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Novo Nordisk im Rallyemodus, neue Aufträge für Rheinmetall, DroneShield profitiert von steigenden Rüstungsausgaben und TeamViewer enttäuscht immerhin nicht

Die Bullen lassen nicht nach

NTG24 - Novo Nordisk im Rallyemodus, neue Aufträge für Rheinmetall, DroneShield profitiert von steigenden Rüstungsausgaben und TeamViewer enttäuscht immerhin nicht

 

Die erste volle Handelswoche im neuen Jahr kann sich aus Anlegersicht sehen lassen. Der DAX schrieb oberhalb von 25.000 Punkten munter Rekorde und die Bullen scheinen noch immer am längeren Hebel zu sitzen. Die Aufmerksamkeit richtete sich dabei nicht nur auf das alles bestimmende KI-Segment. Es gab auch das eine oder andere Comeback aus anderen Bereichen zu sehen.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeBesonders große fallen die Hoffnungen für das neue Jahr bei Novo Nordisk (DK0062498333) aus. Der dänische Pharmakonzern errang im Dezember die Zulassung für seine erste Abnehmpille in den USA, die in dieser Woche nun auch in den Verkauf ging. Verkaufszahlen gibt es bislang zwar noch nicht. Doch die Zuversicht der Anteilseigner scheint groß auszufallen. Die Aktie konnte am Freitag weiter zulegen und zum ersten Mal seit Oktober die 50-Euro-Marke hinter sich lassen. Nach Aufschlägen von 3,2 Prozent ging es mit sehr ansehnlichen 51,07 Euro ins Wochenende.

 

 

 

Gewürdigt wird mit den Kursaufschlägen in erster Linie, dass Novo Nordisk der Konkurrenz zuvorkommen konnte. Eli Lilly arbeitet ebenfalls an einer Abnehmpille, peilt eine Zulassung aber frühestens für das kommende Frühjahr an. Bis dahin ist Novo Nordisk der einzige Anbieter, bei dem Abnehmwillige die Vorzüge von Semaglutid ganz ohne Spritzen nutzen können. Experten erhoffen sich dadurch eine deutliche Vergrößerung der potenziellen Kundschaft, da die Angst vor Nadeln in der Bevölkerung doch recht weit verbreitet ist.

 

Rheinmetall peilt wieder Höchststände an

 

Im Rüstungssegment hat es in dieser Woche noch nicht ganz für neue Rekorde gereicht. Doch zu sehen gab es eine deutliche Erholung, nachdem in der Ukraine noch immer kein Frieden herrscht und die USA mit Drohungen gegen Freund und Feind für neue Unsicherheit sorgten. Insbesondere auf Grönland sind derzeit alle Augen gerichtet, gleichzeitig lassen Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran aufhorchen. Unter dem Strich ist die Welt zu Anfang des Jahres 2026 in vielerlei Hinsicht nochmal etwas unsicherer geworden.

Besonders Europa kommt nicht umhin, weiter aufzurüsten und sich auf alle Eventualitäten vorzubereiten. Das kommt unter anderem Rheinmetall (DE0007030009) zugute, wo passend dazu auch schon der nächste Großauftrag gemeldet werden konnte. Die Bundeswehr ordert Ausbildungssystem für den Schützenpanzer Puma bei einem Joint Venture von Rheinmetall und KNDS. Laut „Der Aktionär“ entfallen bei dem Auftrag 118,5 Millionen Euro auf Rheinmetall. Die Aktie kletterte auf 5-Tages-Sicht um knapp 15 Prozent auf 1.889 Euro und ist damit nicht mehr weit entfernt von der Bestmarke bei 2.008 Euro.

 

DroneShield rehabilitiert sich

 

Die Rüstungsausgaben steigen voraussichtlich nicht nur in Europa, sondern auch in den USA. Vor wenigen Tagen rief Donald Trump dazu auf, im Jahr 2027 statt einer Billion US-Dollar gleich 1,5 Billionen Dollar für das Verteidigungsbudget anzupeilen. Warum genau solch irrsinnige Summen notwendig sein sollten, das bleibt wohl Trumps Geheimnis. Die Börsen nehmen aber mit, dass die Branche sich wohl auf weitere Milliardenorder auf breiter Front einstellen darf.

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Werbebanner EMH PM TradeAngetrieben wurden dadurch so ziemlich alle Rüstungsaktien. Bei DroneShield (AU000000DRO2) geraten dezente Vertrauensprobleme und eine problematische Kommunikation aus der Vergangenheit mehr und mehr in den Hintergrund. Die Aktie konnte ihren Erholungskurs in dieser Woche mit Aufschlägen von mehr als 15 Prozent fortsetzen. Hierzulande reichte es zu Handelsschluss am Freitag für 2,30 Euro. Das sind bereits etwa 150 Prozent mehr als zu den Zwischentiefs aus dem November.

 

TeamViewer enttäuscht nicht

 

Bei TeamViewer (DE000A2YN900) kann indes von einem Comeback noch nicht richtig die Rede sein. Mit vorläufigen Zahlen konnte das angeschlagene Unternehmen aber immerhin für Erleichterung auf Anlegerseite sorgen. Die Erwartungen der Analysten können wohl nicht ganz erfüllt werden. Aller Voraussicht nach wird es aber wohl reichen, um die eigene Prognose erfüllen zu können. Erst im Herbst musste TeamViewer seine Aussichten absenken, was die Aktie auf ein neues Rekordtief trieb.

Nachdem nun ein Pro-forma-Umsatz von 767 Millionen Euro und eine operative Marge in Höhe von 44 Prozent in Aussicht gestellt wurde, mausert sich die Aktie langsam wieder. Ein Aufschlag von 5,2 Prozent konnte den Kurs am Freitag wieder über die 6-Euro-Marke heben, mit der sich die Bullen seit Monaten sichtlich schwertun. Für ein nachhaltiges Comeback braucht es aber sehr wahrscheinlich noch deutlich bessere Neuigkeiten.

 

Gute Laune an den Märkten

 

Diverse Neuheiten bei der CES und fehlende Atempausen in der Geopolitik treiben derzeit die Kurse immer weiter in die Höhe. Zwar bleibt es bei noch immer vielen Risiken und Unsicherheiten mit Blick auf das noch junge Jahr 2026. Manches davon wird von den Börsianern aber auch als Chance verstanden. Nicht wenige Aktien schicken sich an, schon sehr bald wieder neue Rekorde zu schreiben. Da ist den Anlegern eigentlich nur zu wünschen, dass größere Enttäuschungen vorerst ausbleiben werden.

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10.01.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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