Squeeze-Out überschritten. Jene Option soll nun auch gezogen werden, sodass der Abschied Covestros von der Börse ansteht. Die verbleibenden Anleger stellen sich auf eine Abfindung ein. Die kann höher als das Übernahmeangebot in Höhe von 63 Euro ausfallen. Einen Automatismus dafür gibt es aber nicht.

 

Tagestermine

 

Zum Jahresende stehen weiterhin keine allzu wichtigen Termine an. Eine Handvoll neuer Daten aus Europa zum Einzelhandel und Erzeugerpreisen bringt keine nennenswerte Sprengkraft mit. Bei den Unternehmen geht es noch ruhiger zu. Zahlen stehen momentan überhaupt nicht an. Stattdessen gibt es lediglich die eine oder andere Hauptversammlung bei Unternehmen, von denen viele Anleger noch nie etwas gehört haben dürften.

 

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30.12.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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