als .pdf Datei herunterladen

Horrornachrichten von Tesla! Aktie bricht ein

Fahrerloses Model S verunglückt - zwei Insassen ums Leben gekommen

 

Nach Angaben der örtlichen Polizei raste in Texas ein vermutlich fahrerloses Auto der Marke Tesla (US88160R1014) in einen Baum. In dem Model S befanden sich wohl zwei Personen, eine der beiden saß auf dem Beifahrersitz, die andere auf der Rückbank. Beide Insassen kamen nach Medienberichten bei dem Unfall ums Leben. Der Vorfall wirft neue Fragen in der Debatte über Sicherheitsvorkehrungen des Autopilot-Systems von Tesla auf. Die Aktie brach um knapp 6 % ein und wird derzeit zu einem Kurs von 579,30 Euro gehandelt.

 

Vorfälle im Zusammenhang mit dem Assistenz-Systems sind keine Neuheit

 

Die Probleme mit dem Assistenz-System sind keine neuen. Tesla weist die Kunden darauf hin, dass es lediglich zur Unterstützung gedacht ist und die Technik noch nicht für autonomes Fahren bereit sei. In den letzten Jahren kam es trotzdem vermehrt zu Unfällen, bei denen der Autopilot des amerikanischen Elektro-Auto-Herstellers in die Kritik geriet. Tesla rüstete danach immer wieder in Punkten Sicherheit auf. Die teilweise selbst-fahrenden Autos erkennen, wenn der Pilot seine Hände vom Steuer nimmt und geben ein Warnsignal ab. Reagiert der Fahrer nicht, schaltet sich das System automatisch aus. Für viele Experten sind diese Maßnahmen jedoch unzureichend. Im Internet tauchten in den letzten Jahren immer wieder Videos auf, welche den Missbrauch des Autopiloten dokumentierten.

Die Ermittlungen des Vorfalls sind noch nicht abgeschlossen und es sei noch unklar, ob der Autopilot tatsächlich aktiviert gewesen sei. Sollte dies der Fall sein, wäre es jedoch der erste bestätigte Unfall im Zusammenhang mit Teslas Autopiloten, bei dem tatsächlich kein Fahrer am Steuer gesessen habe. Nach Angaben der örtlichen Polizei sei es nach vorläufigen Ermittlungen zu „99 Prozent sicher“, dass sich keiner der beiden Insassen zum Zeitpunkt des Unfalls auf dem Fahrersitz befand.

 

Tesla möchte in Zukunft auf vollständig autonomes Fahren setzen

 

Firmenchef Elon Musk betont, dass Statistiken die Sicherheit des Autopilotsystems belegen. Demnach soll es zu deutlich weniger Unfällen kommen, wenn das Assistenz-System bei der Fahrt eingeschaltet ist. Dennoch möchte man die Entwicklung in diesen Bereichen noch weiter vorantreiben. Ursprüngliches Ziel war es, die Systeme bis 2020 so aufzurüsten, dass vollständiges autonomes Fahren möglich sei. Dieses Ziel erwies sich jedoch als zu ambitioniert. Nutzer in den USA können bereits die Beta eines Assistenz-Systems testen, welches Straßenschilder und Ampeln automatisch erkennt. Bis solche Systeme für die breite Masse zugänglich gemacht werden können, dürfte es jedoch noch einige Jahre dauern. Der Unfall aus Texas stellt den amerikanischen Autobauer dabei erst einmal vor einen weiteren Stresstest.

 

19.04.2021 - Tim Gerstenberg - tg@ntg24.de

 









Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur


Bitte geben Sie die Anzahl der unten gezeigten Eurozeichen in das Feld ein.
>

 



Bewertungen, Kommentare und Fragen an den Redakteur

 

 

Haftungsausschluss - Die EMH News AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Empfehlungen sowie für Produktbeschreibungen, Preisangaben, Druckfehler und technische Änderungen. (Ausführlicher Disclaimer)