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Volkswagen im Schockzustand, Rheinmetall legt zu, Barrick Mining hebt ab und Intel plaudert über die Speicherkrise

Donald Trump sorgt wieder für enorme Unruhe auf der Welt

NTG24 - Volkswagen im Schockzustand, Rheinmetall legt zu, Barrick Mining hebt ab und Intel plaudert über die Speicherkrise

 

Es gab am gestrigen Montag kaum ein anderes Thema als Donald Trumps jüngste Zollandrohungen, mit denen der US-Präsident seinen Anspruch auf Grönland zu untermauern versucht. Neben Deutschland sind sieben weitere europäische Länder betroffen. Schon ab Februar sollen die Zölle greifen. Das sorgt nicht nur für neue Spannungen und Belastungen auf Seiten der Verbraucher. Es zeigt auch, dass Trump es mit Grönland ernst meint, was vielleicht die noch erschreckendere Botschaft ist.

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Für den Moment befürchten die Märkte aber erst einmal negative Auswirkungen für die Wirtschaft, und die Autobranche dürfte davon besonders betroffen sein. Diese Erwartungshaltung bekam die Aktie von Volkswagen (DE0007664039) recht deutlich zu spüren. Der Aktienkurs knickte gestern um 2,8 Prozent auf 98,60 Euro ein. Es tröstete auch wenig, dass die Bundesregierung eine neue E-Auto-Förderung auf den Weg brachte.

 

 

 

Letztere stellt zwar bis zu 6.000 Euro in Aussicht. Das Regularium dafür ist aber recht kompliziert. Gefördert werden sollen vornehmlich kleinere E-Autos für Familien mit mittleren Einkommen. Dass die Bundesregierung, wie noch vor einigen Jahren, schicke und teure Hybridautos pauschal mitfinanziert, damit können die Hersteller nicht mehr rechnen. Für solche Fahrzeuge gibt es allenfalls noch überschaubare Fördersummen.

 

Rheinmetall marschiert weiter

 

Während die Eskalation in den transatlantischen Beziehungen für die Autobranche massive Verunsicherung mit sich bringt, haucht das Ganze der Aktie von Rheinmetall neues Leben ein. Schon seit der US-Intervention in Venezuela geht es mit dem Kurs wieder steil aufwärts. Nachdem Trump Nato-Partnern nun recht unverhohlen droht, ist die Notwendigkeit starker europäischer Streitkräfte so offensichtlich wie nie zuvor.

Rheinmetall (DE0007030009) wird davon mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit profitieren können. Denn Europa wird seine Verteidigungsfähigkeit nicht ohne weiteres Gerät aufbauen können. In den letzten Monaten sorgten Gerüchte über einen möglichen Frieden in der Ukraine noch für nachlassende Kurse bei Rheinmetall. Es scheint sich aber zu bestätigen, dass derartige Überlegungen ein wenig an der Realität vorbeigingen. Am Montag stieg der Kurs um knapp ein Prozent auf 1.920 Euro und von hier aus ist das Allzeit-Hoch bei 2.008 Euro nicht allzu weit entfernt.

 

Barrick Mining: Glücksgefühle!

 

Ein weiterer Profiteur der Unsicherheit und Eskalation ist der Goldpreis, der gestern mal wieder Rekorde durchbrechen konnte. Niemand weiß genau, wie die politische Lage sich genau weiterentwickeln mag. Das macht Gold für Investments hochinteressant, hat das Edelmetall bislang doch noch jede Krise ohne langanhaltenden Wertverlust verdauen können. Die enorme Nachfrage kommt dabei auch den Minenbetreibern wie Barrick Mining (CA06849F1080) zugute.

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Dort legen die Margen immer weiter zu, was an der Börse seit einigen Monaten auch endlich gewürdigt wird. An den hiesigen Märkten reagierte der Aktienkurs gestern mit Zugewinnen von 1,5 Prozent und der Kurs kletterte auf 42,77 Euro. Zeitweise konnte auch hier jenseits der 43-Euro-Marke ein neues Hoch auf die Beine gestellt werden.

 

Intel: Wie lange reicht der Speicher?

 

Der Chiphersteller Intel (US4581401001) hatte weniger Glück und musste Kursverluste von 2,7 Prozent im Handel am Montag verdauen. Vor den Zahlen am Donnerstag macht sich vermehrt Skepsis breit, ob die Euphorie der letzten Wochen nicht etwas überzogen ausgefallen sein mag. Schließlich machte Intel auf fundamentaler Seite kaum Fortschritte und milliardenschwere Geldzuflüsse von Nvidia und anderen sind noch kein Garant für eine generelle Trendwende.

Die anhaltende Speicherkrise macht es Intel noch schwerer, wieder Fuß fassen zu können. Gegenüber „Tom’s Guide“ ließ Intel zwar wissen, dass die meisten Hersteller noch über genügend Speicher für neun bis zwölf Monate verfügen würden. Allerdings müsse auch jetzt schon Speicher für zukünftige Computer zugekauft werden. Die enormen Preissteigerungen bei Speicherchips dürften über kurz oder lang beim Kunden ankommen und die Absatzzahlen m Consumerbereich von Intel wohl kaum beflügeln.

 

Es wird ungemütlich

 

Die Börsen zeigen sich noch einigermaßen resilient und zum großen Crash ist es gestern nicht gekommen. Doch die anhaltende Unsicherheit sorgt auch dafür, dass Anleger sich zu keinem Zeitpunkt sicher fühlen können. Die nächste Eskalation kann bereits hinter der nächsten Ecke lauern, besonders mit einem narzisstischen und offenbar leicht zu reizenden US-Präsidenten im Weißen Haus, der gerne mit Gewalt droht und bis heute gar nicht verstehen kann, warum er keinen Friedensnobelpreis erhalten hat. Anleger müssen nicht in Panik verfallen, dürften sich aber weiterhin auf eine wilde Fahrt einstellen.

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20.01.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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