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TUI, Lufthansa, EasyJet, Ryanair und Fraport – starke Kursverluste in der Reisebranche

Debatte über neue Corona-Bestimmungen setzt Airlines zu

NTG24 - TUI, Lufthansa, EasyJet, Ryanair und Fraport – starke Kursverluste in der Reisebranche

 

Am heutigen Montag notieren die Kurse der meisten Tourismus-Aktien im roten Bereich. Die Papiere von TUI (ISIN: DE000TUAG000) und von Lufthansa (ISIN: DE0008232125) setzten ihren Abwärtstrend fort und liegen im Vergleich zum letzten Freitag 6,4 % beziehungsweise 3,5 % im Minus. Auch die Konkurrenz hat mit Kurseinbrüchen zu kämpfen. Die Aktie der britischen Fluggesellschaft easyJet (ISIN: GB00B7KR2P84) befindet sich am heutigen Handelstag gut 5 % im Minus, das Papier von Ryanair (ISIN: IE00BYTBXV33) trifft es mit 6,5 % sogar noch stärker. Neben den Airlines stürzte auch das Wertpapier des Flughafenbetreibers Fraport (ISIN: DE0005773303) in der letzten Woche um gut 8 % ab.

 

Was ist passiert?

 

Nachdem das Auswärtige Amt letzte Woche die Reisewarnung für Mallorca aufgehoben hatte, buchten Tausende Deutsche eine Reise über die Osterferien auf der Baleareninsel.Die Beschlüsse sorgten in der Reisebranche für Aufatmen. Zudem setzten die Fluggesellschaften noch mehr Flüge über Ostern an, was zu hohen Buchungszahlen und ansteigenden Kursen führte.Bei dem Großteil der Deutschen kam infolgedessen jedoch Unverständnis auf. Auf der einen Seite müsse man sich im eigenen Land an strenge Kontaktbeschränkungen halten, auf der anderen Seite heben jedoch gleichzeitig die Flüge nach Mallorca ab. Neusten Umfragen zu Folge sieht ein Großteil der Bevölkerung die jüngsten Entwicklungen kritisch. Zwei Drittel der Befragten einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov halten die „Malle-Öffnungen“ für falsch.

Auch aufseiten der Bundesregierung nimmt die Kritik zu. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble soll in einer CDU-Präsidiumssitzung außer sich gewesen sein und erklärte wütend: „Ich kann den Menschen nicht erklären, warum es Sonderflüge nach Mallorca gibt“. Bernd Althusmann, Wirtschaftsminister Niedersachsens, sieht den Entwicklungen ebenfalls mehr als kritisch entgegen und betont: „Mallorca zu öffnen, ist nicht nachvollziehbar. Das kann man nicht erklären.“

 

Neue Quarantänebestimmungen in der Diskussion

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDarüber hinaus wird man aufseiten der Bundesregierung nicht, müde an die Bürger zu appellieren auf, touristische Reisen im In- und Ausland zu verzichten. Bei der Bund-Länder-Beratung am heutigen Montag sollen Merkel und Co. jetzt wohl auch über mögliche Quarantänebestimmungen für Reiserückkehrer diskutieren.

Die Reiseunternehmen befürchten, dass dies die Reiselust der Urlauber trüben und es zu Stornierungen kommen könnte.

Diese Angst spiegelt sich auch an den Aktienmärkten wider, was die heutigen Kursverluste innerhalb der Reisebranche erklärt. Die Kursgewinne, welche durch die Euphorie über die Mallorca-Öffnungen ausgelöst wurden, verpufften in den letzten Tagen. Je nachdem, was bei der heutigen Bund-Länder-Beratung beschlossen wird, könnte Dies den Abwärtstrend auch noch einmal verschärfen.

 

Kritik an den Beschlüssen

 

Noch sind jedoch noch keine Quarantänebestimmungen entschieden und es gibt berechtigte Kritik an Ihnen. Mit einem offenen Brief des deutschen Reiseverbandes und des Bundesverbandes der deutschen Luftverkehrswirtschaft stemmt man sich gegen die jüngsten Entwicklungen und erklärt, dass ein solcher Beschluss nicht zielführend wäre und die Gesundheitsämter zusätzlich belasten würde.

Stephan Weil, Niedersachsens Ministerpräsident, erklärt zudem, dass man auch die Corona-Müdigkeit der Menschen beachten müsse und warnte vor zu strengen Regelungen. "Viele Menschen sind wirklich auch bei gutem Willen inzwischen Corona-müde. Und das müssen wir bei unseren Beschlüssen auch immer mit im Hinterkopf haben", sagte er im ZDF-Morgenmagazin.

 

22.03.2021 - Tim Gerstenberg - tg@ntg24.de

 









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