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Mit einem unerwartet hohen Cashflow überrascht Volkswagen sich selbst und die Anleger, bleibt aber dennoch im Krisenmodus

Volkswagen verschafft sich Luft zum Atmen

NTG24 - Mit einem unerwartet hohen Cashflow überrascht Volkswagen sich selbst und die Anleger, bleibt aber dennoch im Krisenmodus

 

Auf das Jahr 2025 blicket Volkswagen eigentlich sehr zurückhaltend. Das betraf auch die Prognose für den freien Cashflow, der irgendwo in der Nähe der Nulllinie landen sollte. Doch wie es aussieht, konnte das Unternehmen seine Liquidität im vergangenen Jahr deutlich stärker als gedacht verbessern, was an der Börse natürlich immer gerne gesehen wird. Die Aktie wagt sich an einen wichtigen Sprung in Richtung Norden.

In einer kurzen Ad-Hoc-Mitteilung ließ Volkswagen (DE0007664039) wissen, dass im Jahr 2025 ein Netto-Cashflow von etwa sechs Milliarden Euro erwirtschaftet werden konnte. Diese Kennzahl bezeichnet, wie viel Geld nach Abzug sämtlicher Kosten und Investitionen tatsächlich auf den Konten eines Unternehmens landet. Es ist damit letztlich auch der finanzielle Spielraum, der für Ausschüttungen und Investitionen verbleibt.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDie unerwartete Finanzspritze wirkt sich natürlich auf die Nettoliquidität aus, welche nun per Ende 2025 auf 34 Milliarden Euro angewachsen ist. Dieser Wert überrascht sowohl Volkswagen selbst als auch die Analysten. Letztere stellen sich noch die Frage, wie genau der höhere Cashflow zustande gekommen sein mag. Ins Detail dazu will Volkswagen erst im März gehen. Für den Moment wird also erst einmal nur signalisiert, dass der kriselnde Autobauer mehr Spielraum als gedacht hat.

 

 

 

Volkswagen: Schreck lass nach!

 

Neben dieser Mitteilung blickten die Volkswagen-Aktionäre gestern mit großer Erleichterung nach Davos. Mit einer neuen Vereinbarung, deren Details noch nicht vollständig bekannt sind, konnte Donald Trump durch Nato-Partner wohl von seinen Annexionsplänen für Grönland abgebracht werden. Hinter vorgehaltener Hand wird gemunkelt, dass auch die Reaktionen in den USA und zum Teil eigener Mitstreiter zur neuerlichen Anwendung der altbekannten TACO-Strategie geführt haben mögen.

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Doch was auch immer der Auslöser gewesen sein mag: Pläne für eine möglicherweise gewaltsame Übernahme wurden erst einmal weggewischt und in diesem Zuge sagte Trump auch für Februar angedrohte Zölle gegen Deutschland und sieben weitere europäische Staaten ab. Das ist vor allem für die Autokonzerne eine gute Nachricht, welche von Zöllen besonders hart getroffen werden. Bei Volkswagen wurden bislang nicht einmal bereits geltende Zölle in Höhe von 15 Prozent vollständig verdaut.

Die Aktie von Volkswagen reagierte auf die angenehmen Neuigkeiten am Donnerstag mit Kursgewinnen von mehr als sechs Prozent und der Titel konnte immerhin wieder die 100-Euro-Marke überspringen. 105,30 Euro standen zu Handelsschluss auf der Anzeigetafel. Die Lage scheint etwas weniger fatal als befürchtet zu sein. Im Krisenmodus bleibt Volkswagen jedoch weiterhin. Wie gehabt kämpft man in China mit schwachen Absatzzahlen und mit Porsche sowie Audi haben es zwei der wichtigsten Töchter mit massiven Problemen in den USA zu tun.

 

Darauf kommt es bei Volkswagen an

 

Unerwartet hohe Einnahmen im letzten Jahr sind für Volkswagen zwar eine Gelegenheit zum Durchschnaufen. Allzu lange sollten die Verantwortlichen sich darauf aber nicht ausruhen, insbesondere nicht mit Blick auf den eigenen Aktienkurs. Denn investiert wird an der Börse noch immer in die Zukunft. Dort bleibt es bei eher mageren Aussichten und multiplen Herausforderungen. In Europa ist man zwar Marktführer bei Elektro-Autos, doch die Absatzzahlen sind dennoch noch immer nicht dort, wo sie eigentlich hätten sein sollen.

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Werbebanner Speed Monkeys - Tesla Tuning EssenAuch die Margen lassen noch zu wünschen übrig und lassen eher nicht darauf hoffen, dass der Cashflow in Zukunft immer so hoch ausfallen wird wie 2025. Für eine nachhaltige Verbesserung bei der Aktie kommt es letztlich besonders auf die Absatzzahlen und den Kostenfaktor an. Erwartet wird von Volkswagen, wieder mehr Fahrzeuge abzusetzen und mit jedem einzelnen mehr Geld zu verdienen. Angesichts gestiegener Kosten und einer gleichzeitig höheren Zurückhaltung unter den Kunden ist das aber leichter gesagt, als getan.

 

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23.01.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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