Die Aufträge prasseln munter herein, werden von den Aktionären von Rheinmetall aber ignoriert und die Aussicht auf Frieden in der Ukraine hält den Kurs zurück
Rheinmetall findet nicht zurück in Richtung Norden
Vor den Feiertagen konnte Rheinmetall weitere Aufträge der Bundeswehr an Land ziehen. Hübsche Einnahmen warten auf den Konzern auch bei einem Joint Venture mit KNDS, welches 84 Radhaubitzen bei einem Vertragsvolumen von 1,2 Milliarden Euro liefern soll. Die Auftragsbücher füllen sich munter weiter und es könnte kaum besser laufen. Nur scheint das momentan niemanden zu interessieren.
Stattdessen richten die Blicke sich weiterhin gebannt auf Friedensbemühungen im Ukraine-Konflikt. Ein Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj verlief am Sonntag laut den Beteiligten konstruktiv, aber letztlich ergebnislos. Am Montag drohte der russische Machthaber Wladimir Putin derweil mit empfindlichen Angriffen gegen die Ukraine, so als würden solche nicht ohnehin täglich stattfinden.
Mit anderen Worten ist ein schneller Frieden leider noch immer nicht in Sicht. Doch die Märkte wollen die Hoffnung nicht aufgeben. Geklammert wurde sich gestern an ein Telefonat zwischen Trump und Putin, das wohl recht gut verlaufen sein soll. Doch gut verlief nach Ansicht Trumps auch schon ein Besuch des russischen Präsidenten in Alaska, bei dem Trump nach allen Regeln der Kunst vorgeführt wurde.
Vielleicht ist es nur menschlich, trotz aller Widerstände die Hoffnung auf Frieden nicht aufgeben zu wollen. Doch die daraus an der Börse gezogenen Schlüsse lassen viele Beobachter mit Unverständnis zurück. Dass die Aktie von Rheinmetall (DE0007030009) gestern erneut mit Verlusten von 1,6 Prozent abgestraft wurde, entbehrt jeder fundamentalen Grundlage. Denn das Unternehmen hat bereits unter Beweis gestellt, dass die Nachfrage trotz Friedensbemühungen kein bisschen nachlässt.
Nichts zu machen bei Rheinmetall?
Es scheint bedeutungslos zu sein, wie oft Analysten genau darauf hinweisen und aufgrund der Aufrüstung europäischer Nato-Staaten auf noch immer vorhandene Chancen bei Rheinmetall hinweisen. Solange auch nur eine entfernte Chance auf Frieden besteht, bleibt das Sentiment unter den Anlegern angeschlagen. Vor diesem Hintergrund lassen sich weitere rote Vorzeichen in den nächsten Tagen wohl kaum vermeiden. Unverändert könnten wir es bei einem Kurs von zuletzt 1.517 Euro aber mit Einstiegschancen zu tun haben. Denn die Bedeutung eines heißen Krieges in der Ukraine für Rheinmetall scheint dezent überschätzt zu werden.
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30.12.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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