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Tesla senkt mal wieder die Preise und setzt BYD damit unter Druck, Nikola kämpft mit Batterieproblemen und die Deutsche Bank scheitert erneut am Ausbruchsversuch

Die große Stimmungswende lässt auf sich warten

NTG24 - Tesla senkt mal wieder die Preise und setzt BYD damit unter Druck, Nikola kämpft mit Batterieproblemen und die Deutsche Bank scheitert erneut am Ausbruchsversuch

 

Die Laune der Anleger fiel zu Wochenbeginn nicht mehr ganz so schlecht aus und der DAX konnte sogar eine kleine Erholung für sich verbuchen. Dennoch fehlt es vielerorts an Zuversicht und man musste nicht lange suchen, um Einzeltitel zu finden, die im roten Bereich unterwegs waren. Es gibt auch weiterhin genügend Gründe, um sich Sorgen zu machen.

Bei Tesla (US88160R1014) zeigten die Anleger sich nicht gerade erfreut darüber, dass der Konzern die Preise für seine E-Autos in China schon wieder nach unten korrigierte. Die Rabatte fallen einmal mehr kräftig aus. Je nach Variante gehen die Preise um umgerechnet bis zu 1.800 Euro zurück. Das Model Y in der Long-Range-Version gibt es nun schon ab 299.000 Yuan, was rund 37.700 Euro entspricht.

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Werbebanner Speed Monkeys - Tesla Tuning EssenZum Vergleich: hierzulande werden für ein solches Fahrzeug derzeit noch 54.990 Euro fällig. Die Margen von Tesla schrumpfen im wichtigen chinesischen Markt weiter und Experten gehen davon aus, dass der Preiskampf auch im Westen nicht mehr lange auf sich warten lassen wird. Die Anleger reagieren nicht schockiert, aber auch nicht erfreut. Die Tesla-Aktie gab am Montag leicht um 0,3 Prozent bis auf 218,50 Euro nach.

 

Sorge um BYD

 

Die erneuten Preissenkungen von Tesla lenken den Blick der Anleger auch in Richtung Konkurrenz. Bei BYD (CNE100000296) scheinen die Börsianer sich deutlich mehr Sorgen zu machen. Dass die Kurse hier gestern um knapp fünf Prozent fielen und wichtige Unterstützungen nach unten passierten, wird von vielen Beobachtern auf die Preisabschläge bei Tesla zurückgeführt. Die Erwartung ist, dass BYD dadurch unter Zugzwang geraten könnte.

Allerdings war das im laufenden Jahr eher selten zu beobachten. Vollständig entziehen konnte sich BYD dem Preiskampf zwar nicht. Der Konzern kam aber die meiste Zeit gut damit klar, zeitlich befristete Rabatte zu gewähren oder dies schlicht lokalen Händlern zu überlassen. Die Marge ist tendenziell weniger bedroht als beim US-Konkurrenten. Die Reaktion an der Börse wirkt dezent übertrieben, allerdings könnte jetzt die Charttechnik für weiteren Verkaufsdruck sorgen.

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Nikola: Auch das noch!

 

Auch die Aktie von Nikola (US6541101050) geriet am Montag weiter unter Druck. Berichte vom Wochenende über einen möglicherweise entflammten Akku sowie einen vorsorglichen Rückruf von über 200 Fahrzeuge hinterließen keine gute Stimmung. Zeitweise stürzten die Kurse um knapp 12 Prozent in die Tiefe. Im späten Handel konnten die Bullen nochmal für Erholung sorge. Es blieb auf Tagessicht aber bei einem Abschlag in Höhe von 2,6 Prozent.

Der Kurs fiel an den hiesigen Handelsplätzen bis auf 1,62 Euro und die Korrektur scheint weiterhin in vollem Gange zu sein. Per Schlusskurs erreicht Nikola ein neues Monatstief und gibt den Börsianern damit wenig Argumente für spontane Kauflaune an die Hand. Die Tiefststände liegen zwar noch in einiger Entfernung. Mittlerweile notiert die Nikola-Aktie aber wieder deutlich tiefer als zu Jahresbeginn und von der guten Stimmung im Juli scheint nicht mehr viel übrig zu bleiben.

 

Deutsche Bank ohne neue Impulse

 

Bei der Deutschen Bank (DE0005140008) reichte es im gestrigen Handel immerhin für leichte Zugewinne. Ein Plus von mageren 0,35 Prozent reichte aber nicht aus, um den Titel endlich wieder über die 10-Euro-Marke zu hieven. Das gab es nur im frühen Handel für ein paar Stunden zu sehen, bevor es letztlich bis Handelsschluss wieder auf 9,98 Euro zurückging. Analysten sehen das Papier hier weiterhin als klar unterbewertet an.

Die Sorgen bei den Aktionären wollen aber einfach nicht verschwinden. Die Bullen haben zwar noch alle Möglichkeiten, um an einem Ausbruch zu basteln und das letzte Zwischenhoch bei 10,55 Euro ins Visier zu nehmen. Die Zurückhaltung lässt aber tief blicken und selbst positive Neuigkeiten wollten der Aktie in den letzten Wochen nicht so recht auf die Sprünge helfen.

 

Keine gute Laune in Sicht

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeTrotz einer kräftigen Erholung bei einigen Tech-Titeln und kleinerer Zugewinne im DAX bleibt die Stimmung an den Märkten weiterhin verhalten. Es fehlt ein wenig an der Aussicht darauf, dass die ganz großen Krisen in irgendeiner Form durchgestanden sein könnten. Unter dem Strich schlagen die Märkte sich noch immer erstaunlich gut. Daraus erwächst aber auch das Risiko weiterer Korrekturen, sollten die Anlegerinnen und Anleger mit dem weiteren Newsflow nicht zufrieden sein. Die Anspannung und Nervosität bleiben auf hohem Niveau, was zu Unsicherheit führt und an der Börse oftmals eine heikle Angelegenheit sein kann.

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15.08.2023 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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