Eine fehlerhafte Eingabe beschert zumindest einigen deutschen Autofahrern einen Tag mit günstigen Dieselpreisen bei Shell
Shell vertippt sich bei der Preiserhöhung
Um den weiteren Anstieg der Spritpreise möglichst zu verhindern, hat die deutsche Bundesregierung bekanntlich das sogenannte Österreich-Modell eingeführt. Jenes sieht vor, dass die Preise nur noch einmal täglich um 12 Uhr erhöht, jedoch beliebig gesenkt werden dürfen. Gewirkt hat das Ganze bislang kaum bis gar nicht. Im Fall von Shell freuen sich Dieselfahrer nun aber an einigen Autobahntankstellen über erstaunlich günstige Preise.
Am gestrigen Dienstag kam es bei Shell (GB00BP6MXD84) wohl zu einer Fehleingabe, als gerade die Preiserhöhung um 12 Uhr vorgenommen werden sollte. Statt einer solchen kam ein Sturz des Dieselpreises auf 1,849 Euro, wie unter anderem das „Handelsblatt“ berichtete. Wie viele Standorte davon betroffen sind, darüber wollte Shell nicht sprechen. Aus irgendwelchen Gründen wollte man auch nicht sagen, welche Tankstellen mit den Preisen ausgestattet wurden.
Direkt korrigieren konnte Shell das Ganze nicht. Erhöht werden darf der Preis erst wieder heute um 12 Uhr. Dann wird wahrscheinlich beim Diesel den größten Preissprung seit Jahren an entsprechenden Shell-Tankstellen zu sehen geben. Vorausgesetzt, der Praktikant, die KI oder wer auch immer für die Preiseingaben verantwortlich sein mag, vertippt sich nicht erneut.
Ganz billig dürfte die Angelegenheit für Shell wohl nicht gewesen sein. Aus Anlegersicht ist das Ganze dennoch nicht weiter erwähnenswert. Es bleibt vor allem ein Kuriosum, welches Umsatz und Gewinn des Gesamtkonzerns aber nicht merklich beeinflusst. Erwarten dürfen Aktionäre aber wohl, dass derartige Dinge nicht häufiger vorkommen werden.
Shell auf der Gewinnerseite
Leisten kann sich Shell einen solchen Fauxpas allemal. Schließlich schießen die Gewinne dank der höheren Ölpreise munter in die Höhe und der Aktienkurs folgt diesem Beispiel freilich auf dem Fuße. Am Dienstag ging es zwar nur um überschaubare 0,5 Prozent auf 36,36 Euro aufwärts. Dort angekommen notiert die Shell-Aktie aber stolze 14 Prozent höher als zu Jahresbeginn und ein Ende der hohen Ölpreise ist momentan noch immer nicht in Sicht.
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13.05.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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