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Tesla muss in China nachbessern, Evotec strebt schnelle Rückkehr in den MDAX an, BMW zahlt Dividenden und Rheinmetall setzt weiter auf die Ukraine

Optimismus gibt es bei den Börsenunternehmen noch immer reichlich

NTG24 - Tesla muss in China nachbessern, Evotec strebt schnelle Rückkehr in den MDAX an, BMW zahlt Dividenden und Rheinmetall setzt weiter auf die Ukraine

 

Trotz vieler Krisen und anderer Sorgen entscheiden sich an den Märkten nur die Wenigsten dafür, das Handtuch zu werfen. Auch die Anleger zeigen sich immer wieder kampflustig. Zuletzt gab es zwar keine gigantischen Kurssprünge zu sehen, doch zumindest der DAX konnte sich auf hohem Niveau halten und bleibt zum Wochenende von seinem Allzeit-Hoch nicht weit entfernt.

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Unter Druck geraten ist in den vergangenen Wochen immer wieder Tesla (US88160R1014) und auch aktuell gibt es wieder wenig erfreuliche Nachrichten. So muss der Autobauer Medienberichten zufolge in China nachbessern, und das nicht zu knapp. 1,1 Millionen Fahrzeuge müssen wohl ein Software-Update erhalten und damit so ziemlich jedes Fahrzeug von Tesla, das in China je verkauft wurde.

Auslöser für den Rückruf sind mögliche Probleme beim regenerativen Bremssystem. Jenes kann während eines Bremsvorgangs Rekuperationsenergie nutzen, um den Akku etwas zu laden. Einige Faktoren könnten nach Ansicht der Behörden nun dafür sorgen, dass das Gaspedal zu lange betätigt wird und dadurch das Risiko von Zusammenstößen zunimmt. Tesla äußerte sich dazu bisher noch nicht, kennt sich mit Rückrufen und Software-Updates aber bisher bestens aus. Das Unternehmen blickt hoffnungsvoll in die Zukunft und arbeitet weiter unter Hochdruck daran, die Produktion auszubauen.

 

Evotec will zurück

 

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Werbebanner EMH PM TradeEvotec (DE0005664809) zeigt sich ebenfalls kämpferisch und rechnet damit, bereits im Juni in den MDAX zurückkehren zu können. Durch einen Cyberangriff kam bei dem Konzern einiges durcheinander. Unter anderem führte das Ganze dazu, dass die jüngsten Zahlen nicht rechtzeitig abgeliefert werden konnte, was zum Abschied aus dem MDAX geführt hatte. Nun hat das Unternehmen das Ganze nachgeholt und im Prinzip könnte eine Rückkehr bereits am 19. Juni erfolgen, wenn die nächste Prüfung der Indizes ansteht.

Die Anleger dürften sich über eine solche Entwicklung freuen, doch an der Börse sorgten zuletzt auch ganz andere Themen für gute Laune und Zuversicht. Allem voran eine neue Partnerschaft mit einer Sanofi-Tochter rund um die Produktion von Nachahmermedikamenten bescherten der Evotec-Aktie endlich wieder kräftige Aufschläge. In den letzten fünf Tagen ging es um 12,65 Prozent auf 9,35 Euro aufwärts. Die Verluste aus dem April können damit zu weiten Teilen, wenn auch nicht vollständig, ausgeglichen werden.

 

BMW: Rote Vorzeichen, glückliche Anleger

 

In die entgegengesetzte Richtung ging es am Freitag für die Aktie von BMW (DE0005190003), welche zumindest rein optisch um 9,06 Prozent an Wert verloren hatte und bis auf 99,36 Euro in die Tiefe stürzte. Grund dafür waren allerdings keine schwachen Zahlen oder ähnliches. Im Gegenteil, fundamental konnte der Autobauer zuletzt positiv überraschen. Stattdessen wurde stets eine recht üppige Dividende ausgezahlt. Die Anleger haben also kaum einen echten Verlust erlitten.

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Werbebanner Speed Monkeys - Tesla Tuning EssenNatürlich werden die meisten darauf hoffen, dass BMW auch in Zukunft bei der Dividende nicht geizen wird, was sich angesichts mancher Ungewissheiten aber nicht garantieren lässt. Das Unternehmen selbst bleibt weiterhin zuversichtlich. Ob die Bullen da mitziehen, dürften die nächsten Tage zeigen. Eine Rückeroberung der psychologisch wichtigen 100-Euro-Marke wäre ein starkes Signal, und viel würde dazu nicht fehlen. Für Spannung ist also weiterhin gesorgt.

 

Rheinmetall setzt auf ukrainische Kollegen

 

Rheinmetall (DE0007030009) ist derweil noch immer schwer damit beschäftigt, sowohl die Ukraine also auch viele andere Staaten rund um den Globus in einer unsicheren Zeit mit Waffen zu versorgen. Damit das künftig noch besser klappt, hat der Konzern sich nun mit einem ukrainischen Rüstungskonzern verbündet, wie unter anderem beim „Handelsblatt“ zu lesen ist. In einem ersten Schritt soll das Gemeinschaftsunternehmen Panzer warten und reparieren.

Für die Zukunft ist aber auch eine Produktion neuer Panzer in dem von Russland angegriffen Land angedacht. Sofern die zuständigen Behörden grünes Licht geben, was recht wahrscheinlich ist, soll das Ganze schon im Juli anlaufen. Die Anleger scheinen hier neue Chancen zu erkennen, sowohl für die Ukraine als auch für den eigenen Geldbeutel. Die Rheinmetall-Aktie konnte vor dem Wochenende um 2,66 Prozent auf 265,90 Euro zulegen.

 

Positiv denken

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeEs gibt momentan ohne jeden Zweifel mehr als genug Gründe, um sich das Hirn zu zermartern und die Untergangspropheten haben weiterhin Hochkonjunktur. Sowohl im Alltag als auch an der Börse ist es aber empfehlenswert, sich davon nicht allzu sehr beeinflussen zu lassen. Wie immer gibt es auch einige positive Indikatoren und sich auf diese zu konzentrieren, ist vielleicht gar nicht so verkehrt. Das bedeutet nicht, dass Risiken ignoriert werden sollten. Doch gerade die letzten Monate zeigten, dass die größten Ängste an der Börse eher selten Realität werden.

 

14.05.2023 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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