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BioNTech holt zum Comeback aus, Valneva tritt auf der Stelle, Nordex füllt die Auftragsbücher und ThyssenKrupp setzt auf Wasserstoff

Die üblichen Verdächtigen

NTG24 - BioNTech holt zum Comeback aus, Valneva tritt auf der Stelle, Nordex füllt die Auftragsbücher und ThyssenKrupp setzt auf Wasserstoff

 

Auch am Dienstag interessierten die Anleger sich wieder vornehmlich für alte Bekannte an den Börsen. Dazu gehörte unter anderem BioNTech, wo die Aktienkurse zuletzt von gleich mehreren Analysten als hoffnungslos unterbewertet bezeichnet wurden. So langsam scheinen die Aktionäre sich von der positiven Grundstimmung anstecken zu lassen.

Um ganze 6,1 Prozent konnte BioNTech (US09075V1026) sich im gestrigen Handel steigern, nachdem es schon tags zuvor ansehnlich in Richtung Norden ging. Das Tal der Tränen scheint der Mainzer Impfstoffentwickler damit endlich hinter sich lassen zu können. Das dürfte nicht zuletzt an einer spürbaren Nachfrage nach Corona-Impfungen liegen, nachdem einige europäische Länder drastische Einschränkungen für Ungeimpfte beschlossen haben.

Weiteren Rückenwind gab es mit Blick auf Impfungen für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren. Die wurden vor wenigen Tagen in Israel zugelassen und gerüchteweise wird in Europa die Zulassung schon früher kommen als bisher angenommen. Unter dem Strich bedeutet das, dass die ohnehin schon enormen Umsätze bei BioNTech möglicherweise noch weiter anziehen könnten. Die Aktie des Unternehmens könnte kurz vor einem nachhaltigen Durchbruch stehen.

 

Nichts Neues bei Valneva

 

Auf einen solchen warten die Aktionäre von Valneva (FR0004056851) ebenfalls, allerdings hat sich hier in den letzten Tagen so rein gar nichts getan. Die letzte gute Nachricht war ein Liefervertrag mit der EU, welcher die Lieferung von bis zu 60 Millionen Impfdosen an die Mitgliedstaaten vorsieht. Das katapultierte die Kurse noch in die Höhe, danach gab es aber kaum noch Bewegung zu sehen.

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Werbebanner ZB-SeminarAm Dienstag bewegte sich Valneva allenfalls kurzfristig von der Stelle, notierte zu Handelsschluss aber auf exakt dem gleichen Niveau wie noch am Vortag. Dieses Spielchen lässt sich nun bereits seit gut einer Woche beobachten. Die Anteilseigner sind in Lauerstellung und scheinen auf die ersten Zulassungen nur zu warten. Sehr erfreulich ist dabei, dass die Kurse sich auf einem hohen Niveau halten könnten. Zusammen mit den guten Aussichten macht so selbst ein Seitwärtstrend richtig Spaß.

 

Nordex im Aufwind

 

Gute Neuigkeiten hatte derweil Nordex (DE000A0D6554) im Gepäck. Mal wieder konnte ein größerer Auftrag an Land gezogen werden, dieses Mal stammt der aus der Türkei. Dort soll ein Windpark mit einer Leistung von knapp 70 Megawatt entstehen. Nordex kümmert sich nicht nur um den Aufbau der Anlagen, sondern soll diese auch für die nächsten 20 Jahre warten. Finanzielle Details wurden nicht kommuniziert, das Ganze dürfte sich für den Windanlagenbauer aber lohnen.

Davon gehen auch die Aktionäre aus, welche Nordex im gestrigen Handel in Grün tauchten. Um etwas mehr als vier Prozent ging es in die Höhe, was ein angenehmer Kontrast zu den heftigen Verlusten im Vorfeld ist. Jene wurden ausgelöst durch schwere Enttäuschungen bei den Quartalszahlen und gesenkte Prognosen. Der neue Auftrag macht Hoffnung darauf, dass die nächsten Ergebnisse wieder erfreulicher ausfallen werden.

 

Die Kraft des Wasserstoffs

 

Die schwer gebeutelte Aktie von ThyssenKrupp (DE0007500001) stand dabei zuletzt ganz im Zeichen des Wasserstoffs, der an den Märkten über eine ganz besondere Strahlkraft verfügt. Entsprechend erfreut reagierten die Anleger darauf, dass der Stahlkonzern einen Börsengang des Elektrolyse-Spezialisten Uhde vorbereiten könnte. Darüber berichtete zumindest der Nachrichtendienst Bloomberg unter Berufung auf nicht namentlich genannte Insider.

Teil der Gerüchte war auch eine außerordentlich hohe Bewertung und damit einhergehend der Ausblick auf massive Einnahmen seitens ThyssenKrupp. Diese Aussicht, wenngleich nicht offiziell bestätigt, versetzte die Bullen in Feierlaune. Um rund 12 Prozent ging es mit den Kursen am Dienstag in die Höhe, erstmals seit Juni konnte die 10-Euro-Linie wieder nach oben durchbrochen werden. Bleibt abzuwarten, wie nachhaltig diese Kursexplosion sein wird.

 

Chancen nach dem Crash

 

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Werbebanner ISIN-WatchlistAlle hier genannten Aktien hatten vor gar nicht langer Zeit mit schmerzhaften Korrekturen zu kämpfen. Nun zeigt sich, welche Chancen sich aus solchen Bewegungen ergeben können. Denn je tiefer die Kurse fallen, desto besser fällt das Potenzial im Falle einer Erholung aus. Bei ThyssenKrupp zeigte sich das besonders deutlich, doch auch BioNTech und Nordex mussten sich im Handel am Dienstag in keiner Weise verstecken. Bei Valneva lassen weitere Zugewinne noch etwas auf sich warten. Wenn der Impfstoff in der Zulassung aber nicht völlig durchfällt, dürfte auch hier die nächste Kursexplosion anstehen. Wieder einmal zeigt sich, dass das Eingehen von Risiken sich lohnen kann und Zukäufe an Tiefpunkten die höchsten Zugewinne verspricht. Die Kunst liegt darin, stets das richtige Timing zu erwischen.

 

17.11.2021 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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