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Bayer: Wechsel an der Spitze?

Gerüchte verdichten sich um einen Rücktritt Baumanns - Aktie mit neuen Chancen

NTG24 - Bayer: Wechsel an der Spitze?

 

Die Gerüchteküche brodelt bei Bayer wieder einmal. Es gab bezüglich Baumann in den vergangenen Jahren viele Fehlalarme, aber dieses Mal scheinen die Gerüchte Gewicht zu bekommen.

Geht Baumann endlich? Die Entscheidung von Bayer (DE000BAY0017), Monsanto von den Amerikanern zu kaufen, hatte ich immer kritisiert. Wer die Amerikaner kennt, weiss, dass ein solches Unternehmen nur nach Europa verkauft wird, wenn es keinen Wert mehr hat, sondern zu einer Belastung wird. Dass der seinerzeit junge Baumann kurz nach seinem Amtsantritt sein Ego nicht unter Kontrolle bekam und mit einem Knall an die langen und hart erarbeiteten Erfolge von Wenning und Dekkers anknüpfen wollte, haben die Aktionäre mit einem langjährigen Verfall des Unternehmenswertes bezahlt.

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Werbebanner EMH PM TradeGrossaktionäre und Fondsgesellschaften fordern schon seit Langem eine Ablösung an der Konzernspitze. Doch der Aufsichtsrat und überraschenderweise auch einige Vereine zum Schutz der Aktionäre hatten sich seit Jahren schützend vor Baumann gestellt. Nicht, weil man mit der Akquisition von Monsanto so zufrieden war, sondern weil man nicht den Nachfolger damit verheizen wollte, dass dieser die Suppe für Baumann im komplexen amerikanischen Justizsystem auslöffelt. Der Zeitpunkt scheint nun aber gekommen zu sein, dass Bayer für einen neuen Vorstandsvorsitzenden bereit ist. 

 

Wechsel an der Spitze?

 

Gerüchten aus Frankfurt und New York zufolge sucht der Aufsichtsrat aktiv nach einem neuen Bayer-Chef. Das bedeutet noch nicht zwingend, dass Baumann vorzeitig gehen wird, denn um den toxischen Posten bewerben sich nicht die Besten. Der Zeitpunkt der Suche passt aber mit einer vorzeitigen Ablösung zur Hauptversammlung 2023 zusammen. Der Vertrag von Baumann läuft offiziell noch bis April 2024, kann aber natürlich immer vorzeitig beendet werden. 

 

Bayer AG

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDie nächsten sechs Monate werden entscheidend sein. Findet der Aufsichtsrat einen geeigneten Nachfolger, wird dieser Baumann bereits im kommenden Frühjahr und nicht erst 2024 ablösen. Ein wichtiger Aspekt für den Wunsch nach einer vorzeitigen Ablösung ist sicherlich, dass der Bayer Konzern juristisch in den USA in diesem Jahr in eine Sackgasse gelaufen ist. Man hatte die ganzen Jahre über einen „europäischen“ Ansatz gefahren und versuchte die Klagen Stück für Stück abzuarbeiten und suchte nach Schutz und Zustimmung durch die obersten Behörden und Gerichte. Doch die amerikanischen Institutionen haben Bayer abblitzen lassen. Damit bleibt im Wesentlichen nur noch die Möglichkeit, eine pauschale Lösung zu finden, die in einer grossen Einmalzahlung und Abschreibung mündet.

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15.09.2022 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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