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Ubisoft konnte im letzten Quartal die Prognose leicht übertreffen, was jedoch einzig und allein auf einen schon etwas betagten Mobile-Titel zurückzuführen ist

In den Kernsegmenten tut sich Ubisoft weiterhin schwer

NTG24 - Ubisoft konnte im letzten Quartal die Prognose leicht übertreffen, was jedoch einzig und allein auf einen schon etwas betagten Mobile-Titel zurückzuführen ist

 

Die Ubisoft-Aktie ist tief gefallen. Im Jahresvergleich hat sich der Kurs annähernd halbiert. Darin spiegelt sich die allgemein schwache Stimmung in der Branche wider, aber auch die Tatsache, dass der französische Videospielkonzern schon seit Langem keinen echten Blockbuster mehr aus dem Hut zaubern konnte. Die Erwarten an die Quartalszahlen waren gering, konnten nun aber immerhin dezent übertroffen werden.

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Die Nettobuchungen für das zweite Quartal wurden seitens Ubisoft (FR0000054470) auf 255,8 Millionen Euro beziffert. Gerechnet hatte der Konzern selbst mit lediglich 250 Millionen Euro. Das Ergebnis ist erfreulich, liegt aber weiterhin unterhalb jenem aus dem Vorjahresquartal, also noch Nettobuchungen in Höhe von 281,6 Millionen Euro gemeldet wurden.

Zudem ist der Erfolg wohl nur einem einzigen Mobile-Spiel in Form von „Invincible: Guarding the Globe“ zu verdanken. Ubisoft beobachtete ein stärkeres Interesse an dem bereits 2024 veröffentlichten Titel, nachdem im Frühjahr eine neue Staffel der dazugehörigen Fernsehserie ihr Debüt feierte. Wie viel Geld die Spielerinnen und Spieler bei der Gelegenheit ausgegeben haben mögen, dazu ging Ubisoft nicht weiter ins Detail.

 

Ubisoft: Schwache Vorstellung

 

Es bleibt damit die Sorge, dass es sich um einen einmaligen Effekt gehandelt haben könnte. Getrübt wird das Bild derweil von noch immer schwachen Geschäften im PC- und Konsolenmarkt. Beim Ausblick ändert Ubisoft nichts weiter. Es bleibt dabei, dass ein Rückgang der Verkaufserlöse im hohen einstelligen Prozentbereich erwartet wird. Um Schulden zu bedienen und Laufzeiten zu verlängern, ist der Publisher auf der Suche nach neuen Finanzierungsmöglichkeiten. Allein das dürfte für viele Anleger schon ein Alarmsignal sein.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeImmerhin scheint die Neuauflage von „Assassin’s Creed: Black Flag“ gut anzukommen. Über 3,5 Millionen Exemplare des Piraten-Epos konnten bereits verkauft werden. Das ist ein kleiner Lichtblick, doch es fehlt in der Pipeline an Hochkarätern, die das Zeug zu einem neuen Klassiker hätten. Dazu kommen dann auch noch immer höhere, fast schon prohibitiv hohe Preise für Gaming-Hardware, welche die Erwartung der Bullen weiter drücken dürften.

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28.07.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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