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Bei Tesla wird CEO Elon Musk von alten Tweets eingeholt, die jetzt Gegenstand einer Gerichtsverhandlung sind

Immer Ärger um Musk

NTG24 - Bei Tesla wird CEO Elon Musk von alten Tweets eingeholt, die jetzt Gegenstand einer Gerichtsverhandlung sind

 

Die schlechten oder zumindest einigermaßen bedenklichen Nachrichten rund um Tesla reißen einfach nicht ab. Nachdem die letzten Wochen beherrscht wurden von Sorgen um den Absatz im wichtigen chinesischen Markt, steht jetzt wieder einmal CEO Elon Musk im Fokus. Jener wird sich vor Gericht für einige zweifelhafte Tweets aus dem Jahr 2018 verantworten müssen.

Mittlerweile fünf Jahre ist es her, dass Musk in Aussicht stellte, Tesla (US88160R1014) zu privatisieren und von der Börse zu nehmen. Besonders heikel an der entsprechenden Ankündigung war und ist, dass der Manager davon sprach, dass die Finanzierung bereits gesichert gewesen sei. Davon konnte aber kaum die Rede sein, weshalb einige Anleger nun Entschädigung für die damaligen Kurskapriolen vom Tesla-Chef verlangen.

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Jener versuchte noch erfolglos, den Prozess nach Texas zu verlagern, wo seine Person nach einigen politisch brisanten Nachrichten noch nicht ganz so unten durch ist wie im nun auserkorenen San Franciso als Verhandlungsort. Doch im Jahr 2018 befand sich der Firmensitz von Tesla nun mal in Kalifornien, weshalb eine Verlagerung des Prozesses aus Sicht der zuständigen Richter wohl nicht erforderlich war.

Dass die Tweets von Elon Musk mindestens irreführend waren, steht mittlerweile außer Frage und eben darauf wiesen die Richter laut einem Bericht von „tagesschau.de“ auch schon die Jury hin. Jene wird nun darüber befinden müssen, ob den Anlegern durch das Ganze tatsächlich ein (großer) Schaden entstanden ist. Bluten musste Musk bereits für seine unüberlegten Äußerungen. Die Börsenaufsicht SEC verdonnerte ihn seinerzeit zu Millionenstrafen und sorgte dafür, dass der Tesla-CEO seinen Platz im Verwaltungsrat verlor.

 

Tesla mit Anzeichen einer Stabilisierung

 

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Werbebanner ClaudemusPotenziell könnte jetzt also die nächste Strafe anstehen, welche wieder einmal verdeutlichen würde, wie teuer unüberlegte Twitter-Nachrichten am Ende sein könnten. Bisher ist allerdings noch nichts entschieden und auch über die mögliche Höhe von irgendwelchen Wiedergutmachungen lässt sich erst einmal nur spekulieren. Es gibt daher keinen Grund für akute Panik, dass Musk schon wieder das nächste Tesla-Aktienpaket verkaufen muss, um liquide zu bleiben. Tatsächlich versprach der Tesla-Chef ohnehin, bis auf Weiteres keine Aktien mehr zu verkaufen. Was seine Versprechen noch wert sind, mag jeder für sich selbst beurteilen.

An der Börse kehrt rund um Tesla wieder etwas Ruhe ein. Nach einem länger anhaltenden Abwärtstrend scheint die Aktie des Konzerns sich auf niedrigem Niveau wieder einigermaßen stabilisieren zu können. Im Handel am Mittwoch war der Kurs rund um die Marke bei 119 Euro wie festgefroren. Verluste von 0,05 Prozent waren nicht wirklich der Rede wert.

 

Was bringt 2023 für Tesla?

 

Bei Tesla dürften die Anleger weiterhin gemischte Gefühle haben. Nicht nur Elon Musk ist eine kaum berechenbare Wundertüte. Auch in wirtschaftlicher Hinsicht gibt es einige große Fragezeichen. China steht dabei weiter im Fokus. Wie es dort mit der undurchsichtigen Corona-Lage weitergeht, bleibt ein Rätsel. Experten sehen die Wirtschaftsleistung der Volksrepublik aber schon als merklich geschwächt an, was sich auf die Absätze natürlich auswirken könnte. Tesla reagierte bereits mit Preissenkungen – und scheint damit die Büchse der Pandora geöffnet zu haben.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDenn an den Märkten wird nun schon über eine mögliche Rabattschlacht diskutiert und so schnell wird das Thema nicht mehr aus den Köpfen der Börsianer verschwinden. Zusätzlich zu Indizien für eine schwächelnde Nachfrage macht man sich also auch noch Sorgen um schrumpfende Margen. Die einzige Chance für die Aktionäre besteht da wohl darin, dass all diese Sorgen letztlich übertrieben sind. Das wäre für die Börse auch absolut nicht ungewöhnlich, da hier gerne mal zwischen Euphorie und tiefer Depression geschwankt wird und Graustufen zwischen diesen beiden Extremen gerne ausgelassen werden. Verlassen können und sollten Anleger sich darauf aber freilich nicht.

 

19.01.2023 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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