Sorgen vor einem Nachlassen des Labubu-Hypes lassen die Aktie von Pop Mart weiter in die Tiefe stürzen
Trotz hervorragender Zahlen lassen die Anleger Pop Mart fallen
Im vergangenen Jahr konnte Pop Mart einmal mehr ein beeindruckendes Wachstum hinlegen. Noch ist der Labubu-Hype nicht zum Erliegen gekommen und die Gewinne sprudelten regelrecht. Dennoch blicken die Aktionäre eher skeptisch in Richtung Zukunft und befürchten, dass die Lage sich in nicht allzu ferner Zukunft eintrüben könnte.
Wie das Portal „Invezz“ berichtet, konnte Pop Mart (KYG7170M1033) seine Umsätze im vergangenen Jahr um 184 Prozent auf rund 37,1 Milliarden Yuan (ca. 3,7 Mrd. Euro) steigern. Die Gewinne sprangen sogar um schwindelerregende 293 Prozent bis auf 13 Milliarden Yuan (ca. 1,6 Mrd. Euro) in die Höhe. Dennoch reagierte die Aktie mit Verlusten von über 20 Prozent und landete zuletzt bei noch 150,10 HKD.
Historisch betrachtet ist das noch immer ein sehr hoher Kurs. Doch die Euphorie um den Titel bekommt erste Risse. Das liegt zum einen daran, dass Analysten im Vorfeld mit noch etwas höheren Umsätzen gerechnet hatten. Zum anderen bereiten den Anlegern deutlich höhere Lagerbestände und der zunehmende Anteil von Labubus an den Umsätzen Sorgen.
Pop Mart: Gefährliche Konzentration?
Die Sparte „Monsters“, zu der bei Pop Mart auch die Labubu-Figuren zählen, zeichnete im vergangenen Jahr verantwortlich für 38 Prozent der Umsätze. Ein Jahr zuvor waren es noch 23 Prozent. Je größer der Anteil ausfällt, desto schmerzhafter könnte es werden, sollte der Hype abflachen. Wohl auch deshalb steigerte sich zuletzt der Anteil der Leerverkäufer, was zusätzlichen Verkaufsdruck mit sich bringt.
Eine weitere Enttäuschung gab es bei den Ausschüttungen an die Aktionäre, welche von bislang 35 auf nun 25 Prozent reduziert wurden. Damit ergeben sich unter dem Strich gleich mehrere Warnsignale. Es ist nicht unbedingt so, als würde Pop Mart plötzlich in ein tiefes Loch fallen. Doch der Zenit der Labubus scheint langsam überschritten zu sein, worauf auch ein Nachlassen der Präsenz in den sozialen Medien hindeutet. Bisher kann Pop Mart nichts anbieten, was die zu befürchtende Lücke füllen könnte.
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28.03.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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