Unerwartet erhält ThyssenKrupp aus Indien ein Übernahmeangebot für die schwächelnde Stahlsparte
Die Anteilseigner von ThyssenKrupp wittern neue Chancen
Das Thema ThyssenKrupp Steel war zuletzt aus den Schlagzeigen schon weitgehend verschwunden. Die Sache schien abgehakt zu sein mit den Plänen des Mutterkonzerns, die Tochter in ein Gemeinschaftsunternehmen zu überführen, an dem sich der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky mit 50 Prozent beteiligen sollte. Doch die Karten könnten noch einmal neu gemischt werden.
Am Dienstag wurde bekannt, dass ThyssenKrupp (DE0007500001) für seine kriselnde Stahlsparte überraschend eine Offerte aus Indien erhalten hat. Jene stammt vom dortigen Stahlgiganten Jindal Steel International. Allerdings soll sich das Ganze wohl noch in einem frühen Stadium befinden.
Wie viel Geld Jindal für das Ganze in die Hand nehmen könnte, ist noch nicht öffentlich bekannt. ThyssenKrupp ließ wissen, das Angebot genau prüfen zu wollen, insbesondere mit Blick auf die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit und die Fortführung der grünen Transformation. Ferner sollen auch mögliche Auswirkungen auf die Beschäftigten unter die Lupe genommen werden. Bestätigt wurde gegenüber Medienvertretern lediglich, dass das Angebot für sämtliche Anteile von ThyssenKrupp Steel gelte.
Positiv fiel die Reaktion bei der Gewerkschaft IG Metall aus, welche die Gelegenheit für eine Übernahme durch einen „wachstumsorientierten Stahlkonzern“ erkennt. Das sei grundsätzlich eine gute Nachricht für die Beschäftigten. Es überrascht allerdings auch nicht, dass Arbeitnehmervertreter offen sind für die Offerte. Schließlich stehen jene den Plänen für das Joint Venture mit Kretinsky ausgesprochen skeptisch gegenüber.
Kauflaune bei der ThyssenKrupp-Aktie
Neue Chancen erkennen derweil die Aktionäre, welche auf ein großzügiges Angebot oder vielleicht sogar eine Bieterschlacht hoffen, was den Wert der Stahlsparte spürbar steigern könnte. Der Aktienkurs reagierte auf die Meldung am Dienstag mit Kursgewinnen von über vier Prozent. Zeitweise konnte bei 11,82 Euro ein frisches Jahreshoch etabliert werden; zu Handelsschluss standen noch 11,44 Euro auf dem Ticker. Der generelle Höhenflug des Titels ist aber weniger der Stahlsparte und mehr Träumereien um die Marinetochter zu verdanken, welche abgespalten und an die Börse gebracht werden soll.
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17.08.2025 - Matthias Eilenbrock

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