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TKMS setzt auf weitere Auftragseingänge und hält an der eigenen Prognose fest, doch die Aktie rutscht dennoch ab

Die einstige Euphorie bei der TKMS-Aktie scheint verflogen

NTG24 - TKMS setzt auf weitere Auftragseingänge und hält an der eigenen Prognose fest, doch die Aktie rutscht dennoch ab

KI-generiertes Symbolbild. Marken dienen der redaktionellen Einordnung.

 

Nach eigener Ansicht hat TKMS ein sehr erfolgreiches erstes Geschäftshalbjahr zu Ende gebracht. Das Unternehmen berichtete kürzlich unter anderem über neue Rekorde beim Auftragsbestand und bestätigte dadurch gestärkt auch die bisherige Prognose. Zudem blickt das Management sehr optimistisch auf mögliche neue Großaufträge, kann die Anleger damit aber nicht recht anstecken.

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Die Umsätze konnte TKMS (DE000TKMS001) um etwa zehn Prozent auf 1,2 Milliarden Euro steigern und das Ebit stieg sogar noch etwas schneller von 53 auf 60 Millionen Euro, sodass die Ebit-Marge sich auf 5,1 Prozent verbessern konnte. Für die Zukunft stellt der Marinekonzern weitere Verbesserungen in Aussicht. Im Rekord-Auftragsbestand von 20,6 Milliarden Euro sind zwar noch einige Altverträge mit eher mauen Margen vertreten. Dennoch soll die Umsatzrendite in diesem Jahr auf über sechs Prozent und mittelfristig auf über sieben Prozent ansteigen, wie der entsprechenden Unternehmensmitteilung zu entnehmen ist.

 

 

 

Mit dazu beitragen könnten lukrative neue Großaufträge. TKMS-Chef Oliver Burkhard schielt unter anderem nach Kanada. Dort wird mit der Vergabe eines U-Boot-Auftrags mit einem Volumen von über 30 Milliarden Euro gerechnet. TKMS will zu den großen Profiteuren dieses enormen Vorhabens zählen. Zwar bewirbt sich auch Hanwha Ocean aus Südkorea um den Auftrag. In Deutschland wähnt man sich aber klar im Vorteil.

 

TKMS will die Auftragsbücher weiter füllen

 

Aus eigener Sicht hat TKMS den Vorteil, dass U-Boote der Klasse 212 CD schon mehr oder minder zur Routine geworden sind. Rund ein Dutzend solcher Gefährte werden bereits für Deutschland und Norwegen gebaut. Die dadurch erlangte Kompetenz könnte dafür sorgen, dass TKMS letztlich schneller liefern kann als die Konkurrenz. Darüber hinaus biete man ein überzeugendes Paket an Nebenleistungen. Deutschland habe ein überzeugendes Industriepaket geschnürt, welches unter anderem Investitions- und Liefervorhaben vorsehe.

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Mehr oder minder fest eingeplant ist bei TKMS auch ein Großauftrag aus Indien. Dort wird mit der Entwicklung und Lieferung von Materialpaketen für bis zu neun U-Boote gerechnet. Das eine oder andere regulatorische Hindernis ist auf dem Weg zu einer offiziellen Auftragsvergabe wohl noch zu nehmen. TKMS ließ aber wissen, der letzte verblieben Bieter im Rennen zu sein. Indien fehlt es also ein wenig an Alternativen, was aus Anlegersicht auch auf hübsche Margen hoffen lässt.

TKMS unterstreicht den eigenen Wachstumsanspruch noch weiter mit der Suche nach frischen Kapazitäten. Dazu gebe es etwa Gespräche mit dem spanischen Konzern Navantia, dessen Werftkapazitäten aktuell nicht ausgelastet seien. Die Nachricht an die Aktionäre ist recht klar. Das Geschäft bei TKSM brummt und scheint einzig durch begrenzte Kapazitäten an noch größeren Wachstumssprüngen gehindert zu werden. In Kauflaune versetzte dies die Börsianer am Montag allerdings nichts.

 

Abgekühlt

 

Trotz der hübschen Aussichten und der bestätigen Prognose reagierte die TKMS-Aktie auf die vorgelegten Zahlen mitsamt Ausblick und Rekordauftragsbestand mit deutlichen Verlusten. Am Montag ging es mit dem Kurs um 6,6 Prozent auf 73,50 Euro in Richtung Süden. Offenbar hatten die Anleger sich etwas mehr erhofft, vielleicht auch feste Zusagen für die nächsten Großaufträge. Stattdessen gab es aber vor allem große Hoffnungen. Auch wenn jene selbstbewusst präsentiert wurden bleibt eben noch immer das Risiko, dass nicht jeder angepeilte Auftrag auch an Land gezogen werden kann.

Abseits davon hat die Stimmung im Segment auch allgemein nachgelassen. Rüstungstitel werden bereits seit einigen Wochen von den Anlegern eher stiefmütterlich behandelt. Vage Aussichten auf einen möglichen Frieden in der Ukraine befeuerten diesen Trend jüngst zusätzlich. Die TKMS-Aktie scheint da auch mit steigenden Zahlen nicht automatisch auf der Gewinnerseite landen zu können. Es bleibt ein letztlich noch ansehnlicher Kurs, doch die Höchststände vom Jahresbeginn oberhalb von 100 Euro scheinen erst einmal in weite Ferne gerückt zu sein.

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12.05.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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