Alibaba, Nvidia, ARM – Die Softbank könnte zum großen Profiteur des OpenAI-IPOs werden
Softbank setzte alles auf eine Karte und scheint damit erfolgreich zu sein
Die Aktie der japanischen Beteiligungsgesellschaft Softbank befindet sich nach der Ankündigung des Börsengangs von OpenAI im Höhenrausch.
Softbank (JP34361000006) ist ein japanischer Technologiekonzern und Investmentgesellschaft, der urpsürunglich in den 1980er-Jahren als Distributor von Software gestartet war. Über die Jahre hat sich der Technologiekonzern unter Führung des Gründers Masayoshi Son allerdings zu einem global argierenden Investor mit klarem Fokus auf Technologie und Telekommunikation entwickelt. Dabei ist der zentrale Bestandteil des Konzerns der sogenannte „Vision Fund“, der einer der größten Technologie-Investmendfonds ist. Mit diesem investiert der Konzern in zahlreiche prominente Firmen wie z.b. Alibaba (KYG017191142), Nvidia (US67066G1040), ARM (US0420682058) und auch Uber (US90353T1007).
Die Softbank betreibt allerdings in Japan auch eigene Telekommunikations- und Internetdienste. Auch mit diesem Produktportfolio fokussiert sich die Softbank auf Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz, Robotik und Plattformökonomie. Den Großteil des Unternehmensgewinns generiert die Softbank allerdings durch die Investmenttätigkeiten. Dieser ist bekannt durch einen stark risikoreichen Ansatz, der in der Vergangenheit zu enormen Gewinnnen aber auch enormen Verlusten geeführt hat. Doch gerade durch diesen agressiven Ansatz wird die Softbank mittlerweile global als einer der einflussreichsten Player im globalen Tech-Investment-Ökosystem angesehen.
Zu den größten Verlusten der Unternehmensgeschichte gehört ohne Frage das Investment in weWork, das sich die Softbank insgesamt 14 Milliarden US-Dollar kosten ließ. WeWork mietet langfristig Bürogebäude oder ganze Etagen an, richtet diese modern und vermietet die Plätze kurzfristig weiter, z. B. an Start-ups, Freelancer oder auch größere Unternehmen. Die Kunden können flexibel Arbeitsplätze oder Büros buchen, ohne sich langfristig an Mietverträge binden zu müssen. WeWork wollte ein Netzwerk schaffen, in dem Unternehmen sich austauschen, zusammenarbeiten und wachsen können. Das Problem daran war, dass WeWork selbst langfristige, teure Mietverträge hat und die Einnahmen hingegen aus kurzfristigen und jederzeit kündbaren Verträgen kamen. Von den 14 Milliarden US-Dollar an Investment ist nur noch ein marginaler Teil an Buchwert übrig.
OpenAI-Börsengang führt zur Rally
Die Aktie der Softbank konnte in der letzten Woche eine Kursperformance von über 20 % vorweisen. Grund hierfür ist die Meldung, dass OpenAI, eines der größten Investments von Softbank, die Vorbereitungen für einen Börsengang nochmals deutlich beschleunigt hat. Mehrere Medien berichten über erste Gespräche mit den großen Investmentbanken der USA. In den kommenden Wochen soll bereits ein vertraulicher Antrag für eine Börsenzulassung eingereicht werden. Der Börsengang könnte dann bereits im September stattfinden.
Softbank hat in den vergangenen beiden Jahren mehr als 30 Milliarden US-Dollar in das KI-Unternehmens investiert und könnte daher zu einem der größten Profiteure des Börsengangs werden. Dabei ist ein Erfolg des IPOs kritisch, da die Softbank diese Beteiligung primär durch kurzfristige Schulden finanziert hatte.
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03.06.2026 - Christian Teitscheid

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