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CXMT will bis 2030 Micron Technology überholen

CXMT IPO: Peking schickt die Nr. 4 im Speicherchipgeschäft ins Rennen

NTG24 - CXMT will bis 2030 Micron Technology überholen

KI-generiertes Symbolbild. Marken dienen der redaktionellen Einordnung.

 

Das IPO von CXMT sorgt für viel Wirbel in China. Die chinesischen Anleger verfolgen die globale Speicherchip-Euphorie sehr genau und bekommen mit diesem Börsengang die Möglichkeit, an einer china-exklusiven Rallye teilzunehmen, denn die Aktien werden (zunächst) nicht in Hongkong gelistet und sind somit ausländischen Privatanlegern nicht zugänglich. 

CXMT bzw. ChangXin Memory Technologies ist ein Kind zweier Engpässe. Zum einen ist man in diesem Jahr ein hochprofitables Wachstumsunternehmen geworden, dank der extrem hohen globalen Nachfrage nach leistungsfähigen Speicherchips für AI-Rechenzentren. Und das, obwohl CXMT selbst keine HBM (High-Bandwidth Memory), sondern klassische DRAM (Dynamic Random Access Memory) Chips herstellt. Die Sogkraft der Nachfrage nach HBM ist jedoch weltweit so stark, dass die Speicherchipunternehmen ihren Fokus auf diese hochmargigen Produkte gelegt haben und gleichzeitig das Brot-und-Butter-Geschäft vernachlässigen. Was in der Konsequenz dazu führt, dass auch die Preise für Speicherchips sehr stark gestiegen sind, da schlicht und einfach das Angebot nicht mehr mitspielt. In dieser Lücke prosperiert CXMT, die diese einfachen Speicherchips herstellen. Zum anderen profitiert CXMT davon, dass die Amerikaner China vom Halbleitermarkt abgeschnitten haben, womit CXMT zum wichtigsten Lieferanten für chinesische Abnehmer geworden ist. 

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Ein IPO-Erlös von 29,5 Mrd. Yuan ist eine Ansage. Das sind umgerechnet 3,8 Mrd. Euro, die CXMT in der kommenden Woche beim Börsengang am STAR Market an der Börse Schanghai erlösen will. Es ist das grösste IPO der letzten Jahre und das auch noch für eine Branche, die sehr starken Zyklen unterliegt. CXMT verdient erst seit diesem Jahr richtig Geld. Konkret im 1. Quartal 33 Mrd. Yuan Gewinn nach Steuern bei einem Umsatz von 50,8 Mrd. Yuan. Bei einer Netto-Marge von 65 % wird jedem Unternehmen schwindelig. Allerdings trug CXMT zum Jahresende 2025 auch einen Verlustvortrag von -36 Mrd. Yuan vor sich her. Die lange verlustreiche Anlaufphase überlebte das Unternehmen im Wesentlichen durch staatliche Finanzierung vonseiten der Provinzregierung von Anhui (Hefei), wo CXMT einen seiner beiden chinesischen Produktionsstandorte hat, und durch den staatlichen Halbleiterfonds. 

 

CXMT will bis 2030 Micron Technology überholen

 

Das nächste Ziel ist, Micron Technology (US5951121038) zu überholen. CXMT ist bereits heute die Nr. 4 weltweit hinter Samsung (KR7005930003), SK Hynix (US78392B2060) und Micron. Was den Chinesen fehlt, ist eine HBM-Expertise und die notwendigen Produktionskapazitäten. Genau diese Lücken sollen die Erlöse aus dem IPO füllen. Dass CXMT das Halbleitergeschäft beherrscht, hat man bereits ausreichend bewiesen. Man ist kein fab-less Unternehmen, sondern ist voll vertikal integriert, beherrscht also alle Prozesse von der Forschung über die Entwicklung bis hin zur Produktion. Dieses Know-how will man auf den HBM-Bereich erweitern, um vor allem die lokale Nachfrage nach KI-Beschleunigern zu unterstützen. Die grösste Herausforderung dabei ist, dass man nicht den gleichen Zugang zu den Produktionstechnologien der jüngsten Generation hat, da ASML (NL0010273215) aufgrund der US-Sanktionen ihre Maschinen nicht an CXMT liefern darf. Entsprechend muss man diese Lücke selbst füllen, was aber leichter gesagt als getan ist. Nicht umsonst ist ASML der einzige Anbieter weltweit von EUV und High-NA EUVs Maschinen. 

 

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Für ausländische Privatanleger ist das Listing nicht zugänglich. Die Aktien werden am STAR Market der Börse Schanghai gelistet, was in einer vergleichbaren Kategorie wie die NASDAQ einzuordnen ist, nur viel kleiner und unreifer. Dort dürfen selbst chinesische Privatanleger nur direkt anlegen, wenn sie hohe Hürden nehmen können, wie beispielsweise ein Mindestkapital von 500.000 Yuan auf dem Konto und Handelserfahrung. Für ausländische Privatanleger ist der Handel an chinesischen Onshore-Börsen grundsätzlich ausgeschlossen vonseiten Pekings. Es gibt das Stock Connect Programm, das die Börse Hongkong mit den Onshore-Börsenplätzen verbindet. Darüber dürfen zugelassene ausländische institutionelle Investoren handeln, doch selbst dort gelten noch strenge Regelungen. 

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11.06.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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