Nachdem Nintendo mit der Switch 2 bereits Verkaufsrekorde brechen konnte, erreicht nun auch der Vorgänger einen beeindruckenden Meilenstein
Die Switch wird Nintendos meistverkaufte Konsole
Als Nintendo vor fast zehn Jahren seine Spielekonsole Switch enthüllte, traf den Hersteller noch viel Skepsis. Durch das Netz ging ein großes Raunen. Das Gerät wurde als zu schwachbrüstig und zu teuer angesehen und nicht wenige vermuteten nach der Wii U bereits den nächsten Flop. Solche Prognosen sind allerdings gar nicht gut gealtert.
Denn tatsächlich schaffte Nintendo (JP3756600007) mit der Switch einen massiven Erfolg, dem nun die Krone aufgesetzt wurde. Wie das Portal „vgchartz.com“ berichtet, stiegen die Absatzzahlen der Switch laut den Schätzungen des Portals auf 154,16 Millionen Einheiten. Damit hat die Plattform den Nintendo DS überholt, der insgesamt 154,02 Millionen Mal abgesetzt werden konnte. Die Switch ist damit nun die meistverkaufte Nintendo-Konsole aller Zeiten, und sie muss damit noch nicht am Ende angekommen sein.
Nintendo hat noch eine gute Chance darauf, auch die PlayStation 2 einzuholen und damit den Titel für die meistverkaufte Spielekonsole überhaupt einzuheimsen. Überstiegen werden muss dafür die Marke von 160 Millionen verkauften Einheiten. Zwar haben die Verkäufe seit der Einführung der Nachfolgerkonsole spürbar nachgelassen. Vor allem in Japan scheint die erste Switch aber noch recht beliebt zu sein und sie wird auch weiterhin mit neuen Spielen versorgt. In wenigen Wochen steht etwa der Release von „Tomodachi Life: Wo Träume wahr werden“ an. Dabei handelt es sich um eine der erfolgreichsten Serien von Nintendo. Der Vorgänger auf dem 3DS verkaufte sich schätzungsweise sieben Millionen Mal.
Nintendo bessert bei der Switch 2 nach
Passend zum neuen Meilenstein lieferte Nintendo bei der Switch 2 kürzlich ein von den Fans lange gewünschtes Feature nach. Auf Wunsch lassen sich Switch-1-Spiele künftig im Handheld-Modus so spielen, als würden sie von einer ursprünglichen Switch im Dock-Modus betrieben. In der Praxis bedeutet das eine deutlich höhere Auflösung und in einigen Fällen mehr Effekte sowie höhere Bildraten. Die ersten Erfahrungsberichte klingen ausgesprochen positiv. Allerdings schränkt Nintendo ein, dass es auch Einschränkungen geben kann. So lässt sich im sogenannten „Boost-Modus“ beispielsweise nicht mehr der Touchscreen verwenden.
Nachgebessert wird bei der Switch 2 auch beim Akku, allerdings nur in Europa. Dort sehen regulatorische Vorgaben vor, dass ab Anfang 2027 Batterien in Geräten einfacher austauschbar sein müssen. Genau diesem Anspruch will Nintendo mit einer neuen Variante der Switch 2 mit wechselbarem Akku gerecht werden. Ob der Akku dadurch kleiner wird oder sonstige Abstriche in Kauf genommen werden müssen, bleibt noch abzuwarten.
Unter dem Strich bleibt Nintendo auf dem Erfolgszug. Die Switch 2 verkauft sich nach wie vor blendend. In der einen oder anderen Woche schwächelten die Absätze zwar etwas. Dennoch handelt es sich bisher um die am schnellsten verkaufte Spielekonsole aller Zeiten. Das kürzlich veröffentlichte „Pokémon Pokopia“ entwickelte sich zudem zu einem Überraschungserfolg, der Medienberichten zufolge auch die Absatzzahlen der Hardware ankurbeln konnte.
Anleger in der Defensive
Trotz zahlreicher erfreulicher Neuigkeiten tut die Nintendo-Aktie sich weiterhin etwas schwer. Das Papier notiert derzeit noch rund elf Prozent tiefer als zu Jahresbeginn und seit den Höchstständen aus dem vergangenen Jahr ging es sogar schon um etwa 40 Prozent abwärts. Bemerkbar machen sich hier vor allem Sorge um die Preisgestaltung und Nintendos Marge.
Die Speicherkrise ließ viele Börsianer bereits ins Zweifeln kommen. Dazu kommt nun auch noch die Ölkrise, welche die Preise an der Tankstelle und mittelfristig in sämtlichen Lebensbereichen munter in die Höhe treiben dürfte. Ökonomen warnen schon jetzt vor weiteren Rückschlägen bei der Konsumlaune. Wenn die Verbraucher schon beim Einkauf im Supermarkt ins Schwitzen kommen, dürften Spielekonsolen auf der Prioritätenliste eher nach hinten rücken. Darüber trösten dann selbst neue Verkaufsrekorde nicht weiter hinweg.
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23.03.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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