Der Wiederverkaufswert von Labubu-Puppen purzelt vor sich hin, was die Anleger in die Defensive zwingt
War es das schon wieder mit dem Boom um Labubu und Pop Mart?
In diesem Jahr ist ein veritabler Hype um die chinesischen Labubu-Puppen des Herstellers Pop Mart entstanden. Neue Editionen waren in Windeseile ausverkauft und der Hype wurde weiter angefacht, nachdem prominente Persönlichkeiten wie David Beckham sich als Fans outeten. Hochgetrieben wurden dadurch auch die Preise auf dem Gebrauchtmarkt.
Genau dort scheint es nun aber zu einer Abkühlung zu kommen. Laut Daten der chinesischen Handelsplattform Qiandao sind die Preise bei diversen Labubu-Produkten von Pop Mart (KYG7170M1033) merklich eingebrochen. Eine Sonderedition mit 14 Mini-Labubus etwa wechselt mittlerweile für umgerechnet rund 190 Euro den Besitzer und damit für 24 Prozent weniger als zu den Höchstständen. Bei einigen älteren Figuren ließ sich wohl sogar ein Preisverfall um mehr als 70 Prozent feststellen.
Hersteller Pop Mart führt die Entwicklung auf gesteigerte Produktionskapazitäten zurück, was die Lage auf dem Gebrauchtmarkt etwas entspanne. Das klingt nachvollziehbar, allerdings handelt es sich nicht um beliebig austauschbare Produkte. Die Preisrückgänge sind bei sehr speziellen Puppen zu beobachten, die so im Handel nicht mehr zu haben sind. Daher lässt sich durchaus darauf schließen, dass das Interesse generell nachlassen könnte.
Aktionäre auf dem Rückzug
So scheinen auch die Anleger das Ganze zu interpretieren und die Pop Mart-Aktie fiel in den letzten drei Tagen um über zehn Prozent zurück. Verglichen mit den Höchstständen asu dem August verlor das Papier sogar schon um mehr als 20 Prozent an Wert. 29,80 Euro standen zu Handelsschluss am Donnerstag noch an den hiesigen Märkten auf dem Ticker und es geht rasant in Richtung der Supportlinie bei 29 Euro.
Trotz der Korrektur kann die Pop Mart-Aktie sich noch sehen lassen und es soll an dieser Stelle nicht verschwiegen werden, dass die Kursgewinne seit Jahresbeginn sich noch auf satte 170 Prozent belaufen. Von einem echten Absturz kann also noch nicht die Rede sein. Doch sollte der Hype tatsächlich nachlassen und Labubus dadurch zu einem gewöhnlichen Spielzeug degradiert werden, so wäre die Fallhöhe auch entsprechend hoch.
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13.09.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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