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Hohe Ölpreise wirbeln die Märkte durcheinander, doch BP kann derzeit nicht klagen

Die Gewinne sprudeln bei BP

NTG24 - Hohe Ölpreise wirbeln die Märkte durcheinander, doch BP kann derzeit nicht klagen

 

Geht es um die Preise an den Zapfsäulen, so geben sich die Ölkonzerne oft machtlos und sind sich um kein Argument zu schade, um rasante Preissteigerungen zu rechtfertigen. Das bekannte Muster von raketenartigen Aufschlägen bei steigenden Ölpreisen und federartigen Rückgängen bei fallenden Ölpreisen ließe sich in den letzten Wochen so gut wie lange nicht mehr beobachten. Politik und Autofahrer wittern schon seit einer Weile, dass es den Ölkonzernen aufgrund höherer Ölpreise nicht schlecht gehen dürfte.

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Von BP (GB0007980591) vorgelegte Zahlen für das erste Quartal dokumentieren nun recht anschaulich, welchen Effekt der Irankrieg auf die Branche genommen hat. Wenig überraschend profitierte der Ölkonzern kräftig von höheren Ölpreisen. Des Geschäft im Ölhandel machte muntere Sprünge und unter dem Strich konnte ein neues Rekordergebnis vorgewiesen werden. Der Gewinn im vergangenen Quartal belief sich auf umgerechnet 2,7 Milliarden Euro. Das ist in etwa doppelt so viel wie noch ein Jahr zuvor.

 

 

 

Das sorgt unter den Aktionären selbstredend für gute Stimmung. Weiteren Rückenwind gab es durch den Ölpreis, der sich gestern wieder einmal in Richtung Norden bewegte. Bei der Nordseesorte Brent bewegte sich der Preis je Barrel schwer in Richtung 110 US-Dollar. Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA blieben aus. Erst im späten Handel kamen zumindest vage Spekulationen um ein mögliches Ende des Konflikts auf.

 

BP: Weniger ist mehr

 

Die BP-Aktie landete an den hiesigen Märkten letztlich bei 6,67 Euro und der Tagesgewinn pendelte sich bei knapp einem Prozent ein. Letztlich waren die Rekordgewinne keine große Überraschung. Sie wurden in den letzten Wochen schon mehr oder minder eingepreist. Seit Kriegsbeginn im Nahen Osten konnte die BP-Aktie bereits um mehr als 20 Prozent zulegen. Ende März wurde das derzeitige 52-Wochen-Hoch bei 7,01 Euro markiert.

Allerdings will sich BP nun nicht einfach auf höheren Ölpreisen ausruhen. Das Unternehmen ließ wissen, seine Konzernstruktur vereinfachen zu wollen und die Umsetzung entsprechender Maßnahmen zu beschleunigen. Zudem soll die Nettoverschuldung weiter reduziert werden. Druck macht dabei der Investor Elliott Management, der schon seit Längerem eine höhere Rendite sehen möchte. Zu diesem Zweck wird auch eine Abkehr des grünen Kurses eingefordert.

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Mit der Umsetzung davon beschäftigt sich CEO Meg O’Neill, welche aber bereits den einen oder anderen Rückschlag hinnehmen musste. Bei der Hauptversammlung entschieden sich die Aktionäre gegen die Pläne, Klimaberichte abzuschaffen. Vollkommen in den Hintergrund gedrängt werden CO2-Emissionen bei BP also wohl nicht werden. Zugleich offenbart sich, dass unter den Anteilseignern die Meinungen wohl hier und dort auseinandergehen.

 

Munter weiter?

 

All das stört die Börsianer momentan aber eher wenig. Festhalten lässt sich, dass BP satte Gewinne schreibt, solange die Ölpreise auf ihrem jetzigen Niveau verharren oder noch weiter zulegen. Profitieren kann das Unternehmen auch davon, dass Störungen im Nahen Osten sowie eine kleinere Produktion in der Nordsee durch höhere Kapazitäten in Nordamerika ausgeglichen werden konnten. Da sich für das laufende Jahr keine echte Erholung bei den Ölpreisen abzeichnet, steuert BP nach einem Rekordquartal mit einiger Wahrscheinlichkeit auch auf ein Rekordjahr zu.

Je länger die Straße von Hormus geschlossen bleibt, desto mehr wird es den Ölpreis in die Höhe treiben. Experten halten einen Preis von 120 Dollar bei Brent für realistisch, sollte die Lage sich bis Ende Juni nicht ändern. Einige Beobachter spekulieren sogar auf Preise von bis zu 200 Dollar je Barrel. Genaue Vorhersagen lassen sich kaum treffen. Doch BP und Konsorten bleiben auf der Gewinnerseite, solange der Ölpreis nicht deutliche Schritte nach unten macht. Nach dem angekündigten Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate aus dem OPEC-Kartell und festgefahrenen Verhandlungen im Nahost-Konflikt sieht es danach für den Moment nicht aus.

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29.04.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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