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Intel schießt weiter in die Höhe, Qualcomm trotzt Speicherengpässen und Vorfreude bei AMD – BÖRSE TO GO

Im Hardware-Segment herrscht beste Laune

NTG24 - Intel schießt weiter in die Höhe, Qualcomm trotzt Speicherengpässen und Vorfreude bei AMD – BÖRSE TO GO

 

Der KI-Boom bleibt eines der zentralen Themen an der Börse und auch der maßgebliche Grund dafür, dass die Märkte dem Irankrieg und hohen Ölpreisen erstaunlich gut trotzen können. Zwar gibt es auch Skepsis, insbesondere mit Blick auf die immer höheren Ausgaben der Software-Konzerne. Genau die sorgen aber für immer größere Fantasien, wenn es um die weitere Entwicklung der Chiphersteller geht.

Beim Dow Jones waren es am Mittwoch letztlich die Ölpreise und die Sorge vor Inflation sowie der weiteren Zinsentwicklung, welche die Richtung vorgaben. Nachdem die Preise für ein Barrel der Nordseesorte Brent die wichtige Linie von 120 US-Dollar überschritten, zogen die Börsianer sich eher zurück. Der Dow Jones gab um 0,6 Prozent auf 48.862 Punkte nach. Die Euphorie im Hardware-Segment stützte hingegen den Nasdaq 100, der um 0,6 Prozent auf 27.187 Punkte zulegen konnte.

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In Deutschland spielen Chips zwar durchaus eine Rolle, aber nur eine untergeordnete. Über den neuerlichen Ölpreisschock kann das Ganze hierzulande nicht hinwegtrösten. Erschweren hinzu kam eine Meldung des Statistischen Bundesamts, laut der die Inflationsrate sich bedingt durch den Irankrieg wieder in Richtung drei Prozent begibt. Der ohnehin nur zarte Aufschwung droht im Keim erstickt zu werden. Der DAX gab gestern um 0,3 Prozent auf 23.955 Punkte nach.

Asien leider potenziell noch mehr als Europa unter galoppierenden Ölpreisen und möglichen Engpässen. Dementsprechend sind die Sorgen der Anleger in fernöstlichen Gefilden noch ausgeprägte. In China kommt ein kriselnder Automarkt und die nicht enden wollende Immobilienkrise hinzu. Der Hang Seng wertete am Donnerstag bis zum Nachmittag lokaler Zeit um 1,2 Prozent auf 25.790 Punkte ab. In Tokio gab der Nikkei 225 zur selben Zeit um 1,1 Prozent bis auf 59.245 Punkte nach.

 

Intel kennt kein Halten mehr

 

Wenig Sorgen machen sich die Börsianer um die Aktie von Intel (US4581401001). Vor wenigen Tagen überraschte der Chiphersteller mit hervorragenden Zahlen, welche vor allem eine brachiale Nachfrage nach klassischen CPUs für KI-Rechenzentren zeigten. Damit stieg das Unternehmen endgültig in den Club der KI-Gewinner auf. Es zeichnet sich eine Zukunft ab, in der sämtliche Chips mit üppiger Marge verkauft werden und sogar beim chronisch defizitären Fertigungsgeschäft zeichnet sich Besserung ab. Die Rallye setzte sich gestern mit Zugewinnen von zwölf Prozent fort; der Kurs landete zu Handelsschluss bei 94,75 US-Dollar.

 

Qualcomm: Getrieben von der Hoffnung

 

Die Zahlen von Qualcomm (US7475251036) fielen nicht ganz so überragend aus wie bei Intel. Profitieren konnte der Chipkonzern von einer stark gestiegenen Nachfrage im Automotive-Segment. Engpässe bei Speicher sorgten hingegen für Rückgänge bei Smartphone-Chips. Letzteres störte die Anleger aber nicht weiter, da auch hier Fantasien rund um das Datacenter-Geschäft klar im Vordergrund stehen. Mit der Aktie ging es nachbörslich um 11,4 Prozent aufwärts und damit auf den höchsten Stand seit Mitte Januar.

 

Kann auch AMD punkten?

 

Bei AMD (US0079031078) lassen die Quartalergebnisse noch bis Anfang Mai auf sich warten. Nach den guten Vorgaben der Mitbewerber sind die Anleger aber schon mal bester Dinge. Der Aktienkurs zog hier am Mittwoch um 4,3 Prozent bis auf 337,11 Dollar an und die Zugewinne auf 5-Tages-Sicht summierten sich auf 11,1 Prozent. Der Hype zieht sich durch das gesamte Segment, allerdings warnen einige Analysten auch vor zu viel Zuversicht und möglichen Korrekturen. Bleibt abzuwarten, ob die Ergebnisse von AMD eher den Skeptikern oder doch den Fürsprechern in die Hände spielen werden.

 

Tagestermine

 

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Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Special 4 kleinEs geht heute spannend weiter mit diversen Wirtschafsdaten, welche auch aus Deutschland und den USA erwartet werden. Außerdem richtet der Blick sich natürlich weiterhin auf den Nahen Osten und die Ölpreise. Die Berichtssaison geht derweil weiter, unter anderem mit Zahlen von Apple, BASF, DHL und Volkswagen. Langeweile dürfte da nicht aufkommen, auch wenn hierzulande eher nicht mit einer derart euphorischen Stimmung wie bei den US-Chipherstellern zu rechnen ist.

 

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30.04.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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