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Volkswagen will zusammen mit Bosch unter Eigenregie das autonome Fahren schon ab dem kommenden Jahr aufmischen

Kann Volkswagen es mit den Tech-Giganten aufnehmen?

NTG24 - Volkswagen will zusammen mit Bosch unter Eigenregie das autonome Fahren schon ab dem kommenden Jahr aufmischen

 

Auch wenn die Lage sich etwas beruhigt hat, so navigiert sich Volkswagen derzeit noch immer durch einen Krisenmodus. Dafür verantwortlich sind zahlreiche Faktoren, darunter schwache Absatzzahlen in China und schmerzhafte US-Zölle. Über Jahre hinweg waren es aber auch eigene Versäumnisse, welche den Konzern zurückwarfen. Insbesondere die Software wurde und wird kritisiert und die eigens dafür gegründete Tochter Cariad bekleckerte sich selten mit Ruhm.

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Nun soll aber ausgerechnet Cariad in Zusammenarbeit mit Bosch für enorme Fortschritte sorgen. Schon seit Längerem arbeiten die beiden Unternehmen an einer eigenen Lösung für das autonome Fahren, die aktuell bei Modellen von Volkswagen (DE0007664039) getestet wird, in Zukunft aber auch anderen Herstellern zur Verfügung gestellt wird. Angestrebt wird, bereits ab Mitte 2026 mit Level-2-Autonomie an den Start zu gehen, wie in der „FAZ“ zu lesen ist.

 

 

 

Das klingt im ersten Moment nicht weiter beeindruckend. Schließlich sind schon heute zahlreiche Robotaxis unterwegs, welche mindestens den Level-3-Standard erfüllen müssen. Allerdings fahren solche Autos bisher nur auf eng eingegrenzten Gebieten. Bei Volkswagen hingegen wird an etwas gearbeitet, was in Privatautos integriert werden kann und sich überall nutzen lässt. Die Ambitionen sind also etwas gehobener als beispielsweise bei Waymo oder den Robotaxis von Tesla.

 

Volkswagen: Volksautonom?

 

Im privaten Bereich gibt es durchaus auch schon autonomes Fahren nach Level 2 oder gar Level 3. Allerdings beschränkt sich das Angebot nahezu ausschließlich auf Autos aus der Oberklasse, und dort wird für die Nutzung dann auch noch ein saftiger Aufschlag fällig. Volkswagen hingegen verspricht, dass die eigene Software sich auch in günstigeren Fahrzeugen nutzen lässt und dennoch damit Geld verdient werden kann. Damit beschreiten die Wolfsburger einen ähnlichen Weg wie BYD, welches mit „God’s Eye“ autonomes Fahren auch in die Einsteigerklasse bringen möchte.

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Werbebanner Speed Monkeys - Tesla Tuning EssenEs ist kein Zufall, dass Volkswagen einem chinesischen Anbieter nacheifert. Die Bemühungen um das autonome Fahren sind ein zentraler Baustein, um im Reich der Mitte wieder aufholen zu können. Dort zeigt die Kundschaft sich wesentlich technikaffiner. Während in Europa bis heute noch Autos mit manueller Gangschaltung gefragt sind, sind in China autonome Fahrsysteme längst ein Faktor bei der Kaufentscheidung geworden. Volkswagen rechnet damit, dass ab dem kommenden Jahrzehnt Level-3-Assistenzsystem im Reich der Mitte zum Standard zählen werden.

Gleichzeitig soll die Eigenentwicklung mit Bosch die Abhängigkeit von externen Anbietern verringern. Mercedes-Benz und andere konnten bereits mit großen Fortschritten glänzen, verlassen sich dabei aber auf Technologie von US-Konzernen wie Nvidia oder Google. Volkswagen will ähnliche oder vielleicht sogar bessere Systeme in Eigenregie entwickeln. Zahlreiche Testfahrten finden schon heute statt. Gelingt das Vorhaben, hätte Europas größter Autokonzern einen echten Vorteil in der Hand.

 

Vorsprung durch Technik

 

Es wird spannend zu sehen sein, ob Volkswagen seine eigens gesetzten Ziele erreichen können wird. Im Erfolgsfalle würde sich ein sehr freundliches Zukunftsbild ergeben. Denn autonomes Fahren ist tatsächlich der große Megatrend der Branche, welches in den kommenden Jahren an Bedeutung nur weiter zulegen wird. Wer selbst keine entsprechende Lösung hat, wird eine solche lizenzieren müssen. Das bringt für Volkswagen bzw. Cariad und Bosch ganz neue Umsatzmöglichkeiten mit sich.

Die noch immer leidgeplagten Anleger scheint das schon jetzt etwas aufatmen zu lassen. Die Volkswagen-Aktie konnte am Montag um 1,5 Prozent auf 96,76 Euro zulegen und damit weiter an einer Erholung basteln, die zu Monatsbeginn ihren Anfang nahm. Allerdings bleiben Durchbrüche beim autonomen Fahren erst einmal Zukunftsmusik. Für 2025 stehen noch andere Themen im Vordergrund und Schwächen bei Absätzen sowie Margen scheint Volkswagen auf die Schnell nicht hinter sich lassen zu können.

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12.08.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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