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Elon Musk spicht über vergangene und anstehende Herausforderungen bei Tesla

Worauf müssen die Anleger sich jetzt einstellen?

NTG24 - Elon Musk spicht über vergangene und anstehende Herausforderungen bei Tesla

 

Auch wenn die Tesla-Aktie zuletzt schwer an Wert einbüßen musste, so bleibt sie doch weiterhin der Liebling vieler Anleger. Der drohende wirtschaftliche Abschwung geht aber auch den dem E-Auto-Pionier kaum spurlos vorbei. Erst vor Kurzem kündigte Chef Elon Musk an, Tausende Stellen zu streichen mit Blick auf eine zu erwartende negative konjunkturelle Entwicklung.

Im Rahmen eines Videointerviews ließ der Chef von Tesla (US88160R1014) sich nun etwas in die Karten blicken und nannte dabei einige interessante Details rund um den Stand des Unternehmens. So sprach Musk etwa davon, dass die vergangenen beiden Jahre für die Autoindustrie eine Katastrophe waren und man es noch nicht hinter sich habe. Momentan drehe sich alles darum, den Betrieb aufrechzuerhalten und die Mitarbeiter weiter zu bezahlen, ohne in eine Insolvenz abzurutschen.

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Werbebanner WikifolioDas sind recht große Worte und es passt zur Persönlichkeit von Elon Musk, aktuelle und vergangene Entwicklung in einem vielleicht etwas sehr dramatischen Licht erscheinen zu lassen. Gleichwohl ist nicht zu leugnen, dass die Produktion schon seit einer gefühlten Ewigkeit stockt und auf kurze Sicht kaum Besserung zu erwarten ist. Daher ist es für Tesla sicher nicht verkehrt, die Anleger weiterhin auf schwere Zeiten einzustimmen.

Das fragliche Interview wurde bereits Ende Mai geführt, allerdings erst jetzt in voller Gänze im Netz ausgestrahlt. Da sich in den letzten vier Wochen wenig an der Ausgangslage von Tesla und dem Gesamtmarkt geändert hat, haben die Aussagen von Elon Musk nichts an Aktualtiät verloren. Es bleibt dabei, dass auf das Unternehmen schwere Zeiten zukommen. Während es momentan noch Probleme in der Produktion sind, welche das Potenzial bei den Umsätzen begrenzen, könnte im Zuge von hoher Inflation und steigenden Zinsen womöglich auch in nicht allzu weit entfernter Zukunft ein Abschwung bei der Nachfrage die Tesla-Aktie belasten.

 

Ein teurer Spaß

 

Im Gespräch kam Elon Musk auch auf die erst kürzlich fertiggestellten Gigafactories in Brandenburg und Texas zu sprechen. Die bezeichnete er als „gigantische Geldverbrennungsöfen“, welche auch jetzt noch Milliarden an Dollar ohne einen entsprechenden Return auffressen würden. Das ist in der Anfangsphase eines solchen Werks aber wohl als normal anzusehen und sollte den Anlegern noch nicht unbedingt die Sorgenfalten auf die Stirn treiben.

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Anders sieht das schon beim Werk in Shanghai aus, welches durch Lockdowns immer wieder zwangsweise zum Stillstand kam. Da die Corona-Zahlen rund um den Globus momentan wieder ansteigen, sind weitere Szenarien in diesem Stil kaum auszuschließen. Vor allem in China verfolgt die Führung eine rigorose Politik, welche das Coronavirus im besten Fall vollständig ausmerzen soll, auch wenn das aus Sicht von Experten ein Kampf gegen Windmühlen ist. Für Tesla ist die noch immer nicht durchgestandene Pandemie zweifellos eine große Gefahr, da sie vor allem die Geschäfte in China belastet, wo der US-Konzern einen Großteil seiner Umsätze erzielt.

 

Es darf spekuliert werden

 

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Werbebanner EMH PM TradeEs ist letztlich ein buntes Sammelsurium an Problemen, welches einem Turnaround bei der Tesla-Aktie dieser Tage im Weg steht. Die Aussagen von Elon Musk brachten wenig echte Neuigkeiten, stimmten die Anleger aber einmal mehr darauf ein, dass die nächsten Monate nicht einfach werden. Etwas beruhigt sind viele immerhin darüber, dass der geplante Stellenabbau deutlich weniger drastisch ausfällt, als anfangs noch diversen Medienberichten zu entnehmen war. Statt zehn Prozent werden wohl „nur“ etwa 3,5 Prozent der Beschäftigten ihren Hut nehmen müssen.

Die Tesla-Aktie konnte sich knapp oberhalb der Marke von 700 USD zuletzt etwas stabilisieren und am Mittwoch die Kursverluste auf 0,4 Prozent begrenzen. Das ist erst einmal ein gutes Signal in einem mehr als angespannten Markt. Um die schweren Verluste seit Jahresbeginn wieder auszugleichen, wird es aber noch viel mehr brauchen und die dafür notwendigen Voraussetzungen scheinen derzeit einfach nicht gegeben zu sein.

 

23.06.2022 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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