Die anhaltend hohe Nachfrage im zivilen Luftfahrtsektor zahlt sich für Rolls-Royce aus und der Konzern verfolgt bereits weitere Wachstumsziele
Die Rallye von Rolls-Royce an der Börse geht munter weiter
Ein Boom im Bereich der zivilen Luftfahrt bescherte Rolls-Royce für das vergangene Geschäftsjahr hervorragende Zahlen. Der Gewinn konnte um 40 Prozent auf rund 3,5 Milliarden Pfund gesteigert werden, was die Verantwortlichen auch auf den Unternehmensumbau der letzten Jahre zurückführen. Für die Zukunft stellt man derweil schon weitere Wachstumsaussichten vor.
So soll die Nachfrage sich weiter erhöhen, während Rolls-Royce (GB00B63H8491) die Gewinnmarge von bereits ansehnlichen 17,3 Prozent im letzten Jahr auf 20 Prozent zu erhöhen gedenkt. Mithelfen sollen dabei nicht nur neue Triebwerke und die weiterhin hohe Nachfrage aus dem Bereich der zivilen Luftfahrt. Chancen ergeben sich auch in anderen Bereichen.
Dazu gehören Mini-Atomkraftwerke. Das Interesse an solchen Anlagen erlebt einen sprunghaften Anstieg, seitdem Betreiber von KI-Rechenzentren händeringend nach einer Energieversorgung für ihre gigantischen Anlagen suchen. Ganz nebenbei erfährt auch der Rüstungssektor einen nie dagewesenen Höhenflug, wo Rolls-Royce ebenfalls nicht untätig ist. Mit anderen Worten wachsen sämtliche Sparten in einem beeindruckenden Tempo.
Das Sahnehäubchen setzt Rolls-Royce dem Ganzen dann noch damit auf, im Laufe der nächsten drei Jahre Aktien im Wert von bis zu neun Milliarden Pfund zurückkaufen zu wollen. Die Anleger sollen am derzeitigen Erfolg also beteiligt werden. Als Dankeschön gab es an der Börse in London zeitweise Kursaufschläge von acht Prozent zu bewundern. Auf Jahressicht konnte der Kurs von Rolls-Royce sich bereits mehr als verdoppeln.
Rolls-Royce lässt nicht nach
Vieles, wenn nicht alles, entwickelt sich bei Rolls-Royce derzeit in die richtige Richtung. Das Unternehmen hat sich herausgeputzt, Kosten reduziert und offenbar an den richtigen Stellen investiert. So die Nachfrage in den wichtigsten Bereichen sich weiter in die Höhe entwickelt, dürfte der Aktienkurs diesem Beispiel mit einiger Wahrscheinlichkeit folgen. Aktuell spricht nichts dafür, dass ein Ende des Booms bei Luftfahrt oder KI in Sicht wäre, wenngleich sich das natürlich in Zukunft auch wieder ändern könnte.
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27.02.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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